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DIVSI-Umfrage zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

19. Juli 2018

Hoher Bekanntheitsgrad, aber Skepsis vor allem bei Selbstständigen

Die nachhaltig von Staat und Wirtschaft auf allen Kanälen verbreiteten Informationen zur europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) haben grundsätzlich Früchte getragen: 90 Prozent der Menschen in Deutschland haben von dieser Neuerung, die seit dem 25. Mai gilt, bereits gehört. So das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI), realisiert vom renommierten Institut dimap.

Allerdings hapert es noch mit dem Verständnis und auch mit der Akzeptanz der Verordnung, die letztlich für besseren Schutz personenbezogener Daten sorgen soll. Weniger als die Hälfte (46 Prozent) der Befragten gibt an, mit Inhalten der DSGVO vertraut zu sein. Die Mehrheit dagegen kann schlicht nicht einschätzen, ob die Verordnung für die angestrebte und versprochene Verbesserung im Datenschutz sorgt. Lediglich ein Fünftel sieht die Auswirkungen positiv.

Besonders skeptisch gegenüber der DSGVO zeigen sich Selbstständige. Diese sind unter allen Berufsgruppen am vertrautesten mit den Inhalten der DSGVO, blicken auf diese jedoch zugleich besonders kritisch. Einerseits geben 62 Prozent von ihnen an, die Inhalte der Verordnung zu kennen. Gleichzeitig sehen andererseits 39 Prozent der Selbständigen darin keine Verbesserung des Datenschutzes. Auch in dieser Gruppe geben 45 Prozent an, die Auswirkungen der Verordnung nicht einschätzen zu können.

DIVSI-GRAFIK- DSGVO

DIVSI-Direktor Matthias Kammer wertet das Ergebnis als einen Teilerfolg auf dem Weg zu einem verbesserten Datenschutz in Deutschland: „Auch wenn viele Bürgerinnen und Bürger über die anhaltende Penetration des Themas womöglich genervt waren, hat es sich gelohnt. Immerhin neun von zehn Menschen ist die DSGVO bekannt. Staat und Wirtschaft sind gefordert, jetzt die positiven Details der Inhalte weiter herauszustellen. Und es verwundert mich wenig, wenn die Selbstständigen zunächst einmal keine Verbesserung in der Verordnung sehen. Tatsächlich haben sie damit die meiste Arbeit und sind gefordert, gegenüber allen Kunden und Partnern aktiv zu werden.“

Übrigens wird die DSGVO ab dem 20. Juli einheitliches Datenschutzgesetz in 31 europäischen Staaten sein (EU 28 + EWR 3). Neu kommen dann Norwegen, Liechtenstein und Island dazu.

PM DIVSI Umfrage DSGVO (66 KB) Grafik DIVSI Umfrage DSGVO (2 MB)

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