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Digitaler Kodex

2. Teil: “Big Data”

Über das Teilprojekt

Big Data

Daten über Einzelpersonen zu erfassen und zu analysieren, ist für sich genommen nicht neu. Private Unternehmen waren genauso wie staatliche Stellen stets an den Erkenntnissen interessiert, die sich aus ihnen gewinnen lassen. Die zunehmende Digitalisierung jedoch erlaubt es in bisher ungekanntem Ausmaß, individuelle Datensätze zu sammeln und zu verknüpfen.

Diese neue Dimension des Datensammelns wird mit dem Begriff „Big Data“ erfasst. Damit sind neue Technologien gemeint, die es ermöglichen, große Datenmengen zu verarbeiten und auszuwerten. Die Spannbreite reicht von der Datenerhebung auf Internetplattformen für soziale Netzwerke, Kommunikation und Handel und in Smartphone-Apps bis hin zu Analysetools, die diese Daten nutzbar machen. Darüber hinaus werden ständig neue Datenquellen erschlossen, z.B. durch Sensoren in Fitnessarmbändern und Erschließen der Daten von Smart Homes.

Durch den Einsatz von komplexen, „intelligenten“ Algorithmen können so viele Lebensbereiche effizient und präzise durchdrungen werden. Damit eröffnet „Big Data“ große Potenziale für Wirtschaft und Gesellschaft. Zugleich aber bestehen zunehmend Bedenken gegen den Umgang mit den gesammelten Einzeldaten. Denn die Verknüpfung unterschiedlichster digitaler Quellen ermöglicht es, umfassende Profile zu erstellen, die Schlüsse selbst auf persönlichste Informationen individueller Nutzer und mitunter sogar solcher Personen erlauben, die die entsprechenden Geräte oder Anwendungen gar nicht selbst einsetzen.

Die Chancen und Risiken von Big Data machen eine gesamtgesellschaftliche Debatte notwendig. Deshalb widmet sich das Projekt „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“ in seiner zweiten Phase in einem Teilprojekt diesem Themenkomplex, zugespitzt auf die beiden Schwerpunkte „Smart Health“ und „Smart Mobility“. Es analysiert die Auswirkungen der Nutzung der neuen Technologien und zeigt Wege auf, mit den Herausforderungen umzugehen.

Bis zum Herbst 2015 untersucht das Projekt mit Beispielen aus der Praxis, welchen Beitrag ein Digitaler Kodex hier leisten kann. Eine hochrangig besetzte Expertengruppe wird die inhaltliche Arbeit am Thema begleiten. Zugleich ermöglichen öffentliche Veranstaltungen den Austausch mit der Zivilgesellschaft, um weitere Denkanstöße für den Projektverlauf zu gewinnen.

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