1.2 Konsum im Netz

Auch beim zunehmend beliebten Konsum über das Netz, sowohl beim klassischen Einkauf auf Online-Plattformen als auch beim Bezug digitaler Inhalte, spielen die oben genannten Faktoren eine große Rolle. In globalen Märkten agieren globale Akteure, die bei steigender Marktkonzentration immer größer und mächtiger werden. Sie sind längst in der Lage, das Kaufverhalten und persönliche Vorlieben zu analysieren. Im Zuge der rasanten technischen Innovation verstärkt sich die so entstehende Konzentration der Informationsmacht. In aller Munde ist derzeit etwa das „Internet der Dinge“, das vieles einfacher und angenehmer machen soll. In der Tat: Wie praktisch können intelligente Heizungen sein, die Daten mit den Rechnern des Anbieters austauschen, um so stets automatisch für das perfekte Raumklima zu sorgen, und wie sehr erleichtern Kühlschränke den Alltag, die per Datenübermittlung verhindern, dass jemals etwas fehlt. Hier geht es um Convenience1 im privaten Alltag der gesamten Bevölkerung – allerdings durchaus zumindest potenziell zulasten der Privatsphäre: Denn wie der Online-Handel verfügen die Anbieter solcher Produkte und Systeme über viele sensible Informationen oder können zumindest über sie verfügen. Ob sie gesammelt und wie sie verwendet werden, muss Regeln unterliegen, die auch eingehalten werden. Ansonsten wird sich das Vertrauen, das erforderlich ist, um das positive Potenzial dieser Möglichkeiten zu erschließen, nicht entwickeln.

  1. „Convenience“ bedeutet „Annehmlichkeit“, „Bequemlichkeit“. Die englische Schreibweise wird oft genutzt, wenn es um diese beiden Begriffe im Kontext von Konsum geht. []