Öffentliche Veranstaltung in Hamburg

Facebook, WhatsApp, Google+: Wer macht die Regeln?

Diskussionsveranstaltung Facebook, WhatsApp, Google+: Wer macht die Regeln?

Foto: Sarah Porsack

Weiterführen des öffentlichen Diskurses

Prof. Dr. Wolfgang Schulz

Prof. Dr. Wolfgang Schulz, Direktor des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung und des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft (Foto: Sarah Porsack)

Bei der zweiten Veranstaltung am 7. November 2013 in Hamburg bot sich die Gelegenheit, mit neuen Ergebnissen des Projekts den Diskurs mit der interessierten Öffentlichkeit weiterzuführen. Nachdem in der ersten Veranstaltung Fragestellungen der Verantwortung im Vordergrund standen, lag nun der Fokus auf der Thematik der Plattformen. Mit Prof. Dr. Wolfgang Schulz, Direktor des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung und des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft, und Moritz Nickel, Student an der Bucerius Law School, standen sich in den einleitenden Keynotes wiederum Wissenschaftler und Digital Native gegenüber. Während Wolfgang Schulz eine Analyse der Struktur von Plattformen lieferte, stellte Moritz Nickel die Vor- und Nachteile sozialer Netzwerke aus seiner persönlichen Perspektive gegenüber.

Dr. Ralf Kleindiek

Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (bis Januar 2014 Staatsrat der Behörde für Justiz und Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg) (Foto: Sarah Porsack)

Die Bedeutung der Förderung der Medienkompetenz fand als einendes Element – analog zur Veranstaltung in München – auch in die sich hier anschließende Debatte Einzug. Auf dem Podium diskutierten Jutta Croll, Geschäftsführendes Mitglied des Vorstands der Stiftung Digitale Chancen, Sabine Frank, Leiterin Regulierung, Jugendschutz und Medienkompetenz Google Deutschland, Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (bis Januar 2014 Staatsrat der Behörde für Justiz und Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg), Ole Reißmann, Redakteur bei Spiegel Online im Ressort Netzwelt, sowie Moritz Nickel ihre Positionen.

Die Betonung der Eigenverantwortung der Nutzer traf auf einen kritischen Blick auf monopolistisch agierende Plattform-Betreiber. Der Hinweis auf den zunehmenden Zugriff auf die Nutzerdaten stand neben dem Verweis auf die darauf aufbauenden nützlichen Funktionen. Nicht zuletzt fand sich auch in der Frage der Rolle des Staates weder unter den Diskutanten auf dem Podium noch in der sich anschließenden Publikumsdiskussion eine einheitliche Linie. Die kontroverse Diskussion machte deutlich, wie wichtig ein gesellschaftlicher Diskurs in diesem Themenfeld ist.

Diskussionsrunde

Diskussionsrunde (v.l.n.r.): Jutta Croll, Geschäftsführendes Mitglied des Vorstands der Stiftung Digitale Chancen, Ole Reißmann, Redakteur bei Spiegel Online im Ressort Netzwelt, Sabine Frank, Leiterin Regulierung, Jugendschutz und Medienkompetenz Google Deutschland, Moritz Nickel, Student an der Bucerius Law School (Foto: Sarah Porsack)