Themen: Leitplanken in der digitalen Welt 

Kurzüberblick

Der Diskurs zur Netzneutralität

26. November 2013

Der Diskurs zur Netzneutralität

Bild: Ensuper – Shutterstock

Netzneutralität gehört zu den heftig umstrittenen Stichworten in der aktuellen Debatte um die Zukunft des Internets. Keineswegs kreist die Diskussion nur um die offensichtliche Parole “Freie Fahrt für freie Daten!” – ein genauer Blick auf die verschiedenen technischen, ökonomischen, sozialen und politischen Komponenten offenbart eine vielfach verschränkte Komplexität, die nationale Grenzen und Wirtschaftsräume überschreitet.

Miriam Meckel, Christian Fieseler und Jan Gerlach vom Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen arbeiten die Gesichtspunkte heraus, die in den USA und in Europa in dieser Debatte angeführt werden, und stellen sie einander gegenüber. Deutschland, Frankreich und die Niederlande nehmen hierbei einen besonderen Fokus ein. Die Autoren werfen auch Seitenblicke auf die Debatten in Großbritannien, Norwegen und Slowenien und sogar nach Japan und Chile.

Dabei kristallisiert sich nicht nur eine verschieden breit und tief geführte Debatte heraus, deren Akteursgruppen und Akzentuierungen höchst unterschiedlich ausfallen,  auch zeigt die Studie, dass die jeweiligen politischen Kulturen anders gelagerte Blickwinkel bei der Themenbetrachtung anlegen und zu abweichenden Regulierungsansätzen gelangen.

Die Studie entstand an der Universität St. Gallen im Rahmen einer Kooperation mit der E-Plus-Gruppe.

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Der Autor

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Miriam Meckel

Miriam Meckel (*1967) ist Professorin für Corporate Communication und geschäftsführende Direktorin am Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen und Beraterin für Kommunikationsmanagement und Public Affairs. Sie studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Sinologie, Politikwissenschaft und Jura an den Universitäten Münster und Taipei, Taiwan. Nach dem Studium war sie zehn Jahre als Journalistin für öffentlich-rechtliche und kommerzielle Sender tätig. 1999 wurde sie als Professorin für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an die Universität Münster berufen und übernahm als Geschäftsführende Direktorin die Leitung des Instituts für Kommunikationswissenschaft. 2001 wurde Miriam Meckel Staatssekretärin im Geschäftsbereich des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen zunächst als Regierungssprecherin, später als Staatssekretärin für Europa, Internationales und Medien. Als Mitglied der internationalen Jury der Development Gateway Foundation bei der Weltbank hat sie den Development Gateway Award („Petersberg Prize in IT for Development“) mitentwickelt, der jährlich verliehen wird.

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Christian Fieseler

Prof. Dr. Christian Fieseler studierte Wirtschaftswissenschaften an den
Universitäten St. Gallen und Shanghai. Von 2004 bis 2007 arbeitete er als
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Corporate Communication von
Prof. Dr. Miriam Meckel, wo er auch sein Doktorandenstudium an der Universität
St. Gallen mit seiner Doktorarbeit zum Thema Kapitalmarktkommunikation abschloss.
Seit Anfang 2008 arbeitet und unterrichtet er als Assistenzprofessor für
Medien- und Kommunikationsmanagement am Institute for Media and Communications
Management der Universität St. Gallen. Im Rahmen seiner Tätigkeit ist
er für eine Reihe nationaler und internationaler Forschungs- und Beratungsprojekte
verantwortlich, in den letzten Monaten z.B. zu den Themen Organizational
Identity, Interne Kommunikation und Neue Medien. Seine Forschung wurde in führenden
nationalen und internationalen Zeitschriften (u.a. Journal of Business Ethics, Business Ethics –
A European Review, Public Relations Review, Corporate Communications) sowie Sammel- und
Konferenzbänden publiziert.

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Jan Gerlach

Jan Gerlach absolvierte den Studiengang Law & Economics an der Universität St. Gallen mit einem Master-Abschluss. Während seiner Tätigkeit an der Forschungsstelle für Informationsrecht in St. Gallen hat er sich mit vielfältigen Themen an der Schnittstelle von Internet, Recht und Gesellschaft auseinandergesetzt und unter anderem zu verschiedenen Studien über Risiken und Chancen für Kinder und Jugendliche im Internet sowie über Breitbandregulierung beigetragen. Er forscht heute als Doktorand im Bereich der Netzneutralität.

Magazine zu dieser Schrift

DIVSI magazin – Ausgabe 3/2013

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