5.2 Was machen Kinder im Netz?

Spielen ist mit einem Anteil von 89 Prozent bei den 6- bis 8-jährigen Kindern, die online sind, die beliebteste Tätigkeit im Netz. 75 bzw. 73 Prozent schauen gerne Fotos und Bilder bzw. Videos und Filme an. 69 Prozent diese Gruppe suchen gerne Informationen im Internet.

Aus dem umfangreichen Spieleangebot für Kinder im Netz erfreuen sich Internetseiten von Fernsehsendern, allen voran Toggo von SuperRTL und KiKA von ARD und ZDF, sehr großer Beliebtheit. Diese Anbieter von Spielen und Medieninhalten erreichen Kinder sowohl über ihr Fernseh- als auch über ihr Online-Angebot. Aber auch der Besuch expliziter Spieleseiten wie SpielAffe1 ist im digitalen Alltag 3- bis 8-jähriger Kinder von Bedeutung.

Beliebte Internetseiten von Kindern

Mit zunehmendem Alter wird das Suchen und Recherchieren von Informationen, Bildern und Videos für Kinder wichtiger. Zwischen dem sechsten und dem siebten Lebensjahr verdoppelt sich der Anteil der Kinder, die Suchmaschinen nutzen. Explizite Spiele- und Unterhaltungsangebote für Kinder behalten zwar ihre ausgeprägte Relevanz auch für Schulkinder; mit dem Erwerb der Lese- und Schreibfähigkeit erhalten sie aber verstärkt die Möglichkeit, eigene Wege im Netz zu beschreiten und mithilfe von Suchmaschinen zu interessanten, in der Peergroup „aufgeschnappten“ Inhalten wie Videos, Bildern oder auch bisher nicht bekannten Spielen zu gelangen.

Nutzung von Internetangeboten durch Kinder

Kinder formal höher gebildeter Eltern verwenden ein breiteres Spektrum der Möglichkeiten des Internets

Kinder bildungsnaher Eltern zeigen ein breiteres Interessenspektrum bei der Verwendung des Internets als Kinder bildungsferner Eltern. Bei allen in der folgenden Grafik aufgeführten möglichen Aktivitäten im Netz, insbesondere bei der Suche nach Informationen, äußern Kinder formal höher gebildeter Eltern ein deutlicheres Interesse an den verschiedenen Tätigkeiten als Kinder formal niedriger gebildeter Eltern. Lediglich das Interesse am „Spielespielen“ im Netz ist bei Kindern bildungsferner Eltern ausgeprägter. Neben einem stärkeren Spiele-Fokus zeigen sie deutlich weniger Interesse am Recherchieren von Informationen – zum Beispiel für die Schule.

Unterschiede entlang des elterlichen Bildungsgrades werden auch mit Blick auf die am liebsten besuchten Internetseiten von 6- bis 8-Jährigen sichtbar: Der kommerzielle Spiele-Anbieter SpielAffe wird von 28 Prozent der Kinder formal niedriger Gebildeter und von 20 Prozent der Kinder formal höher Gebildeter gern oder sehr gern besucht. Die Suchmaschinen Frag-Finn und Google sind bei Kindern formal höher Gebildeter deutlich beliebter, nämlich 24 bzw. 25 Prozent, während es bei Kindern formal niedriger Gebildeter jeweils 14 Prozent sind. Insgesamt besuchen Kinder formal höher gebildeter Eltern eher Internetseiten von öffentlich-rechtlichen oder nicht kommerziellen Anbietern als Kinder formal niedriger gebildeter Eltern.

Internetaktivitäten von Kindern

  1. SpielAffe ist ein Spieleportal des Anbieters KaiserGames GmbH. [↩︎]