Sicherheit – DIVSI https://www.divsi.de Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet Fri, 24 May 2019 13:57:00 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.14 DIVSI Magazin – Ausgabe 4/2018 https://www.divsi.de/publikationen/magazine/divsi-magazin-ausgabe-42018/ Fri, 21 Dec 2018 08:57:09 +0000 https://www.divsi.de/?post_type=magazine&p=19477 Das letzte DIVSI-Magazin. Zum Inhalt: In Hamburg sagt man Tschüss  Und weitere Themen…

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Das letzte DIVSI-Magazin.

Zum Inhalt: In Hamburg sagt man Tschüss
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DIVSI U25-Studie: Euphorie war gestern https://www.divsi.de/publikationen/studien/divsi-u25-studie-euphorie-war-gestern/ Mon, 19 Nov 2018 08:57:22 +0000 https://www.divsi.de/?post_type=studien&p=19295 Einen wesentlichen Unterschied im Umgang mit der digitalen Welt bei den heute 14- bis 24-Jährigen im Vergleich zu Gleichaltrigen vor vier Jahren signalisiert bereits der Titel: Die Zeiten einer unbesorgten Nutzung der sich bietenden technischen Möglichkeiten sind Vergangenheit. Die Ergebnisse zeigen vielmehr: Der Hype ist vorbei, reine Euphorie war gestern.

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Vorwort von Matthias Kammer

Mein Vorwort für die erste U25-Studie wurde vor gut viereinhalb Jahren verfasst. Mit der damals viel beachteten Untersuchung lieferten wir erstmals einen fundierten Einblick in die digitalen Lebenswelten der nachwachsenden Generation. Weit über reine Nutzungsstatistik hinaus lernten wir viel über die Denk- und Handlungslogiken junger Menschen, über ihre Einstellungen zum Internet sowie über die Motive und Barrieren, die ihr Verhalten in der digitalen Welt steuerten.

Die Zeitspanne von 2014 bis in die Gegenwart ist relativ kurz, gemessen an der Schnelllebigkeit des Internets und der rasanten technologischen Entwicklung allerdings gigantisch. Höchste Zeit also, wieder genau hinzuschauen und hinzuhören. In bewährter Zusammenarbeit mit dem renommierten Heidelberger SINUS-Institut entstand die Ihnen nun vorliegende Studie. Auch sie erlaubt vertiefte Einblicke in den Alltag der „Generation Internet“ und zeigt vor allem auf, wie schnell Digitalisierung ihre Lebenswirklichkeit verändert.

Einen wesentlichen Unterschied im Umgang mit der digitalen Welt bei den heute 14- bis 24-Jährigen im Vergleich zu Gleichaltrigen vor vier Jahren signalisiert bereits der Titel: Die Zeiten einer unbesorgten Nutzung der sich bietenden technischen Möglichkeiten sind Vergangenheit. Die Ergebnisse zeigen vielmehr: Der Hype ist vorbei, reine Euphorie war gestern.

Offliner sind inzwischen gänzlich von der U25-Landkarte verschwunden; gleichzeitig besitzen nahezu 100 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen Smartphones und sind ganz selbstverständlich täglich online.

2014 bedeutete ein Mehr an Internetnutzung auch eine positivere Einstellung zum Internet. Heute reichen die Haltungen der sogenannten „Generation Internet“ von Glück über Ernüchterung bis hin zu Misstrauen und Angst vor Abhängigkeit.

Bei aller grundsätzlich chancenorientierten Einstellung zur digitalen Welt sehen 14- bis 24-Jährige vermehrt Online-Risiken und verspüren im Umgang mit dem Internet eine latente Unsicherheit. Knapp ein Drittel fürchtet, „internetsüchtig“ zu sein, und sogar doppelt so viele nehmen eine Beleidigungskultur wahr, die sie zum Teil davon abhält, die eigene Meinung zu äußern. Das vielfach vorgefasste Bild von sich kopflos in jedes digitale Abenteuer stürzenden Jugendlichen widerlegt die Studie eindrücklich. Ebenso entschieden lehnen sie selbst es ab, als „Digital Natives“ bezeichnet zu werden – auch, weil ihnen sehr wohl bewusst ist, welcher Anstrengungen es bedarf, souverän durchs digitale Dickicht zu navigieren.

Einen solchen – mehr oder weniger souveränen – Umgang mit dem Internet erlernen sie derzeit hauptsächlich durch eigene Erfahrungen und indem sie vieles „einfach mal ausprobieren“. Im Ranking der vertrauenswürdigen Ratgeber in Sachen Internet steht das eigene Bauchgefühl weit vor Expertenmeinungen, Eltern oder Schule.

Auch wenn und obwohl es sich um die erste Generation handelt, in der es keine Offliner gibt, fühlen sich bei Weitem nicht alle jungen Menschen ausreichend auf eine digitale Zukunft vorbereitet. Gut 40 Prozent – und damit doppelt so viele wie noch in 2014 – haben sogar regelrecht Angst vor einer Zukunft, in der vieles nur noch digital geht.

Die Studie gibt, wie die hier knapp angerissenen Ergebnisse zeigen, einen tiefen Einblick in die Lebenswirklichkeit der jungen Generation in Deutschland im digitalen Zeitalter. Daraus ergibt sich Handlungsbedarf in vielerlei Hinsicht. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre der DIVSI U25-Studie und freue mich auf Ihre Anmerkungen.

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DIVSI Magazin – Ausgabe 3/2018 https://www.divsi.de/publikationen/magazine/divsi-magazin-ausgabe-32018/ Thu, 04 Oct 2018 06:08:05 +0000 https://www.divsi.de/?post_type=magazine&p=19200 Zum Inhalt: Chinas Gesellschaft als Treiber der Digitalisierung.  Und weitere Themen…

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DIVSI Magazin – Ausgabe 2/2018 https://www.divsi.de/publikationen/magazine/divsi-magazin-ausgabe-22018/ Fri, 29 Jun 2018 08:19:40 +0000 https://www.divsi.de/?post_type=magazine&p=18259 Zum Inhalt: Interdisziplinäres Vorgehend dringend notwendig.  Und weitere Themen…

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Digitale Souveränität https://www.divsi.de/projekte/gesellschaft/digitaler-kodex/digitale-souveraenitaet/ Wed, 09 May 2018 07:56:10 +0000 http://46.30.3.106/?post_type=projekte&p=6207 Unter dem Stichwort „digitale Souveränität“ wird bereits seit Jahren ein breiter gesellschaftlicher Diskurs geführt. Allein ein Blick auf die unzähligen Akteure, die sich damit auseinandersetzen, offenbart die vielfältigen Perspektiven auf die Thematik und mindestens ebenso viele Zielsetzungen. Was genau wird jeweils unter „Digitaler Souveränität“ in den einzelnen Bedeutungskontexten verstanden? Die Auffächerung des Verständnisses dieses noch […]

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Unter dem Stichwort „digitale Souveränität“ wird bereits seit Jahren ein breiter gesellschaftlicher Diskurs geführt. Allein ein Blick auf die unzähligen Akteure, die sich damit auseinandersetzen, offenbart die vielfältigen Perspektiven auf die Thematik und mindestens ebenso viele Zielsetzungen.

Was genau wird jeweils unter „Digitaler Souveränität“ in den einzelnen Bedeutungskontexten verstanden? Die Auffächerung des Verständnisses dieses noch nicht eindeutig definierten Konzepts ist Voraussetzung für den weiteren Diskurs und damit insbesondere dafür, dass digitale Souveränität für alle Beteiligten letztlich auch erreicht werden kann. Das im Rahmen des Projekts „Braucht Deutschland einen digitalen Kodex?“ entstandene Themenpapier zeigt auf, wie die verschiedenen Nuancen digitaler Souveränität genutzt werden können, um die Digitalisierungspolitik wertebasiert, besonnen und vor allem für Nutzerinnen und Nutzer ergebnisorientiert voranzutreiben. Die digitale Souveränität kann insoweit als wünschenswertes Ziel für ein digitales Miteinander auf den verschiedenen Ebenen festgesetzt werden.

Das Papier bietet zunächst einen Überblick über den Begriffsinhalt, über relevante Akteure sowie den Stand der Debatte und es analysiert die Dimensionen, Vorteile und derzeitigen Grenzen des Konzepts der „digitalen Souveränität“. Nicht zuletzt zeigt es Vorschläge zur Stärkung der digitalen Souveränität auf und blickt auf die Potenziale einer weiterführenden Auseinandersetzung mit dem Konzept der digitalen Souveränität als Zielsetzung.

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DIVSI Magazin – Ausgabe 1/2018 https://www.divsi.de/publikationen/magazine/divsi-magazin-ausgabe-12018/ Thu, 29 Mar 2018 08:19:36 +0000 https://www.divsi.de/?post_type=magazine&p=17630 Zum Inhalt: Die Alterslücke ist eine Vertrauenslücke. Eine responsive Digitalisierungspolitik für Ältere kann das ändern.  Und weitere Themen…

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Gesellschaft https://www.divsi.de/projekte/gesellschaft/ Fri, 08 Sep 2017 09:05:01 +0000 http://46.30.3.106/projekte/gesellschaft/ Die Möglichkeiten des Internet greifen tief in unser Zusammenleben ein. Wie sieht sie eigentlich aus, die digitale Gesellschaft? Welche unterschiedlichen Werte, Einstellungen, Erwartungen Bedürfnisse und Kompetenzen haben die Menschen? DIVSI untersucht die ersten Schritte der Kinder in die digitale Welt, befragt Jugendliche und junge Erwachsene ebenso wie die Erwachsenen und Senioren. Welchen Einfluss hat die […]

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Die Möglichkeiten des Internet greifen tief in unser Zusammenleben ein. Wie sieht sie eigentlich aus, die digitale Gesellschaft? Welche unterschiedlichen Werte, Einstellungen, Erwartungen Bedürfnisse und Kompetenzen haben die Menschen? DIVSI untersucht die ersten Schritte der Kinder in die digitale Welt, befragt Jugendliche und junge Erwachsene ebenso wie die Erwachsenen und Senioren. Welchen Einfluss hat die Digitalisierung dabei auf die soziale Teilhabe? Sollten wir darüber nachdenken, wie sich neue Spielregeln entwickeln lassen, damit niemand benachteiligt wird. Das Institut fragt deshalb „Braucht Deutschland einen digitalen Kodex?“ und widmet sich dabei Detailfragen etwa zu Big Data oder dem Recht auf Vergessenwerden.

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Digitalisierung – Deutsche fordern mehr Sicherheit: Was bedeutet das für Vertrauen und für Kommunikation? https://www.divsi.de/publikationen/studien/digitalisierung-deutsche-fordern-mehr-sicherheit-was-bedeutet-das-fuer-vertrauen-und-fuer-kommunikation/ Fri, 18 Aug 2017 09:16:29 +0000 https://www.divsi.de/?post_type=studien&p=16165 Die Mehrheit der Internetnutzer in Deutschland bezeichnet ihre Internetkenntnisse als sehr gut oder eher gut. Knapp jeder Vierte gibt an, sich im Internet eher schlecht oder sehr schlecht auszukennen.

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Zentrale Erkenntnisse
  • Die Mehrheit der Internetnutzer in Deutschland bezeichnet ihre Internetkenntnisse als sehr gut oder eher gut. Knapp jeder Vierte gibt an, sich im Internet eher schlecht oder sehr schlecht auszukennen.
  • Die Deutschen stehen der Digitalisierung positiv gegenüber. Sieben von zehn Befragten gehen davon aus, dass die Digitalisierung viele Vorteile für sie biete. Mehr als ein Drittel derjenigen, die das Internet nicht nutzen, sind gleichwohl der Meinung, dass die Digitalisierung auch auf sie Auswirkungen habe.
  • Das Thema Sicherheit im Internet steht im Spannungsverhältnis von Verantwortungs- und Vertrauensfragen:
    • Der Aussage, der Staat sollte sich stärker um das Thema Sicherheit im Internet kümmern, stimmen 85 Prozent der Internetnutzer in Deutschland zu. Gleichzeitig trauen 84 Prozent dem Staat nicht zu, dass er dieser Aufgabe gerecht werden und die Bürger schützen kann.
    • Von Unternehmen erwarten Internetnutzer in Deutschland ebenfalls die Übernahme von Verantwortung. „Unternehmen, die online sind, sollten für die Sicherheit ihrer Kunden im Internet die Verantwortung tragen“ – dem stimmen 84 Prozent der Internetnutzer zu. Demgegenüber haben gut zwei Drittel der Internetnutzer nur geringes bis gar kein Vertrauen darauf, dass diese sich ausreichend um die Sicherheit ihrer Kunden kümmern.
    • Auch Eigenverantwortung wird großgeschrieben. 83 Prozent der Internetnutzer stimmen der Aussage voll oder eher zu, dass jeder selbst für seine Sicherheit im Internet verantwortlich sei. Gleichzeitig wird mehrheitlich bezweifelt, dass der Einzelne dieser Verantwortung auch gerecht werden kann (57 Prozent). Dies sagen selbst 53 Prozent der Internetnutzer, die ihre eigenen Internetkompetenzen als sehr gut oder gut einschätzen.
  • Die Internetnutzer wünschen sich mehr staatliches Engagement für die Sicherheit im Internet.
    • Acht von zehn Nutzern befürworten ein staatlich geprüftes Sicherheitssiegel, an dem man vertrauenswürdige Angebote und Dienstleistungen im Internet erkennen kann.
    • Genauso viele Nutzer wünschen sich eine staatliche Stelle, bei der die Verantwortung für alle Aufgaben im Zusammenhang mit Sicherheit im Internet gebündelt ist.
  • Neue Kommunikationsmöglichkeiten verändern den Alltag der Menschen.
    Postfächer auf Online-Portalen – nützlich und sicher?

    • Sieben von zehn Internetnutzern haben ein Online-Postfach auf einem Kundenportal im Internet. Jeder Dritte hat bei drei und mehr Anbietern ein solches Online-Postfach. Eine Mehrheit hält diese Postfächer für praktisch, aber nur eine Minderheit hält sie auch für sicher. Zwei Drittel derjenigen, die selber Online-Postfächer nutzen, sind sich manchmal nicht sicher, ob sie dem Anbieter eines Postfachs vertrauen können oder nicht. 72 Prozent haben Sorge vor dem Zugriff von Dritten auf Online-Postfächer.
    • Einerseits lassen 60 Prozent derjenigen, die wichtige Dokumente auf einem Online-Postfach bereitgestellt bekommen, diese Dokumente in dem Postfach. Andererseits schätzen 69 Prozent diese Methode der Dokumentensicherung als unsicher ein.
    • Die beiden sichersten Methoden, elektronische Dokumente zu verwahren, sind nach Meinung der meisten Internetnutzer, die Dokumente auszudrucken und zu verwahren oder sie auf einer externen Festplatte zu speichern. Wichtige Dokumente in einer Cloud zu speichern, hält hingegen nur jeder Fünfte für sicher.
    • Eine sehr große Mehrheit von über 90 Prozent möchte selbst wählen können, auf welchem Wege Dokumente zugestellt werden.
    • Acht von zehn Nutzern sagen, sie fänden es besser, wenn ihnen wichtige Dokumente per Post zugeschickt würden und sie sie sich nicht von einem Online-Postfach herunterladen müssten.

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Wissenswertes über den Umgang mit Smartphones https://www.divsi.de/publikationen/studien/wissenswertes-ueber-den-umgang-mit-smartphones/ Tue, 04 Nov 2014 09:00:38 +0000 http://46.30.3.106/?post_type=studien&p=10210 Liebe Leserinnen und Leser, Always-in, also nahezu ununterbrochen über das Internet verbunden zu sein, ist für viele Menschen heute eine Selbstverständlichkeit. Möglich wird dies durch die allgegenwärtigen Smartphones, wie Apple iPhones, Android-basierte mobile Geräte, BlackBerrys oder auch Windows Phones, die aus dem privaten und beruflichen Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Smartphones ermöglichen uns, jederzeit, beispielsweise […]

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Liebe Leserinnen und Leser,
Always-in, also nahezu ununterbrochen über das Internet verbunden zu sein, ist für viele Menschen heute eine Selbstverständlichkeit. Möglich wird dies durch die allgegenwärtigen Smartphones, wie Apple iPhones, Android-basierte mobile Geräte, BlackBerrys oder auch Windows Phones, die aus dem privaten und beruflichen Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Smartphones ermöglichen uns, jederzeit, beispielsweise über soziale Netze, Kontakt zu Freunden, Partnern oder auch Geschäftskunden zu halten, uns wichtig erscheinende Augenblicke in Bild und Ton festzuhalten und sofort mit anderen zu teilen, mobil einzukaufen und natürlich auch klassisch Mails und SMS zu versenden. Mittels Smartphones las- sen sich Geräte zum Beispiel der Heimumgebung von Ferne kontrollieren, Türen öffnen und schließen oder auch Vitalfunktionen kontinuierlich überwachen. Die fast unüberschaubare Vielfalt an Apps, die häufig kostenlos oder gegen geringe Gebühr auf die Geräte geladen werden können, bringt uns den Planetenhimmel greifbar nah, weist uns in Form von Navigationshilfen den Weg oder hilft uns mit diversen Multimedia-Angeboten Wartezeiten, zu verkürzen.

Die globale Währung in dieser Smartphone-Ökonomie sind die Daten, die wir über uns, unsere Vorlieben, Kontakte, Aufenthaltsorte etc. preisgeben. Doch welche dieser Daten geben wir eigentlich bewusst und freiwillig preis, bzw. welche Daten werden ohne unser Wissen im Hintergrund automatisch erhoben und verarbeitet? Welche Möglichkeiten habe ich eigentlich, um einzuschreiten, wenn ich nicht möchte, dass bestimmte Daten vom Smartphone erfasst oder gar außerhalb meines Smartphones gespeichert und zugänglich gemacht werden?

Solche Fragen waren der Ausgangspunkt für die Untersuchungen, deren Ergebnisse in der vorliegenden, von Fraunhofer AISEC im Auftrag des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) durchgeführten Studie zusammengefasst sind. Um selbstbestimmt und souverän über die Preisgabe von sensiblen Daten bestimmen zu können, ist es notwendig, zu verstehen, welche Daten wann erhoben werden, was mit diesen Daten geschieht und welche Wahlmöglichkeiten bestehen, diese Datenerhebung und Weitergabe zu kontrollieren, bei Bedarf zu unterbinden oder auch nur gezielt einzuschränken. Auch ist es wichtig, zu verstehen, welche möglicherweise unerwünschten Auswirkungen eine bewusste Deaktivierung von Diensten haben kann, aber natürlich auch, was es bedeutet bzw. welche Konsequenzen es haben kann, einer App bestimmte Zugriffsrechte zu gewähren.

Prof. Dr. Claudia Eckert

Das Ziel der vorliegenden Studie war es, auf diese Fragen eine Antwort zu finden und damit Nutzerinnen und Nutzern von Smartphones für diese Thematik zu sensibilisieren und Hilfestellungen mit dem Umgang der Daten auf den Smartphones zu geben. Die Studie versteht sich als einen Beitrag zur Erhöhung der digitalen Souveränität der Bürger; sie zielt nicht darauf ab, Verbote oder Gebote zu postulieren.

Wir wünschen den Lesern eine anregende und interessante Lektüre.

Prof. Dr. Claudia Eckert München, im Oktober 2014

 

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Digitaler Kodex https://www.divsi.de/projekte/gesellschaft/digitaler-kodex/ Mon, 12 Aug 2013 11:23:26 +0000 http://divsi.creativeconstruction.de/?post_type=projekte&p=3973 Wir Verbringen immer mehr Zeit online und binden Online-Dienste immer stärker in Freizeit und Beruf ein. Die Entwicklung ist unumkehrbar, doch haben wir zuvor die Diskussion verpasst, ob sich die eingeübten und bewährten ethisch-sozialen Verhaltensweisen der „analogen Welt“ überhaupt auf die „digitale Welt“ übertragen lassen. „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von DIVSI und Think Tank iRights.Lab, das Antworten auf ungeklärte Fragen geben soll, wer im Internet die Verantwortung übernimmt und ob wir verbindliche Umgangsformen für das Internet brauchen.

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Digitaler Kodex

Das Projekt im Überblick

Die Digitalisierung hat in den vergangenen Jahren Einzug in alle Lebensbereiche gehalten und verändert umfassend die Art und Weise, wie wir arbeiten, konsumieren, uns informieren und kommunizieren. Dies betrifft nicht nur das private Leben jedes Einzelnen – auch Wirtschaft, Politik und Wissenschaft müssen sich mit den veränderten Bedingungen auseinandersetzen. Als Gesellschaft stehen wir damit vor der Herausforderung, dass sich etablierte soziale Umgangsformen nicht eins zu eins auf das Agieren im Internet übertragen lassen. Noch ist dabei völlig unklar, wie wir unser gewachsenes und etabliertes Wertesystem aus dem analogen auf den digitalen Raum übertragen wollen.

DIVSI hat deswegen im Jahr 2013 das Projekt „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“ beim unabhängigen Think Tank iRights.Lab in Auftrag gegeben. Ziel des Projekts war die Beantwortung der namensgebenden Frage: Kann ein Digitaler Kodex die bestehende Lücke zwischen etablierten sozialen Normen der analogen Welt und den neuen Herausforderungen der digitalen Welt schließen? Brauchen wir einen neuen gesellschaftlichen Konsens? Und wie kann dieser erreicht werden? Der Fokus der Auseinandersetzung lag dabei zum einen auf der Frage, wer die Verantwortung im Netz übernimmt bzw. übernehmen sollte, und zum anderen auf der Rolle von Plattformen als Schlüsselfiguren in diesem Kontext.

Erste Projektphase

Auf Basis der inhaltlichen Schwerpunktsetzung fand eine stufenweise Annäherung an die zu klärende Fragestellung statt. Dafür wurden im Rahmen der inzwischen abgeschlossenen ersten Projektphase in Konsultationen und ausführlicheren Interviews Expertenmeinungen zum Thema eingeholt. Ergänzend dazu fand die Öffentlichkeit in drei Veranstaltungen Gehör, in denen wesentliche Teilaspekte zugespitzt mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutiert wurden. Als Sounding Board diente über den gesamten Prozess hinweg eine hochrangig besetzte Expertengruppe, die sowohl kritisches Feedback zu den einzelnen Projektschritten geliefert  als auch das Projekt mit inhaltlichen Anregungen bereichert hat. Mit der Aufarbeitung in einer Publikation wurde der Gesamtprozess dokumentiert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Aktuelle Teilprojekte: „Recht auf Vergessenwerden“ und „Big Data“

Als Ergebnis dieser ersten Projektphase stand die Erkenntnis, dass der beschriebene Mangel von Verhaltensstandards im Netz durch einen Digitalen Kodex ausgefüllt werden könnte. Denn während gesetzliche Regulierung im Netz häufig versagt und sich als nicht effektiv durchsetzbar zeigt, könnte mittels eines Digitalen Kodex die Möglichkeit, bestehen, die relevanten Akteure „an einen Tisch zu bringen“ und gemeinsam einen neuen Gesellschaftsvertrag zu gestalten.

In der im Herbst 2014 gestarteten zweiten Phase des Projekts wurde anhand der Themenbereiche „Recht auf Vergessenwerden“ und „Big Data“ das Konzept eines Digitalen Kodex in der Praxis ausgelotet.

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