Vertrauen – DIVSI https://www.divsi.de Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet Fri, 24 May 2019 13:57:00 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.14 DIVSI Magazin – Ausgabe 4/2018 https://www.divsi.de/publikationen/magazine/divsi-magazin-ausgabe-42018/ Fri, 21 Dec 2018 08:57:09 +0000 https://www.divsi.de/?post_type=magazine&p=19477 Das letzte DIVSI-Magazin. Zum Inhalt: In Hamburg sagt man Tschüss  Und weitere Themen…

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Das letzte DIVSI-Magazin.

Zum Inhalt: In Hamburg sagt man Tschüss
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DIVSI U25-Studie: Euphorie war gestern https://www.divsi.de/publikationen/studien/divsi-u25-studie-euphorie-war-gestern/ Mon, 19 Nov 2018 08:57:22 +0000 https://www.divsi.de/?post_type=studien&p=19295 Einen wesentlichen Unterschied im Umgang mit der digitalen Welt bei den heute 14- bis 24-Jährigen im Vergleich zu Gleichaltrigen vor vier Jahren signalisiert bereits der Titel: Die Zeiten einer unbesorgten Nutzung der sich bietenden technischen Möglichkeiten sind Vergangenheit. Die Ergebnisse zeigen vielmehr: Der Hype ist vorbei, reine Euphorie war gestern.

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Vorwort von Matthias Kammer

Mein Vorwort für die erste U25-Studie wurde vor gut viereinhalb Jahren verfasst. Mit der damals viel beachteten Untersuchung lieferten wir erstmals einen fundierten Einblick in die digitalen Lebenswelten der nachwachsenden Generation. Weit über reine Nutzungsstatistik hinaus lernten wir viel über die Denk- und Handlungslogiken junger Menschen, über ihre Einstellungen zum Internet sowie über die Motive und Barrieren, die ihr Verhalten in der digitalen Welt steuerten.

Die Zeitspanne von 2014 bis in die Gegenwart ist relativ kurz, gemessen an der Schnelllebigkeit des Internets und der rasanten technologischen Entwicklung allerdings gigantisch. Höchste Zeit also, wieder genau hinzuschauen und hinzuhören. In bewährter Zusammenarbeit mit dem renommierten Heidelberger SINUS-Institut entstand die Ihnen nun vorliegende Studie. Auch sie erlaubt vertiefte Einblicke in den Alltag der „Generation Internet“ und zeigt vor allem auf, wie schnell Digitalisierung ihre Lebenswirklichkeit verändert.

Einen wesentlichen Unterschied im Umgang mit der digitalen Welt bei den heute 14- bis 24-Jährigen im Vergleich zu Gleichaltrigen vor vier Jahren signalisiert bereits der Titel: Die Zeiten einer unbesorgten Nutzung der sich bietenden technischen Möglichkeiten sind Vergangenheit. Die Ergebnisse zeigen vielmehr: Der Hype ist vorbei, reine Euphorie war gestern.

Offliner sind inzwischen gänzlich von der U25-Landkarte verschwunden; gleichzeitig besitzen nahezu 100 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen Smartphones und sind ganz selbstverständlich täglich online.

2014 bedeutete ein Mehr an Internetnutzung auch eine positivere Einstellung zum Internet. Heute reichen die Haltungen der sogenannten „Generation Internet“ von Glück über Ernüchterung bis hin zu Misstrauen und Angst vor Abhängigkeit.

Bei aller grundsätzlich chancenorientierten Einstellung zur digitalen Welt sehen 14- bis 24-Jährige vermehrt Online-Risiken und verspüren im Umgang mit dem Internet eine latente Unsicherheit. Knapp ein Drittel fürchtet, „internetsüchtig“ zu sein, und sogar doppelt so viele nehmen eine Beleidigungskultur wahr, die sie zum Teil davon abhält, die eigene Meinung zu äußern. Das vielfach vorgefasste Bild von sich kopflos in jedes digitale Abenteuer stürzenden Jugendlichen widerlegt die Studie eindrücklich. Ebenso entschieden lehnen sie selbst es ab, als „Digital Natives“ bezeichnet zu werden – auch, weil ihnen sehr wohl bewusst ist, welcher Anstrengungen es bedarf, souverän durchs digitale Dickicht zu navigieren.

Einen solchen – mehr oder weniger souveränen – Umgang mit dem Internet erlernen sie derzeit hauptsächlich durch eigene Erfahrungen und indem sie vieles „einfach mal ausprobieren“. Im Ranking der vertrauenswürdigen Ratgeber in Sachen Internet steht das eigene Bauchgefühl weit vor Expertenmeinungen, Eltern oder Schule.

Auch wenn und obwohl es sich um die erste Generation handelt, in der es keine Offliner gibt, fühlen sich bei Weitem nicht alle jungen Menschen ausreichend auf eine digitale Zukunft vorbereitet. Gut 40 Prozent – und damit doppelt so viele wie noch in 2014 – haben sogar regelrecht Angst vor einer Zukunft, in der vieles nur noch digital geht.

Die Studie gibt, wie die hier knapp angerissenen Ergebnisse zeigen, einen tiefen Einblick in die Lebenswirklichkeit der jungen Generation in Deutschland im digitalen Zeitalter. Daraus ergibt sich Handlungsbedarf in vielerlei Hinsicht. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre der DIVSI U25-Studie und freue mich auf Ihre Anmerkungen.

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DIVSI Magazin – Ausgabe 2/2018 https://www.divsi.de/publikationen/magazine/divsi-magazin-ausgabe-22018/ Fri, 29 Jun 2018 08:19:40 +0000 https://www.divsi.de/?post_type=magazine&p=18259 Zum Inhalt: Interdisziplinäres Vorgehend dringend notwendig.  Und weitere Themen…

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Digitale Souveränität https://www.divsi.de/projekte/gesellschaft/digitaler-kodex/digitale-souveraenitaet/ Wed, 09 May 2018 07:56:10 +0000 http://46.30.3.106/?post_type=projekte&p=6207 Unter dem Stichwort „digitale Souveränität“ wird bereits seit Jahren ein breiter gesellschaftlicher Diskurs geführt. Allein ein Blick auf die unzähligen Akteure, die sich damit auseinandersetzen, offenbart die vielfältigen Perspektiven auf die Thematik und mindestens ebenso viele Zielsetzungen. Was genau wird jeweils unter „Digitaler Souveränität“ in den einzelnen Bedeutungskontexten verstanden? Die Auffächerung des Verständnisses dieses noch […]

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Unter dem Stichwort „digitale Souveränität“ wird bereits seit Jahren ein breiter gesellschaftlicher Diskurs geführt. Allein ein Blick auf die unzähligen Akteure, die sich damit auseinandersetzen, offenbart die vielfältigen Perspektiven auf die Thematik und mindestens ebenso viele Zielsetzungen.

Was genau wird jeweils unter „Digitaler Souveränität“ in den einzelnen Bedeutungskontexten verstanden? Die Auffächerung des Verständnisses dieses noch nicht eindeutig definierten Konzepts ist Voraussetzung für den weiteren Diskurs und damit insbesondere dafür, dass digitale Souveränität für alle Beteiligten letztlich auch erreicht werden kann. Das im Rahmen des Projekts „Braucht Deutschland einen digitalen Kodex?“ entstandene Themenpapier zeigt auf, wie die verschiedenen Nuancen digitaler Souveränität genutzt werden können, um die Digitalisierungspolitik wertebasiert, besonnen und vor allem für Nutzerinnen und Nutzer ergebnisorientiert voranzutreiben. Die digitale Souveränität kann insoweit als wünschenswertes Ziel für ein digitales Miteinander auf den verschiedenen Ebenen festgesetzt werden.

Das Papier bietet zunächst einen Überblick über den Begriffsinhalt, über relevante Akteure sowie den Stand der Debatte und es analysiert die Dimensionen, Vorteile und derzeitigen Grenzen des Konzepts der „digitalen Souveränität“. Nicht zuletzt zeigt es Vorschläge zur Stärkung der digitalen Souveränität auf und blickt auf die Potenziale einer weiterführenden Auseinandersetzung mit dem Konzept der digitalen Souveränität als Zielsetzung.

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DIVSI Magazin – Ausgabe 1/2018 https://www.divsi.de/publikationen/magazine/divsi-magazin-ausgabe-12018/ Thu, 29 Mar 2018 08:19:36 +0000 https://www.divsi.de/?post_type=magazine&p=17630 Zum Inhalt: Die Alterslücke ist eine Vertrauenslücke. Eine responsive Digitalisierungspolitik für Ältere kann das ändern.  Und weitere Themen…

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Zum Inhalt: Die Alterslücke ist eine Vertrauenslücke. Eine responsive Digitalisierungspolitik für Ältere kann das ändern.
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Vertrauen in Kommunikation im digitalen Zeitalter https://www.divsi.de/publikationen/studien/vertrauen-in-kommunikation-im-digitalen-zeitalter/ Fri, 08 Dec 2017 11:29:12 +0000 http://46.30.3.106/?post_type=studien&p=16587 Vorwort von Matthias Kammer Gleichsam wie ein roter Faden ziehen sich die Begriffe Vertrauen und Sicherheit durch alle Bereiche der grenzenlosen Angebotspalette des Internets. Jeder, der aus welchen Gründen und wo auch immer online geht, erwartet bei einem geöffneten Portal, dass er diesem vertrauen kann, seine Daten dort geschützt sind und es auch bleiben – […]

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Vorwort von Matthias Kammer

Gleichsam wie ein roter Faden ziehen sich die Begriffe Vertrauen und Sicherheit durch alle Bereiche der grenzenlosen Angebotspalette des Internets. Jeder, der aus welchen Gründen und wo auch immer online geht, erwartet bei einem geöffneten Portal, dass er diesem vertrauen kann, seine Daten dort geschützt sind und es auch bleiben – er sich insgesamt sicher fühlen darf.

Insoweit erleben die uralten Begriffe Vertrauen und Sicherheit gerade seit der Geburt unseres digitalen Zeitalters eine Renaissance. Für mich bilden sie praktisch das Fundament. Die Nutzer müssen darauf bauen können. Je weniger Skepsis bei ihnen vorhanden ist, umso stärker werden sie die unendliche Bandbreite des Internets nutzen. Dieses gilt selbstverständlich nicht nur für Kaufangebote oder andere kommerzielle Spielfelder. Dieses gilt gleichermaßen auch für die zunehmenden Möglichkeiten digitaler Kontakte mit Behörden oder Versorgern.

Der Convenience-Gedanke spielt im zunehmend digitalen Alltag eine große Rolle. Hauptsache bequem, es wird schon nichts Böses passieren, warum soll es gerade mich treffen? Wer will schon hören, dass Cybercrime eine absolut boomende Branche ist und auch Unternehmen immer wieder riesige Datenlecks abdichten müssen.

Vor diesem Hintergrund schien es uns höchste Zeit, nach Wegen zu suchen, die das „Vertrauen in Kommunikation im digitalen Zeitalter“ auf eine neue, höhere Ebene heben können. Zwar gehören digitale Kommunikationsmittel für die meisten heute zum Alltag. Eine von uns mit dimap kürzlich realisierte Studie zeigt jedoch, dass eine überwiegende Mehrheit der deutschen Bevölkerung mit dem aktuellen Zustand unzufrieden ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Einzelne gegenüber Behörden oder Unternehmen eigene, sensible Daten preisgeben soll.

Gerade staatliche Stellen dürften es schwer haben, ihre Angebote einer breiten Öffentlichkeit schmackhaft zu machen, wenn dort kein tiefes Vertrauen vorherrscht. Es verwundert nicht, dass die Menschen mehrheitlich sensible persönliche Nachrichten lieber klassisch-haptisch zugestellt bekommen möchten als über digitale Wege, wie eine weitere DIVSI-Untersuchung gezeigt hat.

Wie also einen Weg finden, den beide Seiten – Nutzer und Anbieter – gemeinsam gehen können? Die Untersuchung findet hierfür die folgenden grundsätzliche Überlegungen für eine künftige sichere digitale Kommunikation. Inhaltlich besagen diese:

Rechtliche, technische und organisatorische Aspekte sollten miteinander verbunden werden. Neue Maßnahmen greifen nur in einem übergeordneten Verbund. Dieser so gewährleistete Sicherheitsstandard muss den Menschen gegenüber transparent sein. Gleichzeitig ist darauf zu achten: Ein Plus an Sicherheit darf nicht durch ein Minus an Nutzerfreundlichkeit geschaffen werden.

Ausdrücklich unterstreicht die Untersuchung die unveränderte Bedeutung analoger Kommunikationsmittel. Tatsächlich scheint es mir eine Art von Arroganz zu sein, wenn Internetexperten unterstellen, jeder sei mit der digitalen Kommunikation glücklich und vertraut.

Bereits diese knappe Vorschau auf die grundsätzlichen Gedanken, in die der hier präsentierte Bericht mündet, verdeutlicht die Komplexität der Aufgabe. Skeptiker mögen fragen, ob sich all das tatsächlich in die Praxis umsetzen lässt. Ich meine, sicherlich nicht im Alleingang einzelner Beteiligter. Das notwendige gesteigerte Vertrauen in digitale Kommunikation wird sich nur in einem Zusammenwirken von Staat, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft erreichen lassen. Vor allem sollte möglichst rasch ein Anfang gemacht werden. Eine Aufgabe, der sich auch der neu formierte Bundestag nachdrücklich widmen könnte.

Positive Aktivitäten scheinen mir dringend geboten. Diese Untersuchung steuert dazu nicht nur Anregungen bei. Sie bietet darüber hinaus Anstöße, die ein Nachdenken sicherlich lohnen. Ich freue mich über jedes Feedback, natürlich auch und besonders über kritische Ansätze. Denn nur Vielfalt wird uns letzten Endes die erforderlichen Parameter liefern, aus der zum Wohle aller jener Weg gefunden wird, der zum gesteigerten Vertrauen in Kommunikation im digitalen Zeitalter führt.

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Die Digitalisierung schreitet voran – Menschen voller Hoffnung und Optimismus https://www.divsi.de/publikationen/studien/die-digitalisierung-schreitet-voran-menschen-voller-hoffnung-und-optimismus/ Mon, 09 Oct 2017 10:17:09 +0000 http://46.30.3.106/?post_type=studien&p=16583 Neue DIVSI-Umfrage: Bürger sehen in der Entwicklung auch Vorteile für sich persönlich Nie zuvor gab es ein klareres Votum der in Deutschland lebenden Menschen für Fragen rund um Digitalisierung und Internet. 75 % der Befragten sehen durch die Digitalisierung Vorteile für unser Land, 63 % auch direkte persönliche positive Auswirkungen. 84 % wollen, dass sich […]

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Neue DIVSI-Umfrage: Bürger sehen in der Entwicklung auch Vorteile für sich persönlich

Nie zuvor gab es ein klareres Votum der in Deutschland lebenden Menschen für Fragen rund um Digitalisierung und Internet. 75 % der Befragten sehen durch die Digitalisierung Vorteile für unser Land, 63 % auch direkte persönliche positive Auswirkungen. 84 % wollen, dass sich die neue Bundesregierung um den Ausbau des schnellen Internets kümmert. Und ebenfalls 84 % der Befragten ist es sehr oder eher wichtig, dass Deutschland auf dem Gebiet der Digitalisierung eine Spitzenposition einnimmt.

Das sind die Eckpunkte einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI), realisiert mit dem Meinungsforschungsinstitut dimap. Dabei wurden nach einer Zufallsauswahl 1011 Bürger in Deutschland befragt.

DIVSI-Direktor Matthias Kammer wertet das eindeutige Ergebnis als sehr erfreulich: „Es ist ein wichtiges Signal, dass die Bevölkerung den technischen Fortschritt ganz klar positiv einschätzt. Die Menschen begegnen der Digitalisierung mit Optimismus und voller Hoffnungen, nicht mit Ängsten oder Sorgen.“

Die Zahl der Skeptiker und Gleichgültigen im Hinblick auf Digitalisierung und Internet ist dagegen ausgesprochen gering. So glauben lediglich 15 %, dass Deutschland durch die Digitalisierung eher Nachteile haben wird. Genau so gering ist der Anteil derjenigen, denen es gleichgültig ist, ob sich die neue Bundesregierung um den Ausbau des schnellen Internets kümmert. Und noch niedriger (12 %) ist die Anzahl jener, denen es unwichtig oder sehr unwichtig ist, ob Deutschland bei der Digitalisierung eine Spitzenposition einnimmt.

Die Umfrage zeigt auch, dass die insgesamt bereits überwiegend positive Einstellung zur Digitalisierung in der Gruppe der Menschen mit dem höchsten Schulabschluss (Abitur, Fachhochschulreife) noch über dem Durchschnitt liegt. Besonders auffällig sind hier zwei Werte: 82 % von ihnen sind überzeugt, dass Deutschland durch die Digitalisierung eher Vorteile hat, 72 % sehen die bei Ihnen persönlich.

Matthias Kammer: „Die Ergebnisse sind in ihrer Eindeutigkeit über alle gesellschaftlichen, Bildungs- und Altersgruppen hinweg äußerst bemerkenswert. Das Internet ist überall in unserem Land angekommen.“

Die aktuelle Umfrage erfolgte nach einer repräsentativen Zufallsauswahl mit Telefoninterviews vom 26. bis 28. September 2017. Befragt wurden 1.011 in Deutschland lebende Personen über 18 Jahren. Die Studie untersuchte, ob die in Deutschland lebenden Menschen die Digitalisierung als Vor- oder Nachteil empfinden. Zudem wurde erhoben, wie wichtig den Befragten eine mögliche Spitzenposition Deutschlands in der Digitalisierung ist und ob sie die Bundesregierung in der Verantwortung sehen, schnelles Internet auszubauen.

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Gesellschaft https://www.divsi.de/projekte/gesellschaft/ Fri, 08 Sep 2017 09:05:01 +0000 http://46.30.3.106/projekte/gesellschaft/ Die Möglichkeiten des Internet greifen tief in unser Zusammenleben ein. Wie sieht sie eigentlich aus, die digitale Gesellschaft? Welche unterschiedlichen Werte, Einstellungen, Erwartungen Bedürfnisse und Kompetenzen haben die Menschen? DIVSI untersucht die ersten Schritte der Kinder in die digitale Welt, befragt Jugendliche und junge Erwachsene ebenso wie die Erwachsenen und Senioren. Welchen Einfluss hat die […]

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Die Möglichkeiten des Internet greifen tief in unser Zusammenleben ein. Wie sieht sie eigentlich aus, die digitale Gesellschaft? Welche unterschiedlichen Werte, Einstellungen, Erwartungen Bedürfnisse und Kompetenzen haben die Menschen? DIVSI untersucht die ersten Schritte der Kinder in die digitale Welt, befragt Jugendliche und junge Erwachsene ebenso wie die Erwachsenen und Senioren. Welchen Einfluss hat die Digitalisierung dabei auf die soziale Teilhabe? Sollten wir darüber nachdenken, wie sich neue Spielregeln entwickeln lassen, damit niemand benachteiligt wird. Das Institut fragt deshalb „Braucht Deutschland einen digitalen Kodex?“ und widmet sich dabei Detailfragen etwa zu Big Data oder dem Recht auf Vergessenwerden.

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Vertrauen in der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung https://www.divsi.de/publikationen/diskussionsbeitraege/vertrauen-der-wirtschaftswissenschaftlichen-forschung/ Fri, 09 Sep 2016 11:54:20 +0000 http://46.30.3.106/?post_type=schriften&p=15225 Überall da, wo sich Menschen begegnen, spielt Vertrauen eine wichtige Rolle. Das gilt zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kindern, unter Nachbarn und Kollegen, aber natürlich auch gegenüber Firmen, im Handel und in der Wirtschaft. Wenn wir immer damit rechnen müssten, dass Produkte nichts taugen, Verträge nicht eingehalten werden und Lieferungen nicht kommen, wäre vieles in unserem Alltag schwerer, umständlicher und aufwendiger.

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Geleitwort

Überall da, wo sich Menschen begegnen, spielt Vertrauen eine wichtige Rolle. Das gilt zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kindern, unter Nachbarn und Kollegen, aber natürlich auch gegenüber Firmen, im Handel und in der Wirtschaft. Wenn wir immer damit rechnen müssten, dass Produkte nichts taugen, Verträge nicht eingehalten werden und Lieferungen nicht kommen, wäre vieles in unserem Alltag schwerer, umständlicher und aufwendiger. Länder, in denen die Menschen einander in der Regel vertrauen können, sind ökonomisch erfolgreicher als Länder, in denen ein hohes Maß an Misstrauen untereinander herrscht und man immer mit dem Schlimmsten rechnen muss. Vertrauen verringert Transaktions- und Kontrollkosten, fördert Handel und Wandel, die Entwicklung der Finanzmärkte und das Wachstum der Wirtschaft.

Da Vertrauen in der Wirtschaft eine mindestens genauso große Rolle spielt wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen, ist es kein Wunder, dass sich auch die Wirtschaftswissenschaft und die Managementliteratur immer wieder mit dem Thema beschäftigt haben. In dem Überblick, der hier vorgestellt wird, nähern sich Anja Ullrich und Manuel Schubert ihm aus einem ganz spezifischen Blickwinkel, nämlich aus der Perspektive der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung: Was begünstigt die individuelle Entscheidung, einer anderen Person, einer Organisation oder einem Unternehmen zu vertrauen? Um diese Frage zu beantworten, haben die beiden eine Vielzahl von Studien aus der Verhaltensökonomie und aus der Organisationsforschung ausgewertet. Schon das ist ausgesprochen hilfreich. Um die Anreize und Risiken, die jeweils in den Befunden genannt werden, besser einordnen zu können, nutzen sie ein spieltheoretisches Modellgerüst, das zusätzliche Einsichten in das Zusammenspiel von Vertrauen und Risikokalkül ermöglicht.

Vertrauen, sagt die Forschung, basiert auf Wissen, das es erlaubt, das Verhalten des anderen besser einzuschätzen und Risiken realistisch zu kalkulieren, auf Kompetenz, also auf der Fähigkeit des Gegenübers, tatsächlich vertrauenswürdig zu handeln, und auf einer Umgebung, die vertrauensvolle Beziehungen ermöglicht. Für das digitale Zeitalter lässt sich daraus ableiten, dass die Akzeptanz neuer Technologien, Produkte und Dienstleistungen in einem hohen Maße dadurch bestimmt wird, wie sich die Anbieter in der Vergangenheit verhalten haben. Während bekannte Namen hier Vorteile genießen, weil niemand annimmt, dass sie ihr positives Image leichtfertig aufs Spiel setzen wollen, müssen sich neue Anbieter einen guten Ruf und damit Vertrauen erst erarbeiten. Sie haben es also grundsätzlich schwerer, auch wenn der steile Aufstieg von Facebook, WhatsApp oder Snapchat das kaum glauben lässt. Hebelt die Strategie, Dienste – jedenfalls vordergründig – unentgeltlich anzubieten, all das aus, was wir aus der Forschung wissen, weil das Risiko, Geld zu verlieren, dann für die Nutzer nicht gegeben ist? Auch Portale, auf denen sich Anbieter und Nachfrager gegenseitig bewerten und die Transaktionen zwischen Menschen abwickeln, die sich nicht persönlich kennen, sollen das Risiko mindern, an den Falschen zu geraten und womöglich Geld zu verlieren. Wo konkrete Erfahrungen fehlen, um Risiken einigermaßen einschätzen zu können, braucht es offenbar alternative Instrumente, damit Transaktionen massenhaft zustande kommen. Der Forschung, deren aktueller Stand in diesem Heft bilanziert wird, geht also die Arbeit nicht aus.

Anja Ullrich, die vor einigen Jahren über „Vertrauen und Krise“ promoviert hat, ist heute als Leiterin der Verwaltung bei einem innovativen Unternehmen in der Lasertechnikbranche tätig; Manuel Schubert, der unter anderem an der Konstruktion eines Vertrauensindex mitarbeitet (wie schon sein Beitrag über „Vertrauensmessung in der digitalen Welt“ in der DIVSI-Schriftenreihe erkennen ließ), arbeitet als Verhandlungsberater bei TWS Partners und ist externer Post-Doc und Lehrbeauftragter an der Universität Passau. Beiden ist für die sorgfältige Auswertung der einschlägigen Forschungen sehr zu danken, und ihrem instruktiven Überblick sind viele Leserinnen und Leser zu wünschen.

Dr. Göttrik WewerGöttrik Wewer
Hamburg, im August 2016

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Vertrauensmessung in der digitalen Welt: Übersicht und Ausblick https://www.divsi.de/publikationen/diskussionsbeitraege/vertrauensmessung-in-der-digitalen-welt-uebersicht-und-ausblick/ Thu, 02 Oct 2014 10:00:02 +0000 http://46.30.3.106/?post_type=schriften&p=9751 Vertrauen ist der Schlüssel für die digitale Wirtschaft. Da sind sich alle einig. Wenn die Menschen sich online nicht sicher fühlen und kein Vertrauen haben in das, was ihnen über das Internet angeboten wird, dann werden sie es nicht nutzen, bzw. dann werden die Potenziale des Digitalen nicht annähernd ausgeschöpft. Das gilt für E-Commerce genauso […]

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Vertrauen ist der Schlüssel für die digitale Wirtschaft. Da sind sich alle einig. Wenn die Menschen sich online nicht sicher fühlen und kein Vertrauen haben in das, was ihnen über das Internet angeboten wird, dann werden sie es nicht nutzen, bzw. dann werden die Potenziale des Digitalen nicht annähernd ausgeschöpft. Das gilt für E-Commerce genauso wie für E-Government. Nicht die Technik entscheidet darüber, ob die Menschen bestimmte Angebote nutzen, sondern von ihrem Vertrauen in die Anbieter hängt es ab, ob sie sich darauf einlassen.

Menschen sind widersprüchlich. Viele vertrauen Facebook, Google & Co. nicht und nutzen die sogenannten Sozialen Medien trotzdem. Offenbar kann man sich dem Druck, dort präsent zu sein, kaum entziehen und möchte sich auch gern dort zeigen. Das Angebot zu nutzen, ist vordergründig kostenlos, ziemlich einfach, was die Bedienung angeht, und macht auch noch Spaß. Die Risiken scheinen demgegenüber abstrakt und nicht wirklich bedrohlich. Gezielte Werbung mag nerven, kann aber auch nützlich sein. Materiell geschädigt wurden bisher nur wenige, und ernsthafte Nachteile durch das, was sie ins Netz gestellt haben, haben bisher auch nicht viele erfahren. Was soll also passieren? Wenn das Vertrauen nachhaltig erschüttert wird, dürften allerdings auch die Sozialen Medien auf Grenzen des Wachstums stoßen.

Vertrauen ist wichtig, aber schwer zu erfassen. Das ist schon in der realen Welt nicht ganz einfach, aber in der virtuellen Welt – wo man seinem Gegenüber nicht in die Augen sehen und ihn anfassen kann, wo man nicht sicher sein kann, dass er wirklich der ist, für den er sich ausgibt – noch weitaus schwerer. Ganz schwierig wird es, wenn man Indikatoren und Kennzahlen zu einer Art Index verdichten will, an dem man schnell ablesen kann, wo ein bestimmtes Land im Vergleich mit anderen steht oder wie die Menschen bestimmte Dienste bzw. bestimmte Anbieter einschätzen. Hier sind, wenn das Barometer belastbar sein und Vertrauen „richtig“ messen soll, anspruchsvolle theoretische und methodische Probleme zu lösen. Dass Transparency International seinen Corruption Index später in Corruption Perception Index umbenannte, hatte mit genau dieser Frage, nämlich was damit eigentlich gemessen wird, zu tun. Andere Indices versuchen, die Wertschätzung von Freiheit in Deutschland oder die Qualität von Demokratien weltweit zu erfassen. Das alles ist keineswegs trivial.

Manuel Schubert vom Lehrstuhl für Wirtschaftstheorie an der Universität Passau gibt in dieser Broschüre einen Überblick über Versuche, Vertrauen in der digitalen Welt zu messen. Sieben verschiedene Indizes und Studien analysiert er hinsichtlich ihrer Methodik, ihrer Konstruktion von „Vertrauen“ und ihrer Relevanz, also ihrer Wahrnehmung in Öffentlichkeit oder Wissenschaft. Angesichts der großen Bedeutung, die dem Vertrauen in der digitalen Wirtschaft allgemein zugesprochen wird, muss die überschaubare Resonanz dieser Messungen überraschen.

Alle Instrumente, Vertrauen in der digitalen Welt zu erfassen, haben ihre Stärken und Schwächen; keines ist perfekt. Das haben Instrumente so an sich. Instrumente, die alles können, gibt es nicht. Aber Manuel Schubert gibt Hinweise, worauf es ankommt, wenn man Vertrauen in der digitalen Welt künftig noch besser erfassen will. Er zeigt aber auch alternative Erhebungsmethoden auf, auf die man zurückgreifen könnte, wenn sich eine regelmäßige Erfassung („im besten Fall in Echtzeit“) nicht realisieren lassen sollte.

Das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) betrachtet den Überblick von Manuel Schubert als Beitrag zu der Diskussion, wie man Vertrauen in der digitalen Welt besser erfassen und womöglich stärken kann. Wenn Vertrauen für das Ausschöpfen der Potenziale, die das Netz für E-Commerce wie für E-Government bietet, wirklich so wichtig ist, wie alle sagen, dann lohnt es sich, diese Diskussion zu intensivieren. Mit seiner Analyse gibt Manuel Schubert dazu einige Anstöße.

Dr. Göttrik Wewer

Dr. Göttrik Wewer

Wir danken ihm für die Arbeit, die er sich gemacht hat, und wünschen seiner Analyse möglichst viele Leserinnen und Leser und vor allem die entsprechende Resonanz. Es wäre schön, wenn sie dazu anregen würde, konkret darüber nachzudenken, wie Vertrauen in der digitalen Welt besser erfasst werden kann. Denn wenn das gelingt, müsste irgendwann auch der Schlüssel für die digitale Wirtschaft besser passen, weil er entsprechend zugeschnitten ist.

Hamburg, im September 2014 Göttrik Wewer

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