Internetnutzung – DIVSI https://www.divsi.de Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet Fri, 24 May 2019 13:57:00 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.14 Internetnutzung und digitale Gräben: Status quo 2015 https://www.divsi.de/internetnutzung-und-digitale-graeben-status-quo-2015/ https://www.divsi.de/internetnutzung-und-digitale-graeben-status-quo-2015/#respond Fri, 25 Sep 2015 10:27:57 +0000 http://46.30.3.106/?p=13745 Ein Internetzugang ist für viele Erledigungen im Alltag mittlerweile unentbehrlich: von Shopping über Kommunikation, Nachrichten und Entertainment hin zu neuen E-Government-Modellen – alles verlagert sich schrittweise in die digitale Welt. Auch wenn die Mehrheit mittlerweile über einen Internetzugang verfügt, verlaufen dennoch deutliche digitale Gräben entlang bestimmter gesellschaftlicher Gruppen, wie Lee Rainie vom Pew Research Center in einer Datenauswertung […]

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Ein Internetzugang ist für viele Erledigungen im Alltag mittlerweile unentbehrlich: von Shopping über Kommunikation, Nachrichten und Entertainment hin zu neuen E-Government-Modellen – alles verlagert sich schrittweise in die digitale Welt.

Auch wenn die Mehrheit mittlerweile über einen Internetzugang verfügt, verlaufen dennoch deutliche digitale Gräben entlang bestimmter gesellschaftlicher Gruppen, wie Lee Rainie vom Pew Research Center in einer Datenauswertung zeigt.

Die Auswertung bezieht Daten aus den letzten 15 Jahre ein und gliedert die Anzahl von erwachsenen Internetnutzern in den USA nach den Faktoren Einkommen, Bildung, ethnischer Hintergrund, Alter sowie Wohnumgebung.

Einkommen verliert an Bedeutung 

Bei der Aufschlüsselung der Internetnutzer nach Haushaltseinkommen zeigt sich ein relativ homogenes Bild. Lediglich Personen aus Haushalten mit einem Einkommen unter $30.000 USD nutzen nur zu 78 Prozent das Internet. Bei Haushalten mit einem Jahreseinkommen von $30.000 bis $50.000 USD sind es bereits 87 Prozent. In der darüber liegenden Spanne von $75.000 USD bis über $150.000 USD beträgt der Anteil der Internetnutzer 94 Prozent bis 98 Prozent.

Internetnutzung nach Haushaltseinkommen

Internetnutzung variiert nur gering zwischen verschiedenen Einkommensschichten (Quelle: Pew Research)

Die Aufschlüsselung des zeitlichen Verlaufs der Entwicklung zeigt, dass die Nutzergruppe aus den Haushalten mit einem Jahreseinkommen bis zu $30.000 USD innerhalb der letzten 15 Jahre das stärkste Wachstum (von 34 Prozent auf 74 Prozent) verzeichnen konnte. Existierte im Jahr 2000 noch eine deutliche Diskrepanz zwischen Gering- (34 Prozent) und Top-Verdienern (81 Prozent), so hat sich der Anteil von Internetnutzern in den Einkommensgruppen mittlerweile einander bis auf 23 Prozent (74 Prozent vs. 97 Prozent) angenähert. Das Einkommen verlor in den letzten Jahren demnach seinen Einfluss auf die Internetnutzung, was sicherlich auf die Verbreitung kostengünstiger Zugangsmöglichkeiten zurückzuführen ist.

Internetnutzung nach Einkommen zwischen 2000-2015

Den größten Nutzungsanstieg verzeichnen die Haushalte mit einem Einkommen bis 30.000 USD (Quelle: Pew Research)

Bildung ein wichtiger Faktor

Einen deutlicheren Einfluss auf die Internetnutzung hat der Bildungsgrad. Sind nur 68 Prozent der Erwachsenen ohne High-School-Abschluss und 77 Prozent mit High-School-Abschluss online, so stellen diejenigen, die ein College besucht (93 Prozent) oder absolviert (97 Prozent) haben, deutlich höhere Anteile an Internetnutzern.

Einflussfaktor Bildung auf Zugang zum Internet

Anteil der Internetnutzer steigt mit Bildungsgrad (Quelle: Pew Research)

Ethnischer Hintergrund

Die Aufschlüsselung nach ethnischem Hintergrund zeigt dagegen keine markanten Unterschiede. Hier ist die Verteilung der weißen, schwarzen und lateinamerikanischen Internetnutzer homogen.

Ethnische Herkunft spielt keine Rolle bei Verteilung von Internet-Nutzern

Ethnischer Hintergrund spielt keine Rolle bei Verteilung von Internetnutzern (Quelle: Pew Research)

Internetnutzung bei Älteren deutlich geringer

Anders bei der Aufschlüsselung nach dem Alter. Im Alter von 18 bis 49 Jahren nutzen mit 97 Prozent fast alle das Internet. Danach kommt es in der Altersgruppe von 50 bis 64 Jahren zu einem leichten Abfall (80 Prozent). In der Altersgruppe ab 65 Jahren finden sich schließlich mit einem Anteil von 65 Prozent deutlich weniger Internetnutzer.

Internetnutzung nach Alter

Aufschlüsselung nach Alter zeigt einen deutlichen Abfall mit steigendem Alter (Quelle: Pew Research)

Weitaus stärker ist der Abfall bei der mobilen Internetnutzung: 83 bis 86 Prozent der 18- bis 49-Jährigen nutzen das mobile Internet. Bei den 50- bis 65-Jährigen sind es nur noch 58 Prozent und in der Altersgruppe ab 65 Jahren nur noch 30 Prozent.

Mobile Internetnutzung nach Alter

Anteil mobiler Internetnutzer nimmt im Alter rapide ab (Quelle: Pew Research)

 Wohnumgebung hat nur geringen Einfluss

In den Städten und Vorstädten liegt die Verbreitung von Internetnutzern mit 89 Prozent gleichauf. Lediglich auf dem Land liegt der Anteil der Internetnutzer mit 75 Prozent etwas darunter.

Internetnutzung nach Wohngegend

Anteil der Internetnutzer auf dem Land liegt um 14 Prozentpunkte unter den Städten und Vorstädten (Quelle: Pew Research)

Im zeitlichen Verlauf betrachtet zeigt sich ein weitgehend linear und parallel verlaufender Anstieg der Internetnutzung von Land und Stadt.

Entwicklung der Internetnutzung in Stadt und auf dem Land

Lineare Entwicklung in ländlichen und städtischen Gegenden (Quelle: Pew Research)

Gründe für Nicht-Internetnutzung

Die von den Befragten angegebenen Gründe gegen eine Internetnutzung lassen sich nach Lee Rainie grob in vier Kategorien einordnen:

  • Mangelnde Relevanz (34 Prozent)
  • Mangelnde Kenntnisse (32 Prozent)
  • Finanzielle Gründe (19 Prozent)
  • Fehlende Verfügbarkeit (7 Prozent) 

Hier spiegelt sich auch erneut das Ergebnis wider, dass Einkommen und Wohngegend für die Internetnutzung eher eine untergeordnete Rolle spielen. Technologien sind mittlerweile im Preis stark gesunken und weit verbreitet. Stärkeren Einfluss auf die Internetnutzung haben hingegen die Faktoren Bildung und Alter. Hier werden Web-Angebote verstärkt für die eigene Lebenssituation als nicht relevant erachtet oder es besteht schlichtweg keine Kenntnis darüber.

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DIVSI U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt – Die U25-Generation im Portrait [Infografik] https://www.divsi.de/u25-studie-infografik-portrait/ https://www.divsi.de/u25-studie-infografik-portrait/#comments Mon, 10 Mar 2014 13:12:07 +0000 http://46.30.3.106/?p=5978 Wenn es um digitales Leben geht, stehen junge Menschen häufig im Fokus der Aufmerksamkeit. Grund dafür ist die Annahme, dass vor allem diese Gruppe die zukünftige Entwicklung des Internets und den Umgang damit wesentlich mitbestimmen wird. Nachdem in der DIVSI Milieu-Studie (2012) und der Aktualisierung (2013 ) die Internetnutzung von Erwachsenen im Fokus stand, wendet […]

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Wenn es um digitales Leben geht, stehen junge Menschen häufig im Fokus der Aufmerksamkeit. Grund dafür ist die Annahme, dass vor allem diese Gruppe die zukünftige Entwicklung des Internets und den Umgang damit wesentlich mitbestimmen wird.

Nachdem in der DIVSI Milieu-Studie (2012) und der Aktualisierung (2013 ) die Internetnutzung von Erwachsenen im Fokus stand, wendet sich DIVSI in seiner aktuellen „U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt“ den digitalen Lebenswelten der U25-Generation zu.

In unserer Infografik-Serie haben wir die zentralen Aspekte der U25-Studie zusammengestellt. Der erste Teil liefert Antworten auf die Frage: Wer sind die Akteure der U25-Generation?

DIVSI Infografik U25-Generation im Portrait

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Erste Spezialklinik zur Behandlung von Internet-Sucht https://www.divsi.de/erste-spezialklinik-zur-behandlung-von-internet-sucht/ https://www.divsi.de/erste-spezialklinik-zur-behandlung-von-internet-sucht/#respond Wed, 02 Oct 2013 08:59:20 +0000 http://46.30.3.106/?p=5028 Bradford – „Bist Du länger online, als Du es eigentlich wolltest? Fühlst Du dich ängstlich oder verunsichert, wenn Du zeitweilig nicht im Netz aktiv bist?“ Wer solche Fragen mit JA beantworten muss, könnte in einer gesundheitlichen Krise stecken. Internet-Sucht heißt die Gefahr, gegen die in den USA erstmals gezielt klinisch vorgegangen wird. Experten sind sicher: […]

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digital addict

Bild: Ilya Andriyanov – Shutterstock

Bradford – „Bist Du länger online, als Du es eigentlich wolltest? Fühlst Du dich ängstlich oder verunsichert, wenn Du zeitweilig nicht im Netz aktiv bist?“

Wer solche Fragen mit JA beantworten muss, könnte in einer gesundheitlichen Krise stecken. Internet-Sucht heißt die Gefahr, gegen die in den USA erstmals gezielt klinisch vorgegangen wird.

Experten sind sicher: Jetzt, da das Internet ein leicht zugänglicher und wesentlicher Teil unseres Lebens geworden ist, droht diese Technik für einige zur zerstörenden Kraft zu werden.

Diese jüngst eröffnete erste Spezial-Klinik gegen Internet-Sucht ist untergebracht im Regional Medical Center von Bradford (US-Bundesstaat Pennsylvania). Die Leitung hat die Psychologin Kimberly Young, die bereits seit 1994 dieses Phänomen erforscht. Den Anstoß für ihre Arbeit erhielt sie im unmittelbaren privaten Umfeld. Damals musste Kimberly Young beobachten, wie die Ehe ihrer Freundin zerbrach, weil der Mann über 50 Stunden wöchentlich in Chat Rooms verbrachte.

Zwar gibt es bereits eine Reihe ganz unterschiedlicher Therapieangebote für Internet-Süchtige. Diese Entzugsprogramme helfen Patienten therapeutisch und mit Kurzzeit-Ansätzen.

Die Behandlung im Bradford Medical Center greift dagegen tiefer. Hier werden Patienten medikamentös eingestellt. Nach entsprechender Diagnose bekämpfen die Experten die tieferen Suchtprobleme: Depression oder Angststörungen. In dieser weitreichenden Konsequenz bei der Behandlung von Internet-Sucht ist das Bradford-Programm bislang einmalig.

Young und ihre Kollegen behandeln Internet-Sucht wie ein physisches oder mentales Gebrechen, vergleichbar etwa mit Alkohol- oder Drogensucht.

Weitere Infos hier:

Internetsucht, Reha-Klinik in USA:
http://nationalreport.net/internet-addiction-rehab-center-opens-1000s-facebook-pages-shut/

 

Debatte: Was ist Internetsucht? Stimmt die Stereotype vom Nerd Online-Gamer? und Meinung zu Reha-Camps in Japan

http://www.thelmagazine.com/TheMeasure/archives/2013/09/03/internet-addiction-is-a-real-thing-no-really/

 

Erste Reha-Klinik für Internet-Süchtige in USA, Was ist Internetsucht? Ist es ein ernstzunehmendes Thema?
http://www.policymic.com/articles/62219/inside-the-first-rehab-clinic-for-internet-addicts

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