Digital Leadership – DIVSI https://www.divsi.de Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet Fri, 24 May 2019 13:57:00 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.14 „Digital Leadership“ revisited https://www.divsi.de/digital-leadership-revisited/ https://www.divsi.de/digital-leadership-revisited/#respond Tue, 14 Nov 2017 17:58:30 +0000 http://46.30.3.106/?p=16469 Digitalisierung in Unternehmen ist zur Chefsache geworden. Von Markus Klimmer Im November 2016 wurde das Buch „Digital Leadership – Wie Deutschlands Top-Manager den Wandel gestalten“ veröffentlicht. Grundlage waren Interviews mit 31 Vorstandsvorsitzenden aus Wirtschaft, öffentlichen Organisationen und Gewerkschaften. Seitdem hat sich in der Einstellung der CEOs und der Situation einiges geändert, wie aktuelle Interviews zeigen. […]

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„Digital Leadership“ revisited

3. Hamburger Wirtschaftsdialog des NIT (v. l.): Markus Klimmer, Svenja Teichmann (crowdmedia), Matthias Kammer (DIVSI), Doreen Nowotne (Aufsichtsrätin Jenoptik, Brenntag), Dr. Johann Bizer (CEO Dataport) (Foto: Jan Brandes)

Digitalisierung in Unternehmen ist zur Chefsache geworden.

Von Markus Klimmer

Im November 2016 wurde das Buch „Digital Leadership – Wie Deutschlands Top-Manager den Wandel gestalten“ veröffentlicht. Grundlage waren Interviews mit 31 Vorstandsvorsitzenden aus Wirtschaft, öffentlichen Organisationen und Gewerkschaften. Seitdem hat sich in der Einstellung der CEOs und der Situation einiges geändert, wie aktuelle Interviews zeigen. Was genau – daraus lassen sich zehn Kernaussagen ableiten:

1. Nicht zuständig ist nicht mehr denkbar

Vor zwei Jahren antworteten über 20 Prozent der CEOs mit dem Hinweis auf ihre Nichtzuständigkeit. Man solle dieses Thema mit dem CIO besprechen. Inzwischen wird die Digitale Transformation als Chefsache des CEO gesehen.

2. Führungstypologien 2017

Vor einem Jahr konnten wir erste Muster bei den Führungstypologien von CEOs beim Thema Digital erkennen: „Frühe Natives“, „Analytiker und Verstehenwoller“, „Schnelle Pragmatiker“, „Moderatoren des Prozesses“, die einen Ansatz „Leading from behind“ wählen, visionäre Führungskräfte, die ein „Leading from the front“ verfolgen, und die seltene Spezies der IT- und Technologiefachleute.

Heute werden Führungsfähigkeiten umschrieben mit hierarchiefrei, Mobilisierer und Integratoren, technologisch neugierig. Es gilt, das gesamte Wissen der Organisation zu mobilisieren.

3. Digitalkompetenz ist nicht Technologiekompetenz

Die Digitalkompetenz von Führungskräften genauso wie Organisationen leitet sich nicht aus ihrer Technologiekompetenz ab, sondern daraus, einen technologiegetriebenen Wandel zu gestalten.

4. In Umbruchsituationen haben „General Manager“ bessere Karten

Wir neigen dazu, die digitale Revolution als etwas nie da Gewesenes, Unvergleichbares zu sehen. Aber große Umbruchsituationen gab es schon zuhauf. Früher und jetzt scheint zu gelten: Im Umbruch brauchen wir Führungskräfte, die sich rasch auf Neues einstellen können, Menschen dabei mitnehmen, kommunikativ sind und Fehler eingestehen können.

5. HR und IT-Manager werden nicht als Top-Führungskräftepool gesehen

In deutschen Unternehmen agiert die HR-Funktion oft weit vom eigentlichen Geschäft. Kann dies ein entscheidenderer Engpass der Digitalisierung sein als fehlende IT-Manager? Letztere haben mit der HR-Funktion übrigens gemein, dass sie als Top-Führungskräftereservoir fast völlig ignoriert werden. Und das ist nicht gut so.

6. Aufsichtsräte mehrheitlich hilflos

Derzeit wird nicht mehr das Desinteresse der Aufsichtsräte beklagt, sondern ihre Hilflosigkeit. Wer nicht weiß, was Digitalisierung ist, der fällt bei der Auswahl von Führungskräften leicht auf den coolen digitalen Phänotyp rein, meist ohne Führungserfahrung. Keine gute Basis für den Digitalumbau von Unternehmen.

7. Von „E-Commerce“ zu „Digital at the Core“

„Digital“, das hieß vor Kurzem für viele Führungskräfte noch ein „aufgeklebtes“ digitales „Front-end“. Nun ist klar: Digitalisierung heute ist „The Core“, der Kern der Produktions- und Lieferketten.

8. Die schleichende Entzauberung des Digitalstandortes Berlin

Damit hängt die Relativierung des Standortes Berlin zusammen. Die zwei aus Sicht der CEOs wichtigsten Mitarbeiterdimensionen bekommt man dort nicht: (1) Ein tiefes Verständnis von Produktion und (2) die Integrationsfähigkeit und -willigkeit in ein Unternehmen. Digitalisierung heißt eben auch Digitalisierung von innen.

9. Die Digitalisierung des Unternehmens geht nur Hand in Hand mit der Digitalisierung des Ökosystems

Wir brauchen Führungspersönlichkeiten, die verstehen, dass sie sich auch jenseits der Unternehmensgrenzen kümmern müssen: um Zulieferer, Vertriebspartner, Lehrstühle und Forschungsschwerpunkte in der Region, um Berufsschulen … Der Erfolg und die Schwungmasse ergeben sich aus der Digitalisierung des gesamten Ökosystems eines Unternehmens.

10. Dortmund, Stuttgart, München – aus Old Economy wird New Economy

Die gute Nachricht für die „Old Economy“: Die „New Economy“ wird genau dort entstehen MÜSSEN. Digitalisierung „at the core“ kann nicht verlagert werden an coole Standorte.

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Save the date: 28.09. – Digital Leadership – Chancen, Visionen und der Alltag https://www.divsi.de/save-the-date-28-09-digital-leadership-chancen-visionen-und-der-alltag/ https://www.divsi.de/save-the-date-28-09-digital-leadership-chancen-visionen-und-der-alltag/#respond Fri, 29 Sep 2017 11:10:34 +0000 http://46.30.3.106/?p=16112 3. Hamburger Wirtschaftsdialog des Northern Institute of Technology Management in Kooperation mit der Bucerius Law School und dem Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DVISI) Wann: 28. September 2017, 18 Uhr Wo: Bucerius Law School in Hamburg Die Folgen der Digitalisierung haben auf allen gesellschaftlichen Ebenen erheblichen Einfluss auf unser Leben gewonnen, privat […]

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3. Hamburger Wirtschaftsdialog

3. Hamburger Wirtschaftsdialog des Northern Institute of Technology Management in Kooperation mit der Bucerius Law School und dem Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DVISI)

Wann: 28. September 2017, 18 Uhr
Wo: Bucerius Law School in Hamburg

Die Folgen der Digitalisierung haben auf allen gesellschaftlichen Ebenen erheblichen Einfluss auf unser Leben gewonnen, privat wie beruflich. Das jedenfalls ist gängige Meinung. Doch – sind es tatsächlich alle? Wie verhält es sich bei deutschen Top-Managern? Hat die Digitalisierung auch Auswirkungen auf ihr Führungsverhalten, mussten die CEOs insoweit dazulernen und umdenken? Oder schert sie die gesamte Entwicklung in ihrem Handeln nur peripher?

Die Autoren Markus Klimmer und Jürgen Selonke haben in ihrem Buch „Digital Leadership – Wie Top-Manager in Deutschland den Wandel gestalten“ (ein Projekt des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet, DIVSI) 31 sehr persönliche Interviews mit obersten Führungskräften aus Wirtschaft, öffentlichem Sektor und Gewerkschaften geführt. Auf der Basis dieser Recherchen hat Markus Klimmer sechs unterschiedliche Typen dieser höchsten Chefs identifiziert: „Frühe Natives‘“, „Analytiker und Verstehenwoller“, „Schnelle Pragmatiker“, „Moderatoren des Prozesses“, die einen Ansatz „Leading from behind“ wählen, visionäre Führungskräfte, die ein „Leading from the front“ verfolgen, und zu guter Letzt die seltene Spezies der IT- und Technologiefachleute.

Doch wie erfolgreich kann ein Wandel sein, wenn die Aufsichtsräte nicht mitziehen? Welche Rolle spielen sie beim Thema Digital Leadership? Und: Wie unterscheidet sich die digitale Führungskultur in traditionellen Unternehmen von der Startup-Kultur in der Gründerszene?

Hierüber diskutierten wir am 28. September 2017 mit Ihnen im Moot Court der Bucerius Law School, Jungiusstraße 6, 20355 Hamburg ab 18 Uhr. Auf dem Podium waren dabei: Dr. Markus Klimmer, Autor des Buches #DigitalLeadership, Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender Dataport AöR, Doreen Nowotne, selbständige Unternehmensberaterin und Aufsichtsratsmitglied der Jenoptik AG und der Brenntag AG und Svenja Teichmann, Gründerin und Geschäftsführerin der crowdmedia GmbH.

Programm:

Programm  
18:00 Uhr Einlass
18:30 Uhr Begrüßung
Verena Fritzsche, CEO NIT Northern Institute of Technology Management
Matthias Kammer, Direktor Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI)
18:45 Uhr Impulsvortrag
Dr. Markus Klimmer, Autor des Buches „#DigitalLeadership – Wie Top-Manager in Deutschland den Wandel gestalten“
19:05 Uhr

Podiumsdiskussion: „Digital Leadership 2020 – Wie geht es weiter?“

Dr. Markus Klimmer, Autor des Buches „#DigitalLeadership“
Dr. Johann Bizer, Vorstandsvorsitzender Dataport AöR
Doreen Nowotne, selbständige Unternehmensberaterin und Aufsichtsrätin der Jenoptik AG und der Brenntag AG
Svenja Teichmann, Gründerin und Geschäftsführerin der crowdmedia GmbH

Moderation: Matthias Kammer, Direktor Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI)

20:30 Uhr Ausklang & Networking
Dr. Markus Klimmer

Foto: Privat

Dr. Markus Klimmer ist Autor des Buches #DigitalLeadership – Wie Top-Manager in Deutschland den Wandel gestalten. Bis 2016 war er als Managing Director bei der Accenture GmbH tätig und zuvor als Wirtschaftsberater von Bundesaußenminister und Vizekanzler Dr. Frank-Walter Steinmeier aktiv. Ferner leitete er den Bereich „Public Sector“ bei McKinsey & Company. Klimmer studierte Politik- und Verwaltungswissenschaften, Volkswirtschaftslehre sowie öffentliches Recht.

Dr. Johann Bizer

Foto: Dataport

Seit November 2011 ist Dr. Johann Bizer Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister Vitako sowie Vorsitzender des Dataport-Vorstands. Er begann seine Laufbahn am Institut für öffentliches Recht der Universität Frankfurt am Main. Anschließend war Bizer als stellvertretender Landesbeauftragte für den Datenschutz beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Schleswig-Holstein verantwortlich. Dr. Johann Bizer ist promovierter Rechtswissenschaftler.

Doreen Nowotne

Foto: Brenntag

Doreen Nowotne ist Unternehmensberaterin auf den Gebieten Corporate Development, M&A und Finanzen. Darüber hinaus ist sie Aufsichtsrätin bei den börsennotierten Unternehmen Brenntag AG und Jenoptik AG. Davor war sie 13 Jahre bei BC Partners und UBS Capital im Private Equity Geschäft sowie anschließend als Mitglied der Geschäftsleitung der VAT Vakuumventile AG, einem Schweizer Technologieunternehmen, tätig. Nach dem Abschluss ihres Studiums der Betriebswirtschaftslehre begann sie ihre Laufbahn bei Arthur Andersen.

Svenja Teichmann

Foto: crowdmedia

Svenja Teichmann ist Gründerin und Geschäftsführerin der crowdmedia GmbH, einer digitalen Beratungsagentur für Content- und Online-Marketing. Bei crowdmedia berät sie Unternehmen im B2C- und B2B-Bereich mit Fokus auf Digitalstrategie, Online-Marketing sowie Social Media und Content-Marketing. Darüber hinaus ist Svenja Teichmann als Trainerin, Speakerin und Moderatorin tätig. Sie schult Führungskräfte in den Themen Digitale Transformation und Digital Leadership.

Über Ihre Teilnahme freuen wir uns.

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