SINUS-Institut – DIVSI https://www.divsi.de Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet Fri, 24 May 2019 13:57:00 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.14 Mediennutzung und Medienkompetenz in jungen Lebenswelten https://www.divsi.de/mediennutzung-und-medienkompetenz-jungen-lebenswelten/ https://www.divsi.de/mediennutzung-und-medienkompetenz-jungen-lebenswelten/#respond Fri, 18 Jul 2014 12:16:47 +0000 http://46.30.3.106/?p=7552 Media Perspektiven hat in Zusammenarbeit mit dem SINUS-Institut eine repräsentative Umfrage zu den jugendlichen Lebenswelten durchgeführt. Dafür wurden 2001 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14-29 Jahren zu vier Untersuchungsschwerpunkten befragt: Mediennutzung Gesprächspartner bei Medienthemen Glaubwürdigkeit von Medienaussagen Selbsteinschätzung hinsichtlich der eigenen Medienkompetenz sowie Computer- und Internetkompetenz Die Umfrage kam zu ähnlichen Resultaten wie unsere U25-Studie. Die […]

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Internet-Milieus nach der Media Perspektiven/SINUS-Umfrage

Internet-Milieus nach der Media Perspektiven/SINUS-Umfrage (Bild: Media Perspektiven)

Media Perspektiven hat in Zusammenarbeit mit dem SINUS-Institut eine repräsentative Umfrage zu den jugendlichen Lebenswelten durchgeführt. Dafür wurden 2001 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14-29 Jahren zu vier Untersuchungsschwerpunkten befragt:

  • Mediennutzung
  • Gesprächspartner bei Medienthemen
  • Glaubwürdigkeit von Medienaussagen
  • Selbsteinschätzung hinsichtlich der eigenen Medienkompetenz sowie Computer- und Internetkompetenz

Die Umfrage kam zu ähnlichen Resultaten wie unsere U25-Studie. Die zentralen Ergebnisse:

  • Die Mehrzahl der Befragten ist täglich online. Dabei steigt die Nutzungfrequenz mit zunehmendem Alter: 75 Prozent der Minderjährigen sind täglich im Internet, während unter den Volljährigen bereits 83 Prozent täglich im Internet unterwegs sind.
  • Mediennutzung ist ein fester Bestandteil im Alltag der 14- bis 29-Jährigen. Durch alle Bildungs- und Altersschichten hindurch steht das Internet an oberster Stelle der am häufigsten genutzten Medien, danach folgen Fernsehen, Radio und Mp3.
  • Medien gelten als unterschiedlich glaubwürdig. Die Mehrheit der Befragten fühlt sich zum tagesaktuellen politischen Geschehen am besten durch Nachrichtenseiten und öffentlich-rechtliche Fernsehprogramme informiert. Auffällig ist, dass den Online-Communities nur eine geringe Glaubwürdigkeit zugeschrieben wird.
  • Über alle Alters- und Bildungsschichten hinweg sind Computerspiele (41 Prozent), Mode (35 Prozent), Handys/Smartphones und Computer (jeweils 35 Prozent) sowie überregionale Nachrichten (28 Prozent) die beliebtesten Themen beim Surfen im Internet. Erwartungsgemäß zeigen sich hier typische geschlechter- und altersspezifische Unterschiede. Jungen interessieren sich eher für Computerspiele, Smartphones und Computer und Mädchen eher für Mode. Mit zunehmendem Alter verbreitert sich das Themen- und Interessenspektrum.
  • Die eigene Medienkompetenz wird überwiegend als gut eingeschätzt. Über 80 Prozent bewerten den eigenen Umgang mit dem Internet und die Informationssuche im Internet mit „sehr gut“ bis „gut“. Auch bei Smartphones geben 77 Prozent der Befragten an, sie kennen sich „sehr gut“ bis „gut“ aus.

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DIVSI U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt – Einflussfaktoren Bildung, Alter und Geschlecht [Infografik] https://www.divsi.de/u25-infografik-einflussfaktoren-bildung-alter-geschlecht/ https://www.divsi.de/u25-infografik-einflussfaktoren-bildung-alter-geschlecht/#comments Wed, 19 Mar 2014 11:06:28 +0000 http://46.30.3.106/?p=6123 Digital Native ist nicht gleich Digital Native – schon im ersten Teil unserer Infografik-Serie zur DIVSI U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene stellten wir die U25-Generation vor. Dabei widerlegten wir die gängige Vorstellung, dass die junge Generation eine homogene Masse von Internetusern sei. Im zweiten Teil unserer Infografik-Serie widmen wir uns der Frage, wie sich die […]

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Digital Native ist nicht gleich Digital Native – schon im ersten Teil unserer Infografik-Serie zur DIVSI U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene stellten wir die U25-Generation vor. Dabei widerlegten wir die gängige Vorstellung, dass die junge Generation eine homogene Masse von Internetusern sei.

Im zweiten Teil unserer Infografik-Serie widmen wir uns der Frage, wie sich die Faktoren Alter, Bildung und Geschlecht auf die Internetnutzung der U25-Generation auswirken:

DIVSI Infografik U25-Generation in der digitalen Welt - Einflussfaktoren Bildung, Alter, Geschlecht

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DIVSI U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt – Die U25-Generation im Portrait [Infografik] https://www.divsi.de/u25-studie-infografik-portrait/ https://www.divsi.de/u25-studie-infografik-portrait/#comments Mon, 10 Mar 2014 13:12:07 +0000 http://46.30.3.106/?p=5978 Wenn es um digitales Leben geht, stehen junge Menschen häufig im Fokus der Aufmerksamkeit. Grund dafür ist die Annahme, dass vor allem diese Gruppe die zukünftige Entwicklung des Internets und den Umgang damit wesentlich mitbestimmen wird. Nachdem in der DIVSI Milieu-Studie (2012) und der Aktualisierung (2013 ) die Internetnutzung von Erwachsenen im Fokus stand, wendet […]

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Wenn es um digitales Leben geht, stehen junge Menschen häufig im Fokus der Aufmerksamkeit. Grund dafür ist die Annahme, dass vor allem diese Gruppe die zukünftige Entwicklung des Internets und den Umgang damit wesentlich mitbestimmen wird.

Nachdem in der DIVSI Milieu-Studie (2012) und der Aktualisierung (2013 ) die Internetnutzung von Erwachsenen im Fokus stand, wendet sich DIVSI in seiner aktuellen „U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt“ den digitalen Lebenswelten der U25-Generation zu.

In unserer Infografik-Serie haben wir die zentralen Aspekte der U25-Studie zusammengestellt. Der erste Teil liefert Antworten auf die Frage: Wer sind die Akteure der U25-Generation?

DIVSI Infografik U25-Generation im Portrait

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Breites Medienecho zur DIVSI U25-Studie https://www.divsi.de/breites-medienecho-zur-divsi-u25-studie/ https://www.divsi.de/breites-medienecho-zur-divsi-u25-studie/#respond Fri, 07 Mar 2014 14:28:13 +0000 http://46.30.3.106/?p=6093 Die von uns am 06.03.2014 in Berlin vorgestellte U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt hat ein breites Echo in den Medien gefunden. Nachdem bereits die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Volksfreund, Der Tagesspiegel und Die Welt über unsere U25-Studie berichteten, folgte am Abend ein detaillierter Videobericht im ARD Nachtmagazin (ab Minute 14:14). Einen weiteren spannenden Videobeitrag lieferte ZDF […]

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Die von uns am 06.03.2014 in Berlin vorgestellte U25-Studie: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt hat ein breites Echo in den Medien gefunden.

Nachdem bereits die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Volksfreund, Der Tagesspiegel und Die Welt über unsere U25-Studie berichteten, folgte am Abend ein detaillierter Videobericht im ARD Nachtmagazin (ab Minute 14:14).

Einen weiteren spannenden Videobeitrag lieferte ZDF heute:

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Outsiders aus Neandertal und die heile, digitale Welt https://www.divsi.de/outsiders-aus-neandertal-und-die-heile-digitale-welt/ https://www.divsi.de/outsiders-aus-neandertal-und-die-heile-digitale-welt/#comments Thu, 19 Dec 2013 14:29:52 +0000 http://46.30.3.106/?p=5488 Nach zwei Jahren wurden die Daten zu den DIVSI Internet-Milieus erneut erhoben, um den Stand der Entwicklung in Deutschland zu überprüfen Von Joanna Schmölz Hamburg – Mobile Endgeräte, einfach zu nutzende Apps und der unaufhaltsam fortschreitende Ausbau der Telekommunikationsnetze werden dafür sorgen, dass es den real existierenden „Offliner“ nicht mehr lange geben wird. So heißt […]

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Outsiders aus Neandertal und die heile, digitale Welt

Bild: goodluz – Shutterstock

Nach zwei Jahren wurden die Daten zu den DIVSI Internet-Milieus erneut erhoben, um den Stand der Entwicklung in Deutschland zu überprüfen

Von Joanna Schmölz

Hamburg – Mobile Endgeräte, einfach zu nutzende Apps und der unaufhaltsam fortschreitende Ausbau der Telekommunikationsnetze werden dafür sorgen, dass es den real existierenden „Offliner“ nicht mehr lange geben wird. So heißt es jedenfalls überall. Danach ist alles eitel Sonnenschein in einer rundum digitalisierten Welt.

Und falls die Technik dies nicht schaffen sollte, löst eben die Demografie das Problem. Davon jedenfalls sind die Entscheider in Deutschland überzeugt, wie DIVSI in einer repräsentativen Studie von Anfang 2013 herausgefunden hat. Derzeit haben wir zwar noch rund 26 Millionen „Digital Outsiders“ bei uns – Menschen also, die komplett oder beinahe komplett ohne Internet leben. Für die Entscheider ist das jedoch nichts, wie ein Zitat belegt: „Das ist eine große Gruppe, aber die Neandertaler waren auch eine große Gruppe und die sind ja dann auch ausgestorben…!“

Ist es tatsächlich so? Werden die „Digital Outsiders“ von der digitalen Landkarte verschwinden? Ein Vergleich von zwei DIVSI-Untersuchungen bringt Licht in das Dunkel.

DIVSI hat 2011 in der „Milieu-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im Internet“ erstmals die Landschaft der digitalen Lebenswelten in Deutschland ermittelt und beschrieben. Sie wurde repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 14 Jahren erstellt. Die DIVSI Internet- Milieus gruppieren Menschen nach der Ähnlichkeit ihrer Einstellungen und Verhaltensweisen in punkto Vertrauen und Sicherheit im Internet. Damit ist diese Untersuchung weit mehr als eine reine Nutzer-Typologie, die lediglich erfasst, wer wie häufig wo im Netz unterwegs ist.

Als in dieser Form einzigartige Segmentierung sollen die DIVSI Internet- Milieus als Zielgruppenwährung im digitalen Kontext etabliert werden. Hierzu gehört die regelmäßige Aktualisierung, um eventuelle Größenveränderungen und Neu-Formationen der einzelnen Gruppen rechtzeitig zu erfassen. Nur dann lassen sich auf Dauer stabile Zeitreihen generieren.

Vor diesem Hintergrund haben wir im Sommer 2013 die Daten erneut erhoben, um zu überprüfen, wie sich die digitale Gesellschaft bei uns in den letzten beiden Jahren entwickelt hat.

Die Ergebnisse lassen Antworten auf zwei wichtige Fragen zu:

Sind Offliner und Outsiders bald wirklich Schnee von gestern?

Keinesfalls! Das zeigen zumindest die aktualisierten DIVSI Internet-Milieus. Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich die Entwicklungen in der digitalen Gesellschaft von technischen Innovationen allein nicht beeinflussen lassen. Vielmehr speisen sich die Gründe für oder gegen die Internet-Nutzung aus den grundsätzlichen Einstellungen der Menschen, ihrer Wert-Orientierung und Lebensweise sowie ihrem Bildungsgrad und ihrer sozialen Lage. Ob jemand zum Beispiel soziale Netzwerke oder ein E-Government-Angebot nutzt, hängt hiervon ebenso ab, wie von den individuellen Ansprüchen an Convenience und Sicherheit.

Welche Rolle spielt das Alter tatsächlich?

Auf jeden Fall nicht den Hauptpart, wie viele Entscheider mit ihrer „Neandertaler-Meinung“ glauben. Die Fakten belegen etwas anderes. Demnach ist es zu kurz gegriffen, davon auszugehen, dass sich die Thematik mit den Offlinern, den Outsiders, den „Alten“ und Verunsicherten durch Demografie oder durch einen vereinfachten Zugang zu digitalen Angeboten in Kürze von allein erledigt haben wird.

Dabei spielt es auch keine Rolle, dass viele „Digital Outsiders“ – derzeit immer noch 37 Prozent der Bevölkerung! – im Durchschnitt älter als der Rest der digitalen Gesellschaft sind. Ein großer Teil von ihnen steht noch mitten im (Berufs-) Leben. 53 Prozent der „Internetfernen Verunsicherten“ und 89 Prozent der „Ordnungsfordernden Internet-Laien“ sind unter 69 Jahre alt und damit in vielerlei Hinsicht im allerbesten Alter.

Insgesamt zeigt auch die jüngste Erhebung, dass die DIVSI Internet-Milieus trotz der rasanten digitalen Entwicklung stabil bleiben, weil sie die Motive und Barrieren der Internet-Nutzung ganzheitlich betrachten. Die Milieus bleiben damit über einen längeren Zeitraum ein belastbares Instrument, mit dem die digitale Gesellschaft „vermessen“ werden kann und sich ihr Zustand zuverlässig beschreiben lässt. Nach zwei aufeinanderfolgenden Befragungswellen lassen sich erste Tendenzen erkennen und darauf gestützt Entwicklungen aufzeigen. Schon heute sind wir auf die nächsten Untersuchungsergebnisse gespannt, mit denen die Entwicklung weiter beschrieben werden kann.

  • Häufig wird davon ausgegangen, dass der rasante technologische Fortschritt unablässig neue „Digitale Generationen“ hervorbringt (Generation@, Generation Smartphone etc). Die vorliegenden Ergebnisse zeigen allerdings, dass Einstellungsmuster hinsichtlich digitaler Themenfelder relativ konstant bleiben. Auch wenn also die technische Ausstattung jährlich aktualisiert wird, ändert sich nicht gleichzeitig die digitale Denkweise; beispielsweise wird ein „Verantwortungsbedachter Etablierter“ auch mit seinem Tablet der aktuellsten Entwicklungsstufe weiterhin durch Zurückhaltung und Selbstschutzmaßnahmen sein persönliches Risiko im Internet zu mindern versuchen.
  • Zum anderen zeigt auch ein Blick in die Entwicklung der sozialen Milieus in Deutschland, dass übergeordnete Einstellungsmuster und die Zugehörigkeit von Menschen zu bestimmten Gruppen relativ stabil sind. Qualitativ neue Formationen einer Gesellschaft entwickeln sich in der Regel eher in langsamen Schritten von acht bis zehn Jahren.
  • Zudem scheint der Zuwachs bei den „Digital Natives“ von der demografischen Entwicklung kompensiert zu werden, wie die Entwicklung der „Internetfernen Verunsicherten“ zeigt. Diese werden als Gruppe nicht etwa kleiner, sondern lediglich älter.

Ergebnisse im Detail

Die folgende Darstellung zeigt einen Vergleich zwischen der Ersterhebung und Modellierung aus dem Jahr 2011 mit der ersten Aktualisierung aus dem Jahr 2013. Dabei werden leichte Verschiebungen in der Verteilung der Befragten über die verschiedenen digitalen Lebenswelten deutlich.

  • Das Segment der „Digital Natives“ nimmt insgesamt um drei Prozentpunkte zu und steigt damit auf 44 Prozent der Bevölkerung. Diese Entwicklung erklärt sich durch leichte Zuwächse bei den „Digitalen Souveränen“ und den „Effizienzorientierten Performern“
  • Das Segment der „Digital Immigrants“ bleibt annähernd konstant mit leicht abnehmender Tendenz von 20 auf jetzt 19 Prozent.
  • Das Segment der „Digital Outsiders“ verkleinert sich insgesamt um zwei Prozentpunkte (von 39 auf 37 Prozent der Bevölkerung). Diese Veränderung ist allerdings nur bei den „Ordnungsfordernden Internet-Laien“ erkennbar, die „Internetfernen Verunsicherten“ bleiben mit 27 Prozent konstant.

Ein vertiefender Blick in die soziodemographischen Profile der DIVSI Internet-Milieus zeigt ebenso leichte Veränderungen hinsichtlich Alter und Geschlecht. So nimmt der Anteil der Frauen bei den „Digital Souveränen“ und den „Effizienzorientierten Performern“ jeweils um sieben bzw. elf Prozentpunkte zu. Zudem steigt der Anteil der über 60-Jährigen bei den „Internetfernen Verunsicherten“ von 63 auf 74 Prozent.

  • „Digital Souveräne“ und „Effizienzorientierte Performer“ verzeichnen Zuwächse in der Altersgruppe der unter 40-Jährigen. Bei den „Digital Souveränen“ steigt der Anteil von 63 auf 68 Prozent, bei den „Effizienzorientierten Performern“ von 50 auf 56 Prozent.
  • Bei den „Postmateriellen Skeptikern“ und den „Internetfernen Verunsicherten“ sind deutliche Vergrößerungen bei den über 60-Jährigen sichtbar. Bei den „Postmateriellen Skeptikern“ steigt ihr Anteil von 20 auf 31 Prozent, bei den „Internetfernen Verunsicherten“ von 63 auf 74 Prozent.
  • Der Anteil der Frauen nimmt bei den „Digital Souveränen“ und den „Effizienzorientierten Performern“ zu: Bei den „Digital Souveränen“ steigt er von 32 auf 39 Prozent, bei den „Effizienzorientierten Performern“ von 37 auf 48 Prozent.
  • Die „Ordnungsfordernden Internet- Laien“ haben im Vergleich zu 2011 einen höheren Männeranteil.

Link zur ganzen Studie „DIVSI Milieu-Studie Aktualisierung 2013“

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STANDPUNKT: Unerledigte Arbeit für den neuen Bundestag https://www.divsi.de/standpunkt-unerledigte-arbeit-fuer-den-neuen-bundestag/ https://www.divsi.de/standpunkt-unerledigte-arbeit-fuer-den-neuen-bundestag/#comments Wed, 18 Sep 2013 11:08:46 +0000 http://46.30.3.106/?p=4981 Wir haben ein Recht auf Klarheit in der Schnüffel-Affäre – Von Matthias Kammer, Direktor des DIVSI – Wären PRISM, NSA und der gesamte Riesen-Skandal nur ein zeitaktueller TV-Film aus der Welt des Internet und der Geheimdienste, so würde ich beim jetzigen Sachstand abschalten. Warum? Ich mag Science Fiction nicht. „Jetzt übertreiben sie aber“, würde ich […]

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Wir haben ein Recht auf Klarheit in der Schnüffel-Affäre

Matthias Kammer STANDPUNKT

– Von Matthias Kammer, Direktor des DIVSI –

Wären PRISM, NSA und der gesamte Riesen-Skandal nur ein zeitaktueller TV-Film aus der Welt des Internet und der Geheimdienste, so würde ich beim jetzigen Sachstand abschalten. Warum? Ich mag Science Fiction nicht. „Jetzt übertreiben sie aber“, würde ich sagen. „Da ist die Phantasie mit den Machern durchgegangen. So was ist im realen Leben undenkbar.“

Leider ist die schlimme Schnüffel-Affäre kein Film. Vielmehr ein Live-Drama mit ungewissem Ausgang und uns allen als hilflosen Statisten. Eine tickende Zeitbombe, die längst weit größere Dimensionen als ein reines Ausspähen erreicht hat. Ich sehe unser ureigenes Persönlichkeitsrecht bedroht.

Selten zuvor haben deutsche Politiker in einer Krisensituation – und genau davon müssen wir reden  – ein derart schwaches Bild abgegeben. Und es wäre unklug, bei diesem erschreckenden Vorgang auf ein Vergessen in der Öffentlichkeit zu hoffen.

Rufen wir uns die groteske Situation noch einmal ins Gedächtnis:

Da empfiehlt der deutsche Innenminister uns Bürgern, selbst mehr für den Schutz unserer Daten zu tun. Da Ausspäh-Technik nun einmal existiere, müssten Verschlüsselungstechnik oder Virenschutz größere Aufmerksamkeit erhalten.

Tage später wird bekannt, dass die Geheimdienste über solche Techniken gelangweilt gähnen. Dass sie längst Datenübertragungen im Internet mitlesen können, selbst wenn mit modernster Technik verschlüsselt wurde. Denn die NSA hat einschlägige Softwarefirmen womit und wodurch auch immer dazu gebracht, für sie Hintertüren einzubauen. Das bedeutet im Klartext: Auch die bislang als sicher geltenden https-Verbindungen beispielsweise beim Online-Banking können geknackt werden.

Nun mag es Menschen geben, die Geheimdiensten das Schnüffeln erlauben möchten, weil dieses so erworbene Wissen zur Vorbeugung und Abwehr terroristischer Angriffe nützlich sein kann. Ist diesen Zeitgenossen eigentlich klar, dass es durchaus auch kriminelle Elemente gibt, die solche Hintertüren öffnen können, um verbrecherische Aktivitäten durchzuführen?

Ist es nicht beschämend für die gesamte deutsche Politik, wenn bei einem solchen Web-Tsunami sich der Präsident unseres Landes mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten treffen muss, weil Regierung und Opposition überfordert sind, die Bürger umfassend aufzuklären – über die wahren Ausmaße des entstandenen Schadens und über Wege, die jetzt eingeschlagen werden müssten, um den Schaden zu begrenzen.

Joachim Gauck war Schirmherr des DIVSI, bevor er zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Er hat in mehreren Interviews geäußert, dass ihn die NSA-Affäre beunruhige. Es unterstreicht sein tiefes, geradliniges  Streben nach Bewahrung und Ausbau der Freiheit und unser aller Freiheitsrechte, wenn er im Interesse seiner eigenen Information den eher ungewöhnlichen Weg über den Datenschutzbeauftragten wählt. Womöglich hat er sich von dem umfassendere sachlich-neutrale Aufklärung versprochen, als von offizieller Politikseite. Denn Peter Schaar, immerhin mit der Erfahrung von gut zehn Jahren auf der Position des obersten Datenschützers, hat mehrfach Kritik am Verhalten der politisch Verantwortlichen geäußert und ihnen Verschleierung vorgeworfen.

Beide sprechen mir mehr aus dem Herzen als die Phalanx der Regierungsvertreter, für die alle Vorwürfe in diesem einmaligen Skandal ausgeräumt sind. Unabhängig davon, welche Mehrheits- und Machtverhältnisse die anstehende Bundestagswahl mit sich bringt – der Skandal um NSA und den britischen GCHQ-Dienst muss als unerledigte Arbeit übernommen werden. Denn ausgeräumt ist gar nichts.

Die Internet-Nutzer haben ein Recht auf Aufklärung, welche Verschlüsselungstechniken sie überhaupt noch sinnvoll nutzen können. Wenn die Politik keine vor Ausspähung sichere Software empfehlen kann, wächst die Gefahr einer tiefgreifenden Vertrauenskrise bei der Nutzung des Internets.

Anzeichen hierfür hat eine repräsentative DIVSI-Umfrage, realisiert durch das renommierte SINUS-Institut, bereits ergeben. Denn das Sicherheitsgefühl der Deutschen im Internet hat sich durch den Abhörskandal verschlechtert. 39 % der Befragten fühlen sich demnach bei ihren Aktivitäten unsicherer als zuvor.

Auch die Wirtschaft müsste daran interessiert sein, dass alle Fakten lückenlos auf den Tisch kommen. Denn eine Vertrauenskrise würde besonders jene Unternehmen empfindlich treffen, deren Geschäftsprozesse maßgeblich auf dem Internet basieren. Es ist für mich höchst verwunderlich, dass die Wirtschaft angesichts nicht auszuschließender Industriespionage sich derart ruhig verhält.

Dabei sollten in den Chefetagen die Alarmglocken schrillen. Zum Zeitpunkt unserer Befragung im Juni hatte bereits fast jeder Fünfte (18 Prozent) sein Verhalten bei der Nutzung des Internets geändert. Vor allem im Umgang mit Online-Diensten wollte man sich künftig vorsichtiger verhalten. Diese Werte liegen heute mit Sicherheit bei weitem höher. Es ist an der Zeit, dass die staatlichen Institutionen diese Sorgen der Bürger endlich ernst nehmen und reagieren.

Oder ist der Staat hier mittlerweile schlicht überfordert? Hat er vielleicht die falsche Arbeitsgrundlage? Anders gefragt: Taugt unser Grundgesetz überhaupt noch für das digitale Zeitalter? Das Lorenz-vom-Stein-Institut überprüft im DIVSI-Auftrag gerade das Fundament unserer Demokratie unter diesem Gesichtspunkt.

Und was kann der einzelne Internet-Nutzer machen? Wir Mitspieler des digitalen Zeitalters sollten trotz des weiter schwelenden Skandals das Lamentieren beenden und nach vorn blicken: Wie lassen sich bessere Schutzwälle errichten?

Ein erster Schritt wäre für mich, in diesem Zusammenhang nicht ausschließlich den überstrapazierten Begriff „Datenschutz“ zu bemühen. Das Ziel muss höher gesteckt werden: Wir brauchen eine Stärkung unserer Freiheitsrechte.

Und ich hoffe darauf,  dass irgendwann alle – staatliche Institutionen, die Wirtschaft, der private Nutzer – sich Leitplanken geben, innerhalb derer man sich im Internet bewegt. Alt-Bundespräsident Prof. Dr. Roman Herzog, seit knapp einem Jahr Schirmherr des DIVSI, hat diesen Gedanken bereits bei seiner Amtsübernahme geäußert. Er sprach von einem Digitalen Kodex.

Unser Institut ist jetzt dabei, diese Idee zu konkretisieren. Dabei sollen eine Reihe grundsätzlicher Gedanken beantwortet werden: Brauchen wir neue soziale Regeln, die untereinander gelten sollen?  Lässt sich verbindlich festlegen, wie man künftig miteinander umgeht, um Internet-Missbrauch auszuschließen? Welche Verantwortung sollen Nutzer, Unternehmen und der Staat in der digitalen Welt künftig übernehmen? Sind neue soziale Spielregeln fern von rechtlicher Regulierung in der Gesellschaft erforderlich?

Ich erwarte von den politisch Verantwortlichen der nächsten Jahre, dass auch sie sich endlich seriös diesem gigantischen Fragenberg zumindest nähern. Und ich bin froh, dass wir einen Bundespräsidenten haben, der hier deutliche Zeichen setzt und sich nicht mit lapidaren Antworten abspeisen lässt.

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Digitalisierung fördert das politische Interesse https://www.divsi.de/digitalisierung-foerdert-das-politische-interesse/ https://www.divsi.de/digitalisierung-foerdert-das-politische-interesse/#respond Thu, 29 Aug 2013 08:30:13 +0000 http://46.30.3.106/?p=4852 Ist das Internet ein wirksames Instrument im Kampf gegen fortschreitende „Politikverdrossenheit“? Hamburg – Wer sich im Internet zu Hause fühlt, zeigt an Politik ein höheres Interesse. So die  Grunderkenntnis einer repräsentativen Umfrage,  die das Heidelberger SINUS Institut jetzt im Auftrag von DIVSI durchgeführt hat. Jeder dritte der internetaffinen Digital Natives (31 %) gab dabei an, […]

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Ist das Internet ein wirksames Instrument im Kampf gegen fortschreitende „Politikverdrossenheit“?

Bild: Spectral-Design – Shutterstock

Hamburg – Wer sich im Internet zu Hause fühlt, zeigt an Politik ein höheres Interesse. So die  Grunderkenntnis einer repräsentativen Umfrage,  die das Heidelberger SINUS Institut jetzt im Auftrag von DIVSI durchgeführt hat. Jeder dritte der internetaffinen Digital Natives (31 %) gab dabei an, regelmäßig und genau das politische Geschehen zu verfolgen.  Im Milieu der Digital Outsiders – Menschen, die kaum oder wenig Umgang mit dem Internet haben – ist dagegen nur jeder fünfte am politischen Alltag interessiert.

Gleichzeitig ergab die Untersuchung, dass mit zunehmendem Alter das politische Interesse zunimmt. Knapp die Hälfte (49%) aller Befragten ab 55 Jahren gab an, politisch stark interessiert zu sein. Bei den 18-34jährigen liegt die Vergleichszahl bei nur 27 Prozent. Hier spielt auch das Bildungsniveau eine Rolle. Je höher der Bildungsabschluss, desto stärker das politische Interesse.

Die Ergebnisse zeigen insgesamt deutlich, dass sich aus der digitalen Grundhaltung der Menschen insgesamt Rückschlüsse auf politische Einstellungen ziehen lassen. Andere Aspekte wie etwa Alter und  Bilder spielen keine derart signifikante Rolle.

Diese Erkenntnis spiegelt sich nicht nur im politischen Interesse, sondern auch in grundlegenden politischen Einstellungen wider: Wer auf Gesetze und Regelungen im Netz vertraut, der fordert sie auch stärker bei anderen politischen Themen (z.B. Verbot radikaler Parteien und Frauenquote).

DIVSI-Direktor Matthias Kammer: „Die Ergebnisse der Untersuchung verdeutlichen, dass sich aus dem Umgang mit dem Internet durchaus Rückschlüsse auf soziale Grundeinstellungen ableiten lassen. Das Internet schafft auch hier neue Ansätze.“

Zur Pressemitteilung und zum Material:
http://46.30.3.106/ueber-uns/presse/pressemitteilungen/4850

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Jeder Zweite möchte online wählen https://www.divsi.de/jeder-zweite-moechte-online-waehlen/ https://www.divsi.de/jeder-zweite-moechte-online-waehlen/#respond Tue, 13 Aug 2013 11:25:14 +0000 http://divsi.creativeconstruction.de/?p=4229 Hamburg – Rund einen Monat vor der Bundestagswahl kann sich jeder zweite (50 Prozent) vorstellen, seine Stimme über das Internet abzugeben. Vier von zehn Befragten (43 Prozent) würden eine solche Online-Wahl sogar der Briefwahl vorziehen. Das ergab eine aktuelle Umfrage, die das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) in Zusammenarbeit mit dem […]

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Bild: Evgeny Karandaev – Shutterstock | Alexander Mak – Shutterstock

Hamburg – Rund einen Monat vor der Bundestagswahl kann sich jeder zweite (50 Prozent) vorstellen, seine Stimme über das Internet abzugeben. Vier von zehn Befragten (43 Prozent) würden eine solche Online-Wahl sogar der Briefwahl vorziehen. Das ergab eine aktuelle Umfrage, die das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) in Zusammenarbeit mit dem renommierten Heidelberger SINUS-Institut durchgeführt hat. Für die bevölkerungsrepräsentative Untersuchung wurden bundesweit rund 2.000 Menschen ab 18 Jahren befragt.

Online-Wahlen Charts

Fast zwei Drittel der Deutschen (64 Prozent) sind sogar überzeugt, dass die Möglichkeit einer Online-Stimmabgabe die Wahlbeteiligung grundsätzlich pushen würde. Dies gilt insbesondere für jüngere Befragte. 75 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und sogar 80 Prozent der 25- bis 34-Jährigen teilen diese Einschätzung. Unter den Befragten über 65 Jahren glauben immerhin noch 54 Prozent daran, dass eine Wahl über das Internet sich positiv auf die allgemeine Wahlbeteiligung auswirken würde.

„Für viele Menschen ist das Internet eben kein Neuland mehr, sondern ein wichtiges Instrument der politischen Information und Teilhabe. Das bringen die Befürworter einer Online-Wahl deutlich zum Ausdruck. Diesen Willen muss man anerkennen und ernst nehmen. Gleichzeitig darf jedoch nicht übersehen werden, dass auch Vorbehalte gegen eine Online-Wahl deutlich wurden“, sagt DIVSI-Direktor Matthias Kammer.

46 Prozent der Bundesbürger können sich nämlich nicht vorstellen, online zu wählen. Diese Gruppe ist derzeit noch skeptisch bzw. ablehnend, überwiegend aufgrund allgemeiner Zweifel an der Sicherheit (57 Prozent).

Weitere Gründe für die Ablehnung:

  • mangelndes Vertrauen in Online-Wahlsysteme (44 Prozent)
  • Zweifel an der Wahrung des Wahlgeheimnisses (38 Prozent)
  • Angst vor Manipulation der Stimmabgabe (37 Prozent)
  • Angst vor Datenmissbrauch durch Speicherung der abgegebenen Stimmen (37 Prozent).

Matthias Kammer: „Es ist an der Politik, dieser Verunsicherung durch vertrauensbildende Maßnahmen entgegen zu wirken. Dies auch vor dem Hintergrund, dass man dadurch der zunehmenden Wahlmüdigkeit gezielt entgegen wirken könnte.“

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Umfrage: Politische-Einstellungen – Datenschutz so wichtig wie die Bewältigung der Finanzkrise https://www.divsi.de/umfrage-politische-einstellungen-datenschutz-so-wichtig-wie-die-bewaeltigung-der-finanzkrise/ https://www.divsi.de/umfrage-politische-einstellungen-datenschutz-so-wichtig-wie-die-bewaeltigung-der-finanzkrise/#respond Wed, 07 Aug 2013 09:21:12 +0000 http://divsi.creativeconstruction.de/?p=3593 Hamburg – Datenschutz gehört für die meisten Menschen in Deutschland zu den wichtigsten politischen Aufgabenfeldern. Allerdings ist dieses Thema bei keiner Partei besonders verankert. Das ist ein zentrales Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) in Zusammenarbeit mit dem renommierten Heidelberger SINUS-Institut durchgeführt hat. Für die bevölkerungsrepräsentative […]

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Bild: Maksim Kabakou – Shutterstock

Hamburg – Datenschutz gehört für die meisten Menschen in Deutschland zu den wichtigsten politischen Aufgabenfeldern. Allerdings ist dieses Thema bei keiner Partei besonders verankert. Das ist ein zentrales Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) in Zusammenarbeit mit dem renommierten Heidelberger SINUS-Institut durchgeführt hat. Für die bevölkerungsrepräsentative Untersuchung wurden insgesamt rund 2.000 Personen ab 18 Jahren befragt.

Bei 58 Prozent der Befragten genießt das Thema Datenschutz in Deutschland die gleich hohe politische Priorität wie die Bewältigung der Finanzkrise. Damit wird es deutlich wichtiger eingeschätzt als Umweltschutz (52 Prozent), das Vorantreiben der Energiewende (43 Prozent), die Sicherung der Euro-Stabilität (39 Prozent) oder eine verbesserte Integrationspolitik (26 Prozent). Lediglich die Komplexe Soziale Gerechtigkeit (72 Prozent) und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit (65 Prozent) werden wichtiger als Datenschutz eingestuft.

Politische Einstellungen

Gleichzeitig macht die neue DIVSI-Umfrage ein Problem deutlich: Keiner politischen Partei wird derzeit eine besondere Kompetenz für den Datenschutz attestiert. Dieses Thema gehört mit 28 Prozent zu den drei am häufigsten genannten Bereichen, die mit keiner bestimmten Partei zu assoziieren sind. Noch größer ist das wahrgenommene Kompetenzdefizit nur bei den Punkten Kriminalität im Internet (33 Prozent) sowie Medien- und Netzpolitik (34 Prozent), ebenfalls beides Themen mit Online-Bezug.

„Dieser Befund macht deutlich, dass die Politik in Deutschland beim Schutz der Persönlichkeitsrechte in der digitalen Zeit Nachholbedarf hat. Trotz wiederholter Enthüllungen und Skandale in jüngster Zeit hat das Thema auf der politischen Agenda noch nicht den Stellenwert, den es für die Menschen im Alltag besitzt. Den Parteien gelingt es bisher offenbar nicht, ihre Kompetenz in Sachen Datenschutz und Netzpolitik ausreichend deutlich hervorzuheben“, sagt DIVSI-Direktor Matthias Kammer.

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Was denken Entscheider über’s Internet? [Infografik] https://www.divsi.de/was-denken-entscheider-uebers-internet-infografik/ https://www.divsi.de/was-denken-entscheider-uebers-internet-infografik/#respond Thu, 28 Feb 2013 09:30:36 +0000 http://46.30.3.106/blog/?p=24 DIVSI hat heute seine „Entscheider-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im Internet“ vorgestellt. Nach der DIVSI Milieu-Studie und der DIVSI Meinungsführer-Studie im letzten Jahr, konzentriert sich die aktuelle Studie auf diejenigen, die wesentliche Prozesse im Internet mitbestimmen: die Entscheider. 1.221 Entscheider aus Wirtschaft, Politik, Öffentlichem Dienst, Zivilgesellschaft, Medien sowie Wissenschaft und Forschung wurden dazu vom 10. September bis 2. November 2012 […]

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DIVSI hat heute seine „Entscheider-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im Internet“ vorgestellt. Nach der DIVSI Milieu-Studie und der DIVSI Meinungsführer-Studie im letzten Jahr, konzentriert sich die aktuelle Studie auf diejenigen, die wesentliche Prozesse im Internet mitbestimmen: die Entscheider.

1.221 Entscheider aus Wirtschaft, Politik, Öffentlichem Dienst, Zivilgesellschaft, Medien sowie Wissenschaft und Forschung wurden dazu vom 10. September bis 2. November 2012 interviewt.

Wer sind die Entscheider und wie denken sie?

Im Fokus der Studie steht die soziodemografische Betrachtung sowie die Einordnung der Entscheider in digitale Lebenswelten und Internet-Milieus im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Wer hat den größten Einfluss im Netz? Von wem gehen die größten Risiken aus? Wer soll Verantwortung übernehmen und wie? Auf wen und was kann man im Netz vertrauen? Die wesentlichen Einstellungsmuster der Entscheider zu Vertrauens- und Sicherheitsthemen im Internet wurden ebenfalls identifiziert.

Zentrale Erkenntnisse der Studie

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