Digital Outsiders – DIVSI https://www.divsi.de Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet Fri, 24 May 2019 13:57:00 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.14 Die digitalen Lebenswelten der über 60-Jährigen in Deutschland https://www.divsi.de/die-digitalen-lebenswelten-der-ueber-60-jaehrigen-in-deutschland/ https://www.divsi.de/die-digitalen-lebenswelten-der-ueber-60-jaehrigen-in-deutschland/#respond Fri, 06 Jan 2017 08:19:38 +0000 http://46.30.3.106/?p=15824 Neue Studie vorgestellt. Tiefer Graben zwischen Onlinern und Offlinern. Wunsch nach digitaler Teilhabe steigt weiter. Von Joanna Schmölz Während die einen umfassend in der digitalen Welt angekommen sind, machen andere einen Riesenbogen um sie. Manche wollen an dem teilhaben, was im Internet geschieht, können aber nicht; andere wiederum könnten, wollen aber partout nicht. So unterschiedlich […]

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Die digitalen Lebenswelten der über 60-Jährigen in Deutschland

Foto: pathdoc | Shutterstock

Neue Studie vorgestellt. Tiefer Graben zwischen Onlinern und Offlinern. Wunsch nach digitaler Teilhabe steigt weiter.

Von Joanna Schmölz

Während die einen umfassend in der digitalen Welt angekommen sind, machen andere einen Riesenbogen um sie. Manche wollen an dem teilhaben, was im Internet geschieht, können aber nicht; andere wiederum könnten, wollen aber partout nicht. So unterschiedlich zeigen sich aktuell die digitalen Lebenswelten der über 60-Jährigen in Deutschland. Das hat die bundesweit repräsentative DIVSI Ü60-Studie ergeben, die in Zusammenarbeit mit dem renommierten SINUS-Institut entstand und im November 2016 veröffentlicht wurde.

Graben

Das Internet wird in den Augen der über 60-Jährigen immer wichtiger. 44 Prozent von ihnen halten es gar für die beste Erfindung, die es je gab. 38 Prozent möchten an dem teilhaben, was im Netz geschieht. Dieser Wert ist seit 2012 um 11 Prozentpunkte gestiegen. Doch während der Wunsch nach digitaler Teilhabe steigt und 52 Prozent der über 60-Jährigen bereits online sind (knapp ein Viertel sogar täglich), gehen gleichzeitig 48 Prozent – und damit rund 10 Millionen Menschen in Deutschland – nie ins Internet. Bei ihnen ist die Distanz zur digitalen Welt in den letzten vier Jahren sogar noch größer geworden. Soziale Teilhabe am gesellschaftlichen Alltag wird für sie immer schwieriger, je mehr Dinge nur noch online zu erledigen sind.

DIVSI Internet-Milieus: Ü60

Übersicht: Die Grafik zu den Internet-Milieus Ü60 macht deutlich, wie unterschiedlich in dieser Altersgruppe die digitalen Interessen vertreten sind. (Bild: DIVSI Ü60-Studie)

Wichtige Rolle

Der souveräne Umgang mit digitalen Medien und dem Internet bekommt eine immer wichtigere Rolle, wenn es um die Frage nach Chancengerechtigkeit in einer Gesellschaft geht. Digitale Teilhabe bedeutet gleichzeitig auch soziale Teilhabe.

Dr. Silke Borgstedt, bei SINUS verantwortlich für die Studie: „Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass digitale Teilhabe mehr bedeutet als die Verfügbarkeit eines Online-Zugangs. Sie ist mit der tatsächlichen Nutzung digitaler Medien und Angebote und spezifischen Kompetenzen, aber auch einer generell aufgeschlossenen Haltung zu Fragen der Digitalisierung verbunden. Ebenso spielt ein Mindestmaß an selbst zugeschriebener Souveränität im Umgang mit Risiken und Unsicherheiten im Internet eine Rolle. Wie sich dieses Konglomerat an Teilhabevoraussetzungen in der Realität tatsächlich ausprägt, zeigen die DIVSI Internet-Milieus auf besonders anschauliche Weise: Sie machen deutlich, dass in den verschiedenen digitalen Lebenswelten jeweils unterschiedliche Treiber und Hürden den Weg in die digitale Welt erleichtern bzw. erschweren.“

Schlüsselressource

Von den mehr als 11 Millionen (52 Prozent) Onlinern unter den über 60-Jährigen sind etwa 3,1 Millionen (15 Prozent) souveräne Intensiv-Nutzer. Sie stehen der sog. „digitalen Avantgarde“ im Hinblick auf Online-Kompetenz in nichts nach. Für sie ist das Internet eine selbstverständliche Infrastruktur im Lebensalltag, und der digitale Lebensstil dient ihnen als Abgrenzung von Gleichaltrigen. Sie brauchen weder Hilfe noch „seniorengerechte“ Digitalangebote und lehnen diese sogar strikt ab. Die Digitalisierung begreifen sie als Schlüsselressource für die Zukunft unserer Gesellschaft. Dies sehen auch viele Gelegenheitsnutzer und sogar Offliner so. Letztere sind zwar nicht selbst im Netz aktiv, werden aber zuweilen zu „Passiv-Onlinern“, indem sie Dinge im Netz von anderen erledigen lassen.

Viele Ältere halten sich für weniger kompetent im Umgang mit dem Internet als jüngere Menschen. Wenn man sich aber ihr Online-Verhalten ansieht, ist das häufig gar nicht der Fall. Jeder vierte über 60-Jährige besitzt mittlerweile ein Smartphone. Dieser Anteil ist in den letzten vier Jahren von 4 Prozent auf 24 Prozent gestiegen und hat sich damit versechsfacht. Für 77 Prozent derjenigen, die das mobile Internet nutzen, sind insbesondere Messenger-Dienste attraktiv – vor allem, weil sie es ermöglichen oder zumindest vereinfachen, mit Freunden in Kontakt zu bleiben.

Sicherheitsbedenken

Großen Einfluss auf das Internet-Nutzungsverhalten der über 60-Jährigen und ihre Einstellungen zum Internet haben Alter und berufliche Tätigkeit. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil der Offliner rapide zu. Während unter den 60- bis 69-Jährigen lediglich 17 Prozent noch zu den Offlinern zählen, sind es bei den Personen, die die 70-Jahre-Marke erreicht bzw. überschritten haben, alarmierende 83 Prozent. Die häufigsten Gründe, warum Menschen über 60 offline bleiben: Sie fühlen sich von der Komplexität des Internets überfordert oder sehen schlicht keinen (persönlichen) Nutzen darin. Vor allem aber hemmen Sicherheitsbedenken sowie die Sorge, Risiken hilflos ausgesetzt zu sein, die Internetnutzung.

Hürden gibt es jedoch nicht nur für Offliner, sondern auch für die, die regelmäßig online sind. Sie zeigen ebenfalls Unsicherheiten im Umgang mit dem Internet und sehen in Online-Angeboten Risiken, denen sie nicht immer souverän begegnen können. Viele sind auf Hilfe Dritter angewiesen und suchen diese aktiv auf, indem sie z.B. bestimmte Angebote nur mit Unterstützung von (meist jüngeren) Familienmitgliedern nutzen. Die Studie zeigt ferner, dass die über 60-Jährigen großen Wert auf die Bewahrung ihrer Privatsphäre im Internet legen. Zwar sind Social-Media-Angebote ein wichtiger Treiber der Internetnutzung, gleichzeitig jedoch existieren große Vorbehalte gegen die Veröffentlichung persönlicher Daten. Dr. Silke Borgstedt: „Die über 60-Jährigen haben unterschiedliche Strategien und Verhaltensweisen entwickelt, um die Herausforderungen im Internet zu meistern. So nutzen sie beispielsweise keine Angebote, die ihnen zu unsicher erscheinen. Allen Services, bei denen es um das eigene Geld oder persönliche Daten geht, begegnen sie besonders skeptisch. Und: Sie verzichten eher als die Gesamtbevölkerung komplett auf bestimmte Dienste aufgrund von Sicherheitsbedenken.“

Die Gemengelage aus Teilhabewunsch und Unsicherheit wirkt sich auch auf die Zuschreibung der Verantwortung für Sicherheit im Internet aus. 59 Prozent der über 60-Jährigen betonen die Eigenverantwortung der Nutzer im Umgang mit dem Internet. Weil die Zweifel daran, wie weit jeder Einzelne dazu überhaupt imstande sei, groß sind, adressieren sie auch Staat und Unternehmen. 85 der Befragten über 60 Jahre sehen die Unternehmen in der Pflicht, für mehr Sicherheit im Netz zu sorgen. 71 Prozent fordern, dass der Staat mehr Verantwortung übernehmen müsse. Gleichzeitig glauben die Onliner unter den über 60-Jährigen nicht, dass sich das Internet vollständig kontrollieren und sichern lässt. Vor allem aber betonen sie, dass die Freiheit im Netz nicht zugunsten von mehr Kontrolle eingeschränkt werden sollte.

Digitale Teilhabe

Im Hinblick auf Einstellungen zu Vertrauen und Sicherheit im Internet und den übergeordneten Teilhabewunsch ist die grundlegende Werthaltung der Menschen maßgeblich. Die digitalen Lebenswelten der über 60-Jährigen sind ähnlich vielfältig wie bei jüngeren Altersgruppen. Dabei gibt es eine mit 38 Prozent große Gruppe von Menschen, die gern mehr online unternehmen würden, als sie es bisher tun – teils aus Sicherheitsbedenken, teils aus selbst zugeschriebener geringer Internetkompetenz. Sie sehen den digitalen Wandel als Chance für die
Zukunft, wissen aber nicht, ob sie umfassend teilhaben können oder angesichts bestehender Bedenken und Unsicherheiten wollen.

An ihnen wird sich in den nächsten Jahren entscheiden, ob es gelingt, auf die Bedürfnisse von Menschen mit Teilhabewunsch und -anspruch auch entsprechend eingehen zu können.

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DIVSI Ü60-Studie: Die digitalen Lebenswelten der über 60-Jährigen in Deutschland https://www.divsi.de/publikationen/studien/divsi-ue60-studie-die-digitalen-lebenswelten-der-ueber-60-jaehrigen-deutschland/ Mon, 14 Nov 2016 07:44:33 +0000 http://46.30.3.106/?post_type=studien&p=15458 Vorwort Die alten Chinesen wussten es schon lange bevor irgendjemand überhaupt von Begriffen wie Digitalisierung oder World Wide Web auch nur geträumt hat. Sie fassten ihre Erkenntnis in diese Worte zusammen: „Es zählt nicht, wie alt du bist, sondern wie du alt bist.“ Wie wahr. DIVSI, das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet, […]

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Vorwort

Die alten Chinesen wussten es schon lange bevor irgendjemand überhaupt von Begriffen wie Digitalisierung oder World Wide Web auch nur geträumt hat. Sie fassten ihre Erkenntnis in diese Worte zusammen: „Es zählt nicht, wie alt du bist, sondern wie du alt bist.“

Wie wahr. DIVSI, das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet, ist jetzt in der Lage, die uralte fernöstliche Weisheit zu untermauern. Die Ü60-Studie, deren Ergebnisse und Erkenntnisse wir hiermit der Öffentlichkeit vorlegen, zeigt deutlich: Das Internet gewinnt auch bei den Älteren immer mehr an Bedeutung. DIVSI hat die Untersuchung gemeinsam mit dem Sinus-Institut realisiert.

Mehr als die Hälfte dieser Altersgruppe ist online. 15 Prozent, das sind immerhin mehr als drei Millionen Menschen, gehören zu den souveränen Intensivnutzern.

Allein diese beiden Fakten sollten uns alle aufhorchen lassen. Denn die Ergebnisse der Untersuchung zeigen eindeutig: Auch die Senioren sehen Digitalisierung als wesentliche Entwicklung für die Zukunft unserer Gesellschaft.

Sie haben erkannt: Das Internet ist ein hervorragendes Medium, Kontakte zu pflegen, auszubauen und den Anschluss an die neue Zeit nicht zu verlieren.

Also alles im Lot? Ist das Internet in nächster Zukunft tatsächlich das Instrument für alle und jeden in unserer Gesellschaft?

Leider nein, wie auch diese Studie offenlegt. Ein tiefer Graben zwischen Onlinern und Offlinern bleibt noch zuzuschütten. Es ist sicherlich keine menschenwürdige Lösung, einfach abzuwarten, bis sich diese Situation quasi von selbst erledigt. Immerhin 83 Prozent der Offliner sind bereits über 70 Jahre alt. Für sie gilt besonders: ohne digitale Teilhabe keine soziale Teilhabe mehr. Hier besteht Handlungsbedarf. Allerdings möchte bitte niemand in den Fehler verfallen, die noch passive Haltung mancher Ü60-Jährigen generell als Desinteresse werten zu wollen. Die bei den Senioren sehr ausgeprägte Risikowahrnehmung und große Sorgen vor den durchaus vorhandenen Gefahren im Internet, mehr, als sie jüngeren Menschen zu eigen sind, sollten ernst genommen werden.

Die Untersuchung liefert Anknüpfungspunkte für Anstrengungen, die unsere Gesellschaft in diesem Zusammenhang unternehmen müsste, um möglichst rasch den Kurs hin zu einer für die über 60-Jährigen insgesamt positiven Entwicklung zu ändern.

Ein Punkt sei besonders hervorgehoben: Digitale Angebote werden überwiegend als selbsterklärend zur Nutzung angeboten und als intuitiv bedienbar angepriesen. Die Studie zeigt, dass dies nicht ausreicht: Gerade die Älteren erwarten zusätzlich ausreichende Erklärungen. Nicht jeder mag Neuem durch Ausprobieren auf die Spur kommen. Gleichzeitig ist ein genaues Verständnis der Angebote die Voraussetzung für deren Nutzung.

Laut Studie ist über 60-Jährigen längst bewusst, dass eine Nutzung des Internets ihr Leben bereichern kann. Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sollten es gemeinsam anpacken, um allen zumindest die Chance zu bieten, sich dem Internet auf einer Basis zu nähern, der sie vertrauen.

Die DIVSI Ü60-Studie liefert eine Vielzahl von Fakten für neue Blickwinkel auf die Frage im Sinne der chinesischen Weisheit, „wie du alt bist“, und gibt uns Ansätze zur Entwicklung von geeigneten Maßnahmen für eine bessere Teilhabe am sozialen Leben in der digitalen Zeit.

Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und freue mich auf Reaktionen.

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Digitaler Ausstieg – neues Lebenskonzept für Jugendliche? https://www.divsi.de/internet-abstinenz-ein-neues-lebenskonzept-fuer-jugendliche/ https://www.divsi.de/internet-abstinenz-ein-neues-lebenskonzept-fuer-jugendliche/#respond Thu, 25 Sep 2014 07:37:06 +0000 http://46.30.3.106/?p=9573 Unter den Jugendlichen formiere sich eine „Avantgarde von digitalen Aussteigern“, sagte Jugendkulturforscher Philipp Ikrath kürzlich am Rande des Kinderschutzforums in Köln. Die Gegenbewegung löse sich von der „totalen Umarmung des Digitalen“, die der jungen Generation gemeinhin nachgesagt wird, und schaffe bewusst eine Parallelsphäre, in der das Analoge, wie persönliche Freundschaften, Naturerlebnisse, Handwerkerarbeiten und Kochen gefeiert werden würde. […]

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Digitaler Ausstieg – neues Lebenskonzept für Jugendliche?

Bild: faithie – Shutterstock

Unter den Jugendlichen formiere sich eine „Avantgarde von digitalen Aussteigern“, sagte Jugendkulturforscher Philipp Ikrath kürzlich am Rande des Kinderschutzforums in Köln. Die Gegenbewegung löse sich von der „totalen Umarmung des Digitalen“, die der jungen Generation gemeinhin nachgesagt wird, und schaffe bewusst eine Parallelsphäre, in der das Analoge, wie persönliche Freundschaften, Naturerlebnisse, Handwerkerarbeiten und Kochen gefeiert werden würde.

Facebook-Defriending und digitaler Selbstmord als Indikatoren?

Ikrath führt als Beispiel die wachsenden Phänomene „Facebook-Defriending“ (Kündigung von Facebook-Freundschaften) und „digitaler Selbstmord“ (Löschung des eigenen Social-Network-Profils) auf. Tatsächlich verzeichnete Facebook laut Socialbakers 2013 einen merklichen Rückgang von jungen Usern in westlichen Ländern, u.a.:

  • kehrten in den USA 1,2 Millionen User zwischen 25 und 34 Jahren Facebook den Rücken
  • verlor Facebook in Deutschland innerhalb von drei Monaten 121.600 User in der Altersgruppe der 25-34-Jährigen und 90.000 User in der Altersgruppe der 18-24-Jährigen

Derartige Statistiken sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, da die Facebook-Nutzerzahlen immer relativ starken Schwankungen unterliegen.

Warum User ihre Facebook-Konten löschen

Der Rückgang von Facebook-Usern muss indes nicht zwangsläufig Ausdruck der von Ikrath angesprochenen analogen Gegenbewegung sein, sondern kann auch mit der wachsenden Unzufriedenheit mit dem sozialen Netzwerk, etwa durch die Überflutung des Newsfeed mit Content Spam, oder der Abwanderung zu anderen sozialen Netzwerken wie Snapchat, Tumblr oder Instagram zusammenhängen.

Content Spam

Content Spam verdrängt Beiträge von Freunden aus dem Newsfeed (Grafik: The Daily Dot)

Forscher der Universität Wien befragten über 600 Nutzer und ermittelten die drei häufigsten Ursachen für die Löschung des eigenen Facebook-Kontos:

  • Datenschutzbedenken (48,3%)
  • Rückgang des Interesses/ Unzufriedenheit mit der Facebook-Seite (13,5%)
  • Angst vor Internetsucht (6%)

DIVSI U25-Studie zeigt: Offline für die meisten ein Ausnahmezustand

Statistisch lässt sich die analoge Gegenbewegung nur schwer ausmachen. Die DIVSI U25-Studie zeigt, dass nahezu alle Jugendlichen online sind. Nur 2 Prozent der Befragten in der Altersgruppe 14-24 Jahren sind offline. Online-Sein ist vollständig in den Alltag integriert und „offline“ stellt für den Großteil der Befragten einen Ausnahmezustand dar. 82 Prozent der 9-13-Jährigen und 71 Prozent der 14-24-Jährigen stimmen zu, dass ein komplettes Offline-Sein in der Zukunft nicht möglich sein wird.

Zukünftige Bedeutung des Internets

So beurteilt die U25-Generation die zukünftige Bedeutung des Internets – Aufschlüsselung nach Alter (Grafik: DIVSI U25-Studie)

Kurzbeschreibung Verantwortungsbedachte

U25-Milieu: Verantwortungsbedachte (Grafik: DIVSI U25-Studie)

Zwar ist der Anteil der Offliner in der U25-Generation verschwindend gering, doch finden sich im Spektrum der U25-Milieus Persönlichkeitsstrukturen, an die sich die von Ikrath beschriebene kritische Einstellung gegenüber dem Digitalen anknüpfen lassen. Ein genauerer Blick auf die Internet-Milieus der U25-Generation zeigt, dass die digitalen Aussteiger am ehesten in dem Milieu der Verantwortungsbedachten verortet werden können:

  • geringe Orientierung an neuen digitalen Lifestyle und selektives Surfverhalten
  • auch wenn der digitale Verzicht in erster Linie auf Datenschutzbedenken oder Skepsis gegenüber Neuem zurückzuführen ist, suchen die Verantwortungsbedachten zugleich auch nach authentischen und unmittelbaren Erfahrungen und Räumen der Selbstverwirklichung
  • in sozialen Netzwerken sind sie weniger auf das Sammeln von Online-Freundschaften bedacht, sondern auf die Abbildung ihres realen Freundeskreises

 

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Senioren ins Internet! https://www.divsi.de/senioren-ins-internet/ https://www.divsi.de/senioren-ins-internet/#respond Fri, 28 Mar 2014 09:53:47 +0000 http://46.30.3.106/?p=6188 Eine Initiative der Stiftung Digitale Chancen läuft weiter voll auf Erfolgskurs. Jetzt neue Bewerbungen möglich Von Jürgen Selonke Zur echten Erfolgsstory entwickelt sich eine Aktion der Stiftung Digitale Chancen, in deren Rahmen ältere Mitbürger durch die kostenlose Übergabe mobiler Endgeräte an das Internet herangeführt werden. Das Projekt, realisiert in Zusammenarbeit mit der E-Plus Gruppe, läuft […]

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Eine Initiative der Stiftung Digitale Chancen läuft weiter voll auf Erfolgskurs. Jetzt neue Bewerbungen möglich
Senioren ins Internet! Initiative der Stiftung Digitale Chancen

Bild: racorn – Shutterstock

Von Jürgen Selonke

Zur echten Erfolgsstory entwickelt sich eine Aktion der Stiftung Digitale Chancen, in deren Rahmen ältere Mitbürger durch die kostenlose Übergabe mobiler Endgeräte an das Internet herangeführt werden. Das Projekt, realisiert in Zusammenarbeit mit der E-Plus Gruppe, läuft jetzt bereits im dritten Jahr. Unterstützt wird die Initiative auch von Bundestagspräsidentin a.D. Rita Süssmuth.

Gerade wurden jetzt in Göttingen an die Bewohner eines Wohnstiftes Tablet-PCs mit einer Internet-Flatrate übergeben. Jutta Croll, Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied der Stiftung Digitale Chancen: „Tablet-PCs gehören in den Alltag von älteren Menschen ebenso wie in den von Studenten. Ob aktuelle Nachrichten, Videotelefonie mit Verwandten oder das Auffinden der nächsten Apotheke mit Nachtdienst: Die Geräte sind bei der Bewältigung vieler Alltagssituationen hilfreich. Immer mehr Seniorinnen und Senioren möchten daher die Chancen des Internets kennenlernen. So werden auch Berührungsängste mit der neuen Technologie abgebaut.“

Rita Süssmuth lobte das Engagement für die Einbeziehung von älteren Menschen, die in Senioreneinrichtungen leben, in unsere Informationsgesellschaft. Sie betonte, dass die ältere Generation von den Vorteilen der neuen Technik nicht ausgeschlossen sein darf. Tablet-PCs könnten beim lebenslangen Lernen im Internet eine große Hilfe sein. Süssmuth: „Es ist nicht schwierig. Diese Geräte machen Spaß, wenn man nicht vergisst, sie aufzuladen.“

Der anhaltende Erfolg der Aktion, die sich längst bundesweit etabliert hat, soll jetzt weiter gekräftigt und sogar ausgebaut werden. Zum Märzende startet die Stiftung Digitale Chancen wegen der großen Nachfrage einen Wettbewerb für alle Senioreneinrichtungen, die ebenfalls teilnehmen möchten. Jutta Croll: „Senioreneinrichtungen können sich ab sofort für die Teilnahme am Projekt bewerben. Voraussetzung ist die Unterstützung der älteren Menschen in der Einrichtung bei der Nutzung der Geräte. Und für die kreativste Senioreneinrichtung 2014 loben wir eine besondere Auszeichnung aus.“

Schritte fallen leicht

Unterstützt werden die Senioren je nach Einrichtung entweder durch ein Kursangebot oder durch eine regelmäßige Sprechstunde, bei der Funktionen erklärt, Anwendungen eingerichtet und Probleme erörtert werden können. Ganz unterschiedlich sind die Erfahrungen und Vorkenntnisse der älteren Menschen, die am Projekt teilnehmen. In den beteiligten Einrichtungen wurde sehr schnell deutlich, dass denjenigen, die der neuen Technik bisher eher zurückhaltend gegenüberstanden, mit Touchscreen und kabellosem Internet-Zugang die ersten Schritte leichter fallen.

Senioren gehören zu den Bevölkerungsgruppen, die das Internet bisher wenig nutzen. Laut einer Studie von BITKOM verbreiten sich Tablet-PCs rasch in der Bevölkerung. Dennoch besitzen nur 6 Prozent der über 60-Jährigen ein Tablet. Viele der älteren Erstnutzer bedauern, dass sie so spät die neue technische Welt für sich entdeckt haben. So erklärte eine 86-jährige Teilnehmerin:

„Ich habe mich schon mit 80 Jahren für Computer interessiert, aber man hat mir abgeraten, das wäre Zeitverschwendung. Schade, dass ich nicht früher damit angefangen habe, dann wäre ich heute schon weiter.“

Bewerbungen für die Teilnahme am Projekt sind möglich ab dem 25.03.2014 unter www.digitale-chancen.de/TabletPCs

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DIVSI magazin – Ausgabe 01/2014 https://www.divsi.de/publikationen/magazine/divsi-magazin-ausgabe-012014/ Tue, 25 Mar 2014 10:45:04 +0000 http://46.30.3.106/?post_type=magazine&p=6167 Zum Inhalt: Artikelreihe „Digitale Souveränität“, U25-Generation: Mit Express-Tempo in die digitale Welt. Und weitere Themen…

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Zum Inhalt: Artikelreihe „Digitale Souveränität“, U25-Generation: Mit Express-Tempo in die digitale Welt. Und weitere Themen…

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Outsiders aus Neandertal und die heile, digitale Welt https://www.divsi.de/outsiders-aus-neandertal-und-die-heile-digitale-welt/ https://www.divsi.de/outsiders-aus-neandertal-und-die-heile-digitale-welt/#comments Thu, 19 Dec 2013 14:29:52 +0000 http://46.30.3.106/?p=5488 Nach zwei Jahren wurden die Daten zu den DIVSI Internet-Milieus erneut erhoben, um den Stand der Entwicklung in Deutschland zu überprüfen Von Joanna Schmölz Hamburg – Mobile Endgeräte, einfach zu nutzende Apps und der unaufhaltsam fortschreitende Ausbau der Telekommunikationsnetze werden dafür sorgen, dass es den real existierenden „Offliner“ nicht mehr lange geben wird. So heißt […]

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Outsiders aus Neandertal und die heile, digitale Welt

Bild: goodluz – Shutterstock

Nach zwei Jahren wurden die Daten zu den DIVSI Internet-Milieus erneut erhoben, um den Stand der Entwicklung in Deutschland zu überprüfen

Von Joanna Schmölz

Hamburg – Mobile Endgeräte, einfach zu nutzende Apps und der unaufhaltsam fortschreitende Ausbau der Telekommunikationsnetze werden dafür sorgen, dass es den real existierenden „Offliner“ nicht mehr lange geben wird. So heißt es jedenfalls überall. Danach ist alles eitel Sonnenschein in einer rundum digitalisierten Welt.

Und falls die Technik dies nicht schaffen sollte, löst eben die Demografie das Problem. Davon jedenfalls sind die Entscheider in Deutschland überzeugt, wie DIVSI in einer repräsentativen Studie von Anfang 2013 herausgefunden hat. Derzeit haben wir zwar noch rund 26 Millionen „Digital Outsiders“ bei uns – Menschen also, die komplett oder beinahe komplett ohne Internet leben. Für die Entscheider ist das jedoch nichts, wie ein Zitat belegt: „Das ist eine große Gruppe, aber die Neandertaler waren auch eine große Gruppe und die sind ja dann auch ausgestorben…!“

Ist es tatsächlich so? Werden die „Digital Outsiders“ von der digitalen Landkarte verschwinden? Ein Vergleich von zwei DIVSI-Untersuchungen bringt Licht in das Dunkel.

DIVSI hat 2011 in der „Milieu-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im Internet“ erstmals die Landschaft der digitalen Lebenswelten in Deutschland ermittelt und beschrieben. Sie wurde repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab 14 Jahren erstellt. Die DIVSI Internet- Milieus gruppieren Menschen nach der Ähnlichkeit ihrer Einstellungen und Verhaltensweisen in punkto Vertrauen und Sicherheit im Internet. Damit ist diese Untersuchung weit mehr als eine reine Nutzer-Typologie, die lediglich erfasst, wer wie häufig wo im Netz unterwegs ist.

Als in dieser Form einzigartige Segmentierung sollen die DIVSI Internet- Milieus als Zielgruppenwährung im digitalen Kontext etabliert werden. Hierzu gehört die regelmäßige Aktualisierung, um eventuelle Größenveränderungen und Neu-Formationen der einzelnen Gruppen rechtzeitig zu erfassen. Nur dann lassen sich auf Dauer stabile Zeitreihen generieren.

Vor diesem Hintergrund haben wir im Sommer 2013 die Daten erneut erhoben, um zu überprüfen, wie sich die digitale Gesellschaft bei uns in den letzten beiden Jahren entwickelt hat.

Die Ergebnisse lassen Antworten auf zwei wichtige Fragen zu:

Sind Offliner und Outsiders bald wirklich Schnee von gestern?

Keinesfalls! Das zeigen zumindest die aktualisierten DIVSI Internet-Milieus. Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich die Entwicklungen in der digitalen Gesellschaft von technischen Innovationen allein nicht beeinflussen lassen. Vielmehr speisen sich die Gründe für oder gegen die Internet-Nutzung aus den grundsätzlichen Einstellungen der Menschen, ihrer Wert-Orientierung und Lebensweise sowie ihrem Bildungsgrad und ihrer sozialen Lage. Ob jemand zum Beispiel soziale Netzwerke oder ein E-Government-Angebot nutzt, hängt hiervon ebenso ab, wie von den individuellen Ansprüchen an Convenience und Sicherheit.

Welche Rolle spielt das Alter tatsächlich?

Auf jeden Fall nicht den Hauptpart, wie viele Entscheider mit ihrer „Neandertaler-Meinung“ glauben. Die Fakten belegen etwas anderes. Demnach ist es zu kurz gegriffen, davon auszugehen, dass sich die Thematik mit den Offlinern, den Outsiders, den „Alten“ und Verunsicherten durch Demografie oder durch einen vereinfachten Zugang zu digitalen Angeboten in Kürze von allein erledigt haben wird.

Dabei spielt es auch keine Rolle, dass viele „Digital Outsiders“ – derzeit immer noch 37 Prozent der Bevölkerung! – im Durchschnitt älter als der Rest der digitalen Gesellschaft sind. Ein großer Teil von ihnen steht noch mitten im (Berufs-) Leben. 53 Prozent der „Internetfernen Verunsicherten“ und 89 Prozent der „Ordnungsfordernden Internet-Laien“ sind unter 69 Jahre alt und damit in vielerlei Hinsicht im allerbesten Alter.

Insgesamt zeigt auch die jüngste Erhebung, dass die DIVSI Internet-Milieus trotz der rasanten digitalen Entwicklung stabil bleiben, weil sie die Motive und Barrieren der Internet-Nutzung ganzheitlich betrachten. Die Milieus bleiben damit über einen längeren Zeitraum ein belastbares Instrument, mit dem die digitale Gesellschaft „vermessen“ werden kann und sich ihr Zustand zuverlässig beschreiben lässt. Nach zwei aufeinanderfolgenden Befragungswellen lassen sich erste Tendenzen erkennen und darauf gestützt Entwicklungen aufzeigen. Schon heute sind wir auf die nächsten Untersuchungsergebnisse gespannt, mit denen die Entwicklung weiter beschrieben werden kann.

  • Häufig wird davon ausgegangen, dass der rasante technologische Fortschritt unablässig neue „Digitale Generationen“ hervorbringt (Generation@, Generation Smartphone etc). Die vorliegenden Ergebnisse zeigen allerdings, dass Einstellungsmuster hinsichtlich digitaler Themenfelder relativ konstant bleiben. Auch wenn also die technische Ausstattung jährlich aktualisiert wird, ändert sich nicht gleichzeitig die digitale Denkweise; beispielsweise wird ein „Verantwortungsbedachter Etablierter“ auch mit seinem Tablet der aktuellsten Entwicklungsstufe weiterhin durch Zurückhaltung und Selbstschutzmaßnahmen sein persönliches Risiko im Internet zu mindern versuchen.
  • Zum anderen zeigt auch ein Blick in die Entwicklung der sozialen Milieus in Deutschland, dass übergeordnete Einstellungsmuster und die Zugehörigkeit von Menschen zu bestimmten Gruppen relativ stabil sind. Qualitativ neue Formationen einer Gesellschaft entwickeln sich in der Regel eher in langsamen Schritten von acht bis zehn Jahren.
  • Zudem scheint der Zuwachs bei den „Digital Natives“ von der demografischen Entwicklung kompensiert zu werden, wie die Entwicklung der „Internetfernen Verunsicherten“ zeigt. Diese werden als Gruppe nicht etwa kleiner, sondern lediglich älter.

Ergebnisse im Detail

Die folgende Darstellung zeigt einen Vergleich zwischen der Ersterhebung und Modellierung aus dem Jahr 2011 mit der ersten Aktualisierung aus dem Jahr 2013. Dabei werden leichte Verschiebungen in der Verteilung der Befragten über die verschiedenen digitalen Lebenswelten deutlich.

  • Das Segment der „Digital Natives“ nimmt insgesamt um drei Prozentpunkte zu und steigt damit auf 44 Prozent der Bevölkerung. Diese Entwicklung erklärt sich durch leichte Zuwächse bei den „Digitalen Souveränen“ und den „Effizienzorientierten Performern“
  • Das Segment der „Digital Immigrants“ bleibt annähernd konstant mit leicht abnehmender Tendenz von 20 auf jetzt 19 Prozent.
  • Das Segment der „Digital Outsiders“ verkleinert sich insgesamt um zwei Prozentpunkte (von 39 auf 37 Prozent der Bevölkerung). Diese Veränderung ist allerdings nur bei den „Ordnungsfordernden Internet-Laien“ erkennbar, die „Internetfernen Verunsicherten“ bleiben mit 27 Prozent konstant.

Ein vertiefender Blick in die soziodemographischen Profile der DIVSI Internet-Milieus zeigt ebenso leichte Veränderungen hinsichtlich Alter und Geschlecht. So nimmt der Anteil der Frauen bei den „Digital Souveränen“ und den „Effizienzorientierten Performern“ jeweils um sieben bzw. elf Prozentpunkte zu. Zudem steigt der Anteil der über 60-Jährigen bei den „Internetfernen Verunsicherten“ von 63 auf 74 Prozent.

  • „Digital Souveräne“ und „Effizienzorientierte Performer“ verzeichnen Zuwächse in der Altersgruppe der unter 40-Jährigen. Bei den „Digital Souveränen“ steigt der Anteil von 63 auf 68 Prozent, bei den „Effizienzorientierten Performern“ von 50 auf 56 Prozent.
  • Bei den „Postmateriellen Skeptikern“ und den „Internetfernen Verunsicherten“ sind deutliche Vergrößerungen bei den über 60-Jährigen sichtbar. Bei den „Postmateriellen Skeptikern“ steigt ihr Anteil von 20 auf 31 Prozent, bei den „Internetfernen Verunsicherten“ von 63 auf 74 Prozent.
  • Der Anteil der Frauen nimmt bei den „Digital Souveränen“ und den „Effizienzorientierten Performern“ zu: Bei den „Digital Souveränen“ steigt er von 32 auf 39 Prozent, bei den „Effizienzorientierten Performern“ von 37 auf 48 Prozent.
  • Die „Ordnungsfordernden Internet- Laien“ haben im Vergleich zu 2011 einen höheren Männeranteil.

Link zur ganzen Studie „DIVSI Milieu-Studie Aktualisierung 2013“

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DIVSI Milieu-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im Internet – Aktualisierung 2013 https://www.divsi.de/publikationen/studien/divsi-milieu-studie-zu-vertrauen-und-sicherheit-im-internet-aktualisierung-2013/ Thu, 19 Dec 2013 14:28:56 +0000 http://46.30.3.106/?post_type=studien&p=5498 Eine Grundlagenstudie des SINUS-Instituts Heidelberg im Auftrag des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI)

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Eine Grundlagenstudie des SINUS-Instituts Heidelberg im Auftrag des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI)

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Digitalisierung fördert das politische Interesse https://www.divsi.de/digitalisierung-foerdert-das-politische-interesse/ https://www.divsi.de/digitalisierung-foerdert-das-politische-interesse/#respond Thu, 29 Aug 2013 08:30:13 +0000 http://46.30.3.106/?p=4852 Ist das Internet ein wirksames Instrument im Kampf gegen fortschreitende „Politikverdrossenheit“? Hamburg – Wer sich im Internet zu Hause fühlt, zeigt an Politik ein höheres Interesse. So die  Grunderkenntnis einer repräsentativen Umfrage,  die das Heidelberger SINUS Institut jetzt im Auftrag von DIVSI durchgeführt hat. Jeder dritte der internetaffinen Digital Natives (31 %) gab dabei an, […]

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Ist das Internet ein wirksames Instrument im Kampf gegen fortschreitende „Politikverdrossenheit“?

Bild: Spectral-Design – Shutterstock

Hamburg – Wer sich im Internet zu Hause fühlt, zeigt an Politik ein höheres Interesse. So die  Grunderkenntnis einer repräsentativen Umfrage,  die das Heidelberger SINUS Institut jetzt im Auftrag von DIVSI durchgeführt hat. Jeder dritte der internetaffinen Digital Natives (31 %) gab dabei an, regelmäßig und genau das politische Geschehen zu verfolgen.  Im Milieu der Digital Outsiders – Menschen, die kaum oder wenig Umgang mit dem Internet haben – ist dagegen nur jeder fünfte am politischen Alltag interessiert.

Gleichzeitig ergab die Untersuchung, dass mit zunehmendem Alter das politische Interesse zunimmt. Knapp die Hälfte (49%) aller Befragten ab 55 Jahren gab an, politisch stark interessiert zu sein. Bei den 18-34jährigen liegt die Vergleichszahl bei nur 27 Prozent. Hier spielt auch das Bildungsniveau eine Rolle. Je höher der Bildungsabschluss, desto stärker das politische Interesse.

Die Ergebnisse zeigen insgesamt deutlich, dass sich aus der digitalen Grundhaltung der Menschen insgesamt Rückschlüsse auf politische Einstellungen ziehen lassen. Andere Aspekte wie etwa Alter und  Bilder spielen keine derart signifikante Rolle.

Diese Erkenntnis spiegelt sich nicht nur im politischen Interesse, sondern auch in grundlegenden politischen Einstellungen wider: Wer auf Gesetze und Regelungen im Netz vertraut, der fordert sie auch stärker bei anderen politischen Themen (z.B. Verbot radikaler Parteien und Frauenquote).

DIVSI-Direktor Matthias Kammer: „Die Ergebnisse der Untersuchung verdeutlichen, dass sich aus dem Umgang mit dem Internet durchaus Rückschlüsse auf soziale Grundeinstellungen ableiten lassen. Das Internet schafft auch hier neue Ansätze.“

Zur Pressemitteilung und zum Material:
http://46.30.3.106/ueber-uns/presse/pressemitteilungen/4850

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DIVSI Milieu Study on Trust and Security on the Internet https://www.divsi.de/publikationen/studien/divsi-milieu-study-on-trust-and-security-on-the-internet/ Fri, 28 Jun 2013 14:34:51 +0000 http://divsi.creativeconstruction.de/?post_type=studien&p=366 The “DIVSI Milieu Study on Trust and Security on the Internet” that DIVSI asked the Sinus-Institut to conduct provides new, valuable insights for anyone who has to do with the Internet – no matter whether he or she comes from the world of politics, the business community or the general public. The study’s findings also […]

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The “DIVSI Milieu Study on Trust and Security on the Internet” that DIVSI asked the Sinus-Institut to conduct provides new, valuable insights for anyone who has to do with the Internet – no matter whether he or she comes from the world of politics, the business community or the general public. The study’s findings also challenge a number of assumptions that have been considered valid up to now.

The degree of differentiation and the precision of the DIVSI Milieu Study are unparalleled in research conducted in this area up to now. For this reason, the central findings of the study form a very broad basis that can be used to identify measures designed to enhance trust and security on the Internet.

The DIVSI study breaks down Germany’s population into three groups based on their attitudes toward the Internet and their usage of it:

  • Digital Outsiders: This group is either completely offline or very insecure about the Internet, which it has hardly ever used.
  • Digital Natives: Members of this group have grown up with the Internet and have completely integrated it into their daily lives.
  • Digital Immigrants: This group does indeed use the Internet on a regular basis, but only very selectively. It also takes a skeptical view of many developments, particularly in terms of security and data protection.

Key findings

The study found that about 40 percent of Germany’s population belong to the group of Digital Outsiders. This finding challenges the previously held view that about 80 percent of the country’s population is online and about 20 percent is offline. This, in turn, raises doubts about the related views regarding the state of the digital society in Germany. The results of the DIVSI study suggest that twice as many people in Germany live completely or almost completely without the Internet. This means that nearly 27 million of the approximately 72 million members of the digital society in Germany are Digital Outsiders.

The DIVSI Milieu Study also found that about 41 percent of all Germans belong to the group known as Digital Natives. These are people who have grown up with the Internet and have completely integrated it into their daily lives. Digital Natives can no longer imagine a life without the Internet. For this reason, their motto could be: “I surf. Therfore, I am.”

The remaining 20 percent of the German population could be called Digital Immigrants. On the one hand, they use the Internet only when they expect to gain a direct benefit – let’s say in planning a vacation or hunting for a bargain on a particular item. On the other hand, members of this population group have, to some extent, specific concerns about the Internet and take steps to ensure that they will not become dependent on that technology.

The DIVSI Milieu Study on Trust and Security on the Internet provided significant findings.

In the past, discussions have assumed that the digital society in Germany is split between onliners and offliners. But a breakdown solely between online and offline does not accurately reflect the reality. The crucial point is how people actually use the Internet. Drawing on this assumption, the study concludes that there are two boundaries, not one, running through the digital society.

The first boundary separates Digital Outsiders from Digital Immigrants on the one hand and from Digital Nativeson the other. Digital Outsiders are either offline or are very insecure about using the Internet. For these people, the Internet represents a digital barrier blocking off a world from which they feel excluded and to which they have no access.

The second boundary separates Digital Natives on the one hand and Digital Immigrants and Digital Outsiders on the other. Digital Natives view the Internet as a normal part of their environment, a place in which they roam freely and naturally. The digital world represents a fundamental part of their life. They have a very positive attitude toward it, and they cannot believe that some people do not feel equally at home on the Internet as they do.

In addition to these central findings, the DIVSI Milieu Study reached another, very important conclusion. There are two aspects to this finding.

First, people’s behavior on the Internet and their attitudes toward trust and security are primarily based on differing concepts about responsibility. While one group demands more government support in efforts to ensure secure usage of the Internet, the other group stresses the importance of individual responsibility. Specifically, the DIVSI Milieu Study found that nearly three out of four Germans (74 percent) expect the government and business community to actively ensure online security. By contrast, the majority of Digital Natives (26 percent) thinks the issue of security should be left to individual users. This group feels competent enough to recognize the Internet’s risks and is able to deal with them. Freedom, usage and flexibility take absolute precedence over government regulations, something that is categorically rejected by some of them.

Second, the population is also shaped by various views about the question on how secure the Internet can actually ever be. The DIVSI Milieu Study found that about one-third of all Internet users in Germany believe that total security on the Internet could be achieved. Surprisingly, many Digital Natives feel this way. On the other hand, about half of users think it is impossible to have total online security. The remaining respondents had no clear position on this question.

The study’s findings reveal on thing: To increase trust and security on the Internet, German political leaders face a major challenge of satisfactorily meeting diametrically opposed security needs. These needs arise from the following key points:

  • Nearly three out of four Germans demand that the government takes steps to ensure online security.
  • A majority of Digital Natives, who would be most strongly concerned by such government action, reject such steps and do not have, to a certain extent, any understanding of the problems and needs of other population groups in terms of the Internet and its use.

As a result, finding a common ground among these diverse points of view will be a major socio-political challenge. In Joachim Gauck, DIVSI has a patron who can help build a bridge between the various population groups in Germany’s digital society.

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DIVSI magazin – Ausgabe 1/2013 https://www.divsi.de/publikationen/magazine/divsi-magazin-ausgabe-12013/ Sun, 31 Mar 2013 09:58:39 +0000 http://divsi.creativeconstruction.de/?post_type=magazine&p=3717 Zum Inhalt: DIVSI Entscheider-Studie lässt erstmalig und repräsentativ Entscheider aus Wirtschaft, Politik, öffentlichem Dienst, Medien und Wissenschaft zu Wort kommen. Und weitere Themen…

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Zum Inhalt: DIVSI Entscheider-Studie lässt erstmalig und repräsentativ Entscheider aus
Wirtschaft, Politik, öffentlichem Dienst, Medien und Wissenschaft zu Wort kommen.
Und weitere Themen…

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