Presse

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Zum Weltverbrauchertag: Deutsche Bevölkerung will im Internet gleiche Übertragungsgeschwindigkeit für alle

15. März 2018

Netzneutralität soll bleiben

Das Ergebnis ist eindeutig. Bundesdeutsche Verbraucher wollen eine Gleichbehandlung im Internet und lehnen es mit einer Mehrheit von 74 Prozent ab, dass man sich mit einer Extrabezahlung einen schnelleren Datentransfer im Netz erkaufen kann. So das klare Votum in einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI), realisiert von dimap. Demnach plädieren die Deutschen ausdrücklich dafür, dass die gesetzliche Vorgabe, wonach alle Daten im Internet unabhängig von Sender, Empfänger und Inhalt gleich schnell zu übertragen sind, unbedingt beibehalten werden muss.

Dieser deutliche Wunsch zeigt sich über alle Altersgruppen und gesellschaftlichen Bereiche hinweg. Unter Freiberuflern und Selbstständigen sprechen sich sogar 86 Prozent dafür aus, die bisherige Regelung zur Datenübertragung auf keinen Fall anzurühren. Lediglich 18 Prozent aller Befragten sind dafür, durch Extrabezahlung eine bevorzugte, schnellere Datenübertragung zu ermöglichen.

Unveränderte Gleichbehandlung wünschen sich die Deutschen auch dann, wenn das Netz einmal überlastet sein sollte. 55 Prozent erwarten, dass in einem solchen Fall Unternehmen nicht vorrangig behandelt werden.

DIVSI Umfrage Netzneutralität

DIVSI-Direktor Matthias Kammer wertet das Umfrageergebnis so: „Die Verbraucher fordern ganz klar: Kein Zwei-Klassen-Internet! Die Netzneutralität muss gewahrt bleiben und die verantwortlichen Stellen sollten auf keinen Fall zulassen, dass Menschen benachteiligt werden, weil sie sich eine Bevorzugung finanziell nicht leisten können.“

Wichtige Fakten und Zahlen zur Umfrage
Grundgesamtheit Bevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren
Erhebungsverfahren Telefoninterviews, 1011 Befragte
Erhebungszeitraum 05. bis 07. März 2018
Wortlaut Frage 1

Bisher sind die Internetdienstanbieter, wie zum Beispiel die Deutsche Telekom oder 1&1, gesetzlich verpflichtet, alle Daten im Internet gleich schnell zu übertragen, unabhängig von Sender, Empfänger und Inhalt. Wie sehen Sie das? Sollte es künftig möglich sein, dass die Daten von Internetnutzern und Unternehmen, die dafür extra bezahlen, schneller übertragen werden als die Daten jener, die dafür nicht extra bezahlen oder sollten alle Daten weiterhin gleich schnell übertragen werden?

Wortlaut Frage 2 Sollten Unternehmen beim Datentransfer im Internet gegenüber Privathaushalten bevorzugt werden, wenn zum Beispiel die Netze überlastet sind, oder sollten sie das nicht?
Grafik Netzneutralität (561 KB) Pressemitteilung DIVSI Netzneutralität (290 KB)

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