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Pew Research Studie: So reagierten User auf den OpenSSL Heartbleed-Bug

20. Mai 2014

Im April versetzte der OpenSSL Heartbleed-Bug das Internet in einen Ausnahmezustand. Betroffen waren gut 30% aller SSL-Verbindungen weltweit, unter anderem Internet-Giganten wie Yahoo, Microsoft und Google. Der zwei Jahre lang unentdeckt gebliebene OpenSSL-Bug ermöglichte den Zugriff auf den Arbeitsspeicher von Servern und damit das Auslesen von Private Keys. Im Besitz dieser Keys wären Hacker in der Lage gewesen, verschlüsselt übertragene Daten, beispielsweise Kreditkarteninformationen, Passwörter oder Versicherungsnummern, unverschlüsselt zu extrahieren.

PEW Research Center befragte einige Wochen später 1.501 Erwachsene in den USA zu ihrem Datenschutzempfinden. Die zentralen Ergebnisse:

  • der Heartbleed-Bug war im öffentlichen Bewusstsein weniger prominent als andere Ereignisse wie etwa die Ukraine-Krise
  • 64% der Internet-Nutzer haben vom Heartbleed-Bug erfahren, überwiegend Erwachsene mit guter Bildung (77% mit College-Ausbildung) und/oder hohem Einkommen (75% Haushalte mit Jahreseinkommen von $75.000 und höher)
  • 29% der User nehmen an, dass ihre persönlichen Informationen durch den Heartbleed-Bug gefährdet waren
  • 39% der User haben Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um ihre Online-Accounts besser zu schützen (Passwort-Änderung oder Deaktivierung von Konten)
  • 6% der User nehmen an, dass ihre persönlichen Informationen gestohlen wurden
  • trotzdem nehmen 69% der Internet-User an, dass ihre Online-Konten und privaten Informationen im Internet generell sicher sind
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