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Digitalisierte urbane Mobilität: Datengelenkter Verkehr zwischen Erwartung und Realität

5. Oktober 2016

Über die Zukunft der Mobilität wird derzeit viel gesagt und viel geredet. Mobilität 4.0, Digitalisierung des Verkehrs, Assistenzsysteme – dies sind nur einige der Schlagworte, die in der gegenwärtigen Diskussion über verkehrsspezifische Veränderungen durch die Digitalisierung fallen. Dabei werden der Verbraucher, die Umwelt, Infrastrukturen und Ressourcen besonders in den Blick genommen. „Smart City“-Diskurse gehen da deutlich weiter. Sie verknüpfen die Diskussion über die digitalen Aspekte des öffentlichen Nahverkehrs beispielsweise mit der Perspektive des Wohnungsmarkts oder der Regionalwirtschaft. Begriffe wie „Chancen durch Elektromobilität“ oder „autonomes Fahren“ sind dabei eher nur Aktualisierungen einer schon länger währenden Debatte. Denn tatsächlich dauert diese mittlerweile gut vier Jahrzehnte.

Und so greift die vorliegende Studie auf einmalige Weise verschiedene Bereiche der Mobilitätsdiskussion auf und erarbeitet die besonderen Schwierigkeiten, denen diese unterliegt. Es gibt eben erhebliche Unterschiede zwischen den Verkehrssystemen in Europa und USA, und das wirkt sich weitläufig auf infrastrukturelle Anforderungen, ressourcenpolitische Erwägungen und verbraucherbezogene Erwartungen aus. Auch wird deutlich, dass unsere vernetzte Gesellschaft zwar über ein respektables technisches Fundament verfügt, wir aber trotzdem weit entfernt sind von einer „intelligenten Verkehrssteuerung“, und das, obwohl die Zielerwartungen über Jahrzehnte nahezu unverändert geblieben sind: Lösung von zeitraubenden Stauproblemen, Sicherung ökologischer Nachhaltigkeit und Reduzierung der Zahl von Verkehrsopfer.

Wo der Diskurs vertieft werden sollte, fehlt auch nicht eine kritische Stellungnahme oder ein lösungsorientierter Hinweis. So greift die vorliegende Arbeit zur Vertiefung ganz alltagspraktische Problemstellungen auf. Oder sie erweitert, wo erforderlich, die ohnehin schon komplexe Materie um relevante Aspekte wie Anforderungen des Datenschutzes und Schutz der Privatsphäre.

Unterlegt mit einer Menge illustrativer und praktischer Beispiele sowie fundiert durch eine Vielzahl relevanter Untersuchungen und Quellen liefert der Autor Dr. Dieter Klumpp nicht nur einen umfassenden Überblick zu einer lange währenden, sondern auch spannenden Diskussion um Mobilität und damit um Werte wie Freiheit und Wohlstand. Gleichwohl öffnet die Studie auch den Blick auf die Bandbreite eines Themas, das in Teilen bereits diskutiert aber in seiner Gesamtheit noch zu erfassen, zu bewerten und zu erörtern sein wird.

Michael Schneider

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