Umfrage – DIVSI https://www.divsi.de Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet Fri, 24 May 2019 13:57:00 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.14 Soziale Netzwerke als Nachrichtenquelle immer beliebter https://www.divsi.de/soziale-netzwerke-als-nachrichtenquelle-immer-beliebter/ https://www.divsi.de/soziale-netzwerke-als-nachrichtenquelle-immer-beliebter/#respond Mon, 23 Nov 2015 09:13:11 +0000 http://46.30.3.106/?p=14243 Soziale Netzwerke sind inzwischen zu wichtigen Informationskanälen für tagesaktuelle Nachrichten avanciert. Das belegt eine neue repräsentative BITKOM-Umfrage, die mit 1.042 Internetnutzern ab 14 Jahren in Deutschland durchgeführt wurde. Demnach konsumieren 22 Prozent der Internetnutzer tagesaktuelle Nachrichten über Social Media. Auffällig ist, dass besonders die jüngere Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren mit 32 Prozent die sozialen Kanäle für diese Zwecke oft […]

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Soziale Netzwerke werden als Nachrichtenquelle immer beliebter

Bild: quka – Shutterstock

Soziale Netzwerke sind inzwischen zu wichtigen Informationskanälen für tagesaktuelle Nachrichten avanciert. Das belegt eine neue repräsentative BITKOM-Umfrage, die mit 1.042 Internetnutzern ab 14 Jahren in Deutschland durchgeführt wurde. Demnach konsumieren 22 Prozent der Internetnutzer tagesaktuelle Nachrichten über Social Media.

Auffällig ist, dass besonders die jüngere Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren mit 32 Prozent die sozialen Kanäle für diese Zwecke oft nutzt. Bei der Altersgruppe der über 65-Jährigen sind es dagegen nur zwei Prozent, die Nachrichten in sozialen Netzwerken konsumieren.

Soziale Netzwerke für Nachrichtenkonsum wichtiger als YouTube

Der wichtigste Kanal ist Facebook. 46 Prozent der deutschen Internetnutzer nutzen dieses Netzwerk für den Nachrichtenkonsum. Danach folgen Xing mit 31 Prozent und Twitter mit 30 Prozent. Lediglich 19 Prozent schauen Nachrichtensendungen direkt auf YouTube.

Interessant ist hierbei, dass die Ergebnisse der BITKOM-Umfrage in Bezug auf YouTube deutliche Unterschiede zu einer US-Studie aufweist. Laut der Studie von The Media Insight Project im März 2015 liegt YouTube in den USA auf dem zweiten Platz der meistgenutzten Kanäle für den Nachrichtenkonsum.

Facebook führendes soziale Netzwerk bei Nachrichtenkonsum

Facebook führend bei Nachrichtenkonsum (Grafik: The Media Insight Project)

Keine Anreize mehr, auf externe Links zu klicken

Ein Erklärungsansatz für die Dominanz der sozialen Netzwerke über Plattformen wie YouTube oder Nachrichtenseiten liegt nach BITKOM in der neuen Form des Nachrichtenkonsums. 45 Prozent der Nutzer, die Nachrichten in sozialen Netzwerken konsumieren, tun dies umfassend und sie verlassen das Netzwerk im Zuge dessen auch nicht. Laut der BITKOM-Umfrage klicken nur noch 35 Prozent der Nutzer Links zu externen Nachrichten oder Videos an.

Mit einer direkten Videowiedergabe im Newsfeed oder – im Falle Facebooks – über Kooperationen mit Medienhäusern, um Artikel direkt in Instant Articles bereitzustellen, bieten die Social-Media-Unternehmen den Nutzern immer mehr Anreize, ihre Netzwerke nicht mehr zu verlassen. Auch Nachrichtenanbieter gehen verstärkt dazu über, ihre Inhalte speziell für die sozialen Netzwerke aufzubereiten.

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Deutschland hinkt bei E-Government hinterher https://www.divsi.de/deutschland-hinkt-bei-e-government-hinterher/ https://www.divsi.de/deutschland-hinkt-bei-e-government-hinterher/#respond Wed, 05 Aug 2015 09:43:57 +0000 http://46.30.3.106/?p=13456 Von Yi-Ji Lu Die Nutzung elektronischer Verwaltungsangebote in Deutschland hinkt im Vergleich mit anderen Ländern deutlich hinterher. Das ergab die kürzlich von der Initiative D21 e.V. und dem Ipima (Institute for Public Information Management) vorgestellte repräsentative Studie „E-Government-Monitor 2015„, für die 1.000 Online-Interviews in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Schweden durchgeführt wurden. Genereller Zuwachs in E-Government-Nutzung – Deutschland bildet die […]

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Von Yi-Ji Lu

Die Nutzung elektronischer Verwaltungsangebote in Deutschland hinkt im Vergleich mit anderen Ländern deutlich hinterher. Das ergab die kürzlich von der Initiative D21 e.V. und dem Ipima (Institute for Public Information Management) vorgestellte repräsentative Studie „E-Government-Monitor 2015„, für die 1.000 Online-Interviews in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Schweden durchgeführt wurden.

Genereller Zuwachs in E-Government-Nutzung – Deutschland bildet die Ausnahme

Insgesamt liegen Online-Verwaltungsdienste im Trend. Als Vorteile benennen die Nutzer besonders die zeitliche Unabhängigkeit von Öffnungszeiten, mehr Komfort und Zeitersparnis. Daneben ist ihnen eine einfache Bedienbarkeit sowie Zuverlässigkeit der Systeme wichtig. So stellt die Studie generell einen zunehmenden Anteil derjenigen Befragten fest, die in den letzten 12 Monaten E-Government-Angebote genutzt haben:

  • Die Schweiz kann mit einem Anstieg von 61 Prozent (2014) auf 69 Prozent (2015) den größten Zuwachs von E-Government-Nutzern verbuchen.
  • In Österreich ist ein leichter Zuwachs von 72 Prozent (2014) auf 73 Prozent zu beobachten.
  • In Schweden ist der Anteil der E-Government-Nutzer von 71 Prozent (2014) auf 75 Prozent (2015) angestiegen.

In Deutschland hingegen ist ein Rückgang um 6 Prozentpunkte (45 Prozent in 2014) zu beobachten. Mit nur 39 Prozent liegen die Deutschen im Jahr 2015 zudem weiterhin deutlich hinter den drei Vergleichsländern.

Deutschland hinkt bei eGovernment hinterher

E-Government-Nutzung in Deutschland deutlich geringer (Grafik: E-Government Monitor 2015)

Fehlende Kenntnis ist die größte Zugangsbarriere

Laut der Studie haben die generellen Bedenken hinsichtlich mangelnder Sicherheit oder geringem Datenschutz abgenommen. Stattdessen stellt die fehlende Bekanntheit der elektronischen Verwaltungsdienste in allen Ländern die größte Zugangsbarriere dar:

Zugangsbarrieren E-Government

Zugangsbarrieren E-Government (Grafik: E-Government Monitor 2015)

Dazu passt die Beobachtung, dass Suchmaschinen in allen Vergleichsländern den wichtigsten Startpunkt für das Auffinden von Online-Bürgerdiensten bilden. Mangelndes Wissen über die Existenz derartiger Portale führt, so die Studie, folglich zu einer geringeren Nutzung: „was man nicht sucht, weil man es nicht kennt, kann man auch nicht finden.“

Suchmaschinen sind der erste Anlaufpunkt zum Auffinden von E-Government-Angeboten

Suchmaschinen sind der erste Anlaufpunkt zum Auffinden von E-Government-Angeboten (Grafik: E-Government Monitor 2015)

Die Mehrheit der Deutschen ist für eine zentrale Online-Verwaltungsbehörde

Trotz der vergleichsweise geringen Nutzung von E-Government-Diensten bewerten die deutschen Nutzern sie mehrheitlich positiv. 58 Prozent befürworten eine Bündelung von Bürgerdiensten, um den Aufwand beim Ausfüllen von Formularen zu verringern. Nur 28 Prozent sprechen sich gegen eine zentrale Anlaufstelle, bei der ihre Daten gesammelt liegen, aus. Sie ziehen es vor, die Behörden jeweils einzeln zu kontaktieren.

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Umfrage: Wie groß ist das Vertrauen in das Internet der Dinge? https://www.divsi.de/umfrage-wie-gross-ist-das-vertrauen-in-das-internet-der-dinge/ https://www.divsi.de/umfrage-wie-gross-ist-das-vertrauen-in-das-internet-der-dinge/#respond Fri, 24 Jul 2015 10:18:25 +0000 http://46.30.3.106/?p=12981 Internet der Dinge revolutioniert alle Lebensbereiche Die Entwicklung des Internets der Dinge (IoT) ist im vollen Gange. 25 Milliarden vernetzte Geräte werden laut einer Prognose von Gartner im Jahr 2020 in Betrieb sein. Damit wächst die bisherige Anzahl der vernetzten Geräte innerhalb der nächsten fünf Jahre um den Faktor 6. Vernetzte Autos, Fitness-Tracker, intelligente Kühlschränke und Smart-Thermostate sind nur einige gängige Beispiele […]

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Internet der Dinge auf dem Vormarsch

Internet der Dinge revolutioniert alle Lebensbereiche

Die Entwicklung des Internets der Dinge (IoT) ist im vollen Gange. 25 Milliarden vernetzte Geräte werden laut einer Prognose von Gartner im Jahr 2020 in Betrieb sein. Damit wächst die bisherige Anzahl der vernetzten Geräte innerhalb der nächsten fünf Jahre um den Faktor 6.

Vernetzte Autos, Fitness-Tracker, intelligente Kühlschränke und Smart-Thermostate sind nur einige gängige Beispiele für neue Anwendungsfelder. Das Einsatzgebiet vom Internet der Dinge reicht jedoch weit über die naheliegenden Smart-Home- und Smart-City-Anwendungen hinaus. So stehen bereits innovative Lösungen für die TextilindustrieEmpfängnisverhütung, Landwirtschaft oder den Umweltschutz bereit.

Vertrauen ein maßgeblicher Faktor für den Erfolg von IoT-Geschäftsmodellen

Datensicherheit ist zu einem zentralen Aspekt in der IoT-Debatte geworden. Nicht nur potenziert sich das Risiko von Einfallstoren durch die unzähligen Geräte und das Zusammenspiel unterschiedlicher Systeme, wie Security-Experte Eugene Kaspersky feststellt. Gleichzeitig litt das Vertrauen in digitale Technologien durch die immer wieder Schlagzeilen machenden Datenpannen, von denen auch namhafte Konzerne nicht verschont geblieben sind, sowie die in den letzten Jahren enthüllten Überwachungspraktiken von Regierungen und Unternehmen.

Der Erfolg von IoT-Geschäftsmodellen hängt jedoch maßgeblich vom Vertrauen der Nutzer ab, so fasst es Accenture in der Umfrage „Digital Trust in the IoT Era“ zusammen, für die 24.000 Nutzern in 24 Ländern zum Thema befragt wurden. 

Ergebnisse der Umfrage

Großes Interesse an Internet der Dinge-Lösungen

IoT-Lösungen stoßen auf ein großes Interesse. Bis 2020 soll nahezu jeder zweite Befragte ein oder mehrere IoT-Devices besitzen. Besonders großes Kaufinteresse findet sich bei Geräten aus den Bereichen Heimüberwachung, Smart-Watches und Fitness-Tracker. 

Interesse an Internet of things

Quelle: Accenture

Jeder Zweite besorgt um Datensicherheit

Gleichzeitig sind die Nutzer vorsichtig, wem gegenüber sie Ihre Daten preisgeben. 54 Prozent misstrauen der Sicherheit ihrer persönlichen Online-Daten. Auffällig ist, dass das Vertrauen mit zunehmendem Alter abnimmt. Während in der Altersgruppe der 14-17-Jährigen noch 58 Prozent an die Sicherheit ihrer Daten glauben, sind es in der Altersgruppe der über 55-Jährigen nur noch 33 Prozent. Der internationale Vergleich zeigt eine relativ gleichförmige Verteilung. Die europäischen Nutzer stehen der Technologie am kritischsten gegenüber, während die Nutzer im Mittleren Osten am wenigsten Bedenken hegen. 

Vertrauen in Internet of Things

Quelle: Accenture

Telefonanbieter und Banken am vertrauenswürdigsten

Die Befragten bringen den Unternehmen ein unterschiedlich großes Vertrauen entgegen. Telefonanbieter und Banken sind laut der Umfrage am vertrauenswürdigsten. Das größte Misstrauen wird Fernsehsendern und Video-Plattformen entgegengebracht.

Unterschiedliches Vertrauen in Unternehmen

Quelle: Accenture

User wünschen sich Alternativen zum Login-Verfahren mit Passwörtern

Wie Eugene Kaspersky stellt auch Accenture einen drastischen Anstieg von Datenpannen und Sicherheitslücken fest und prognostiziert, das sich die Anzahl der gestohlenen User-Daten im Zeitraum 2014-2015 gegenüber den Vorjahren 2012-2013 mehr als verdoppeln wird.

Das konventionelle Login-Verfahren mit Benutzername und Passwort gilt daher als unsicher und überholt. Dieser Ansicht sind auch die befragten Nutzer. 77 Prozent wünschen sich alternative Sicherheitsvorkehrungen für einen besseren Schutz ihrer Daten und 58 Prozent sind an biometrischen Authentifizierungsverfahren wie Stimmerkennung, Fingerabdruck- oder Iris-Scan interessiert.

Alternativen zum Passwort-Verfahren

Quelle: Accenture

Preisgabe von Daten für finanzielle Gegenleistung

Die Umfrage zeigt, dass Nutzer die Verwendung ihrer Daten weniger negativ bewerten, wenn sie im Gegenzug einen finanziellen Vorteil erhalten. Bewerten so etwa 38 Prozent die Weitergabe ihrer Nutzerdaten als eine Verletzung der Privatsphäre, sehen nur 20 bis 22 Prozent ihre Privatsphäre gefährdet, wenn ihr Kaufverhalten im Gegenzug für Rabatte oder Angebote ausgewertet wird.

Verstoß gegen Privatsphäre?

Quelle: Accenture

Synergie-Effekte durch Vernetzung

Ungeachtet der noch existierenden Datenschutz- und Privatsphäreproblematik ergeben sich durch das Zusammenspiel von vernetzten Geräten aus unterschiedlichen Lebensbereichen gänzlich neue Möglichkeiten. Cisco fasste die Synergie-Effekte bereits vor einiger Zeit in einer Infografik zusammen:

Infografik IoT Cisco

Quelle: allthingsd

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Smartphone-Studie: Vermischung von Arbeit und Freizeit https://www.divsi.de/smartphone-studie-vermischung-von-arbeit-und-freizeit/ https://www.divsi.de/smartphone-studie-vermischung-von-arbeit-und-freizeit/#respond Tue, 07 Jul 2015 08:54:22 +0000 http://46.30.3.106/?p=12607 Dass die Digitalisierung und der Siegeszug der mobilen Geräte das Berufsleben flexibler machen und es in der Folge zu einer Auflösung der zu Zeiten der Industrialisierung etablierten Grenzen von Arbeit und Privatleben kommt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Eine von BITKOM in Auftrag gegebene repräsentative Studie hat nun untersucht, wie Deutsche ihr Smartphone im privaten Kontext für ihren […]

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Wachsende Vermisschung von Arbeit und Freizeit durch Smartphones – die Gesellschaft reagiert

Bild: Kzenon – Shutterstock

Dass die Digitalisierung und der Siegeszug der mobilen Geräte das Berufsleben flexibler machen und es in der Folge zu einer Auflösung der zu Zeiten der Industrialisierung etablierten Grenzen von Arbeit und Privatleben kommt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Eine von BITKOM in Auftrag gegebene repräsentative Studie hat nun untersucht, wie Deutsche ihr Smartphone im privaten Kontext für ihren Beruf nutzen.

Befragt wurden 1016 Bundesbürger ab 14 Jahren, darunter 575 Berufstätige. Die Ergebnisse im Überblick:

Jeder Zweite erledigt in der Freizeit berufliche Aufgaben

Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass knapp jeder zweite berufstätige Smartphone-User (48 Prozent) bei privaten Treffen mit Freunden oder der Familie berufliche Aufgaben mit seinem Smartphone erledigt. 28 Prozent tun dies ab und zu und 20 Prozent sogar regelmäßig. Auffällig ist an dieser Stelle, dass die Anzahl derer, die das Smartphone in der Freizeit für berufliche Dinge nutzen, mit dem Alter steigt:

  • von den Berufstätigen bis 29 Jahren nutzen 35 Prozent das Smartphone in einer privaten Runde für berufliche Zwecke
  • bei den 30- bis 49-Jährigen sind es bereits 57 Prozent
  • und bei den über 50-Jährigen 61 Prozent

Umgekehrt verwenden auch 41 Prozent der Berufstätigen das Smartphone während der Arbeitszeit für private Angelegenheiten:

  • 67 Prozent lesen private Nachrichten wie E-Mails, WhatsApp-Nachrichten oder SMS
  • 29 Prozent nutzen soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter
  • rund jeder Vierte (27 Prozent) spielt oder liest aktuelle Nachrichten im Internet (23 Prozent)
  • 15 Prozent informieren sich über Sportergebnisse und 6 Prozent kaufen mit ihrem Smartphone auf Online-Shopping-Portalen ein

Dauerhafte Smartphone-Nutzung ein gesellschaftlicher Affront

Die Umfrage geht im Weiteren darauf ein, wie die Mehrheit auf die Vermischung von Arbeit und Freizeit reagiert. Rund zwei Drittel (67 Prozent) halten es für unhöflich, wenn in einer privaten Runde berufliche Aufgaben mit dem Smartphone erledigt werden. Nur jeder Vierte (28 Prozent) meint, das sei heutzutage normal.

Vom Blick auf das Smartphone fühlen sich besonders Senioren gestört. 83 Prozent der über 65-Jährigen halten die Smartphone-Nutzung in einem solchen Fall für unhöflich. Nur 12 Prozent finden das in Ordnung.

Balance finden ist gesellschaftliche Aufgabe

Dem Home-Office und einem flexiblen Arbeitsmodell kommt in der deutschen Wirtschaft eine wachsende Bedeutung zu und ermöglicht dem Arbeitnehmer eine höhere Flexibilität in der Lebensgestaltung. Sie schaffen indes auch neue gesellschaftliche Problemfelder. So belegen ausländische Studien, dass die Bereitstellung von Smartphones durch den Arbeitgeber eine ständige Erreichbarkeit impliziere, die mitunter zu erhöhten Stressleveln bei Arbeitnehmern führe. 

Die große Herausforderung sei es, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder, dafür zu sorgen, dass „diese neue Flexibilität weder zu Lasten der Beschäftigten noch zu Lasten der Unternehmen geht, sondern dass beide Seiten gleichermaßen davon profitieren.“

Um das Problem sich unbemerkt ausdehnender Arbeitszeiten und zusätzlicher Nachtschichten zu entschärfen, forderte die IG Metall 2014 ein Recht auf Unerreichbarkeit. Zwar ist noch kein derartiges Gesetz auf Bundesebene umgesetzt, doch haben Automobilhersteller mittlerweile ihren Mitarbeitern feste Zeiten, in denen sie unerreichbar sind, zugesichert oder andere Ausgleichsregelungen getroffen.

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Ipsos-CIGI-Umfrage: Deutschland – Land der Internetskeptiker? https://www.divsi.de/ipsos-cigi-umfrage-deutschland-land-der-internetskeptiker/ https://www.divsi.de/ipsos-cigi-umfrage-deutschland-land-der-internetskeptiker/#respond Mon, 01 Dec 2014 11:41:04 +0000 http://46.30.3.106/?p=10776 Seit den Snowden-Enthüllungen ist das Vertrauen in das Internet und die Internetsicherheit deutlich gesunken. Das zeigt eine internationale Umfrage, die das kanadische Centre for International Governance Innovation (CIGI) zusammen mit dem Ipsos Forschungsinstitut durchgeführt hat. Befragt wurden 23.000 Internetnutzer in 24 Ländern zwischen 16 und 64 Jahren.

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Ipsos CIGI Survey: Deutschland skeptisch gegenüber dem Internet?

Bild: Anton Watman – Shutterstock

Von Yi-Ji Lu

Seit den Snowden-Enthüllungen ist das Vertrauen in das Internet und die Internetsicherheit deutlich gesunken. Das zeigt eine internationale Umfrage, die das kanadische Centre for International Governance Innovation (CIGI) zusammen mit dem Ipsos Forschungsinstitut durchgeführt hat. Befragt wurden 23.000 Internetnutzer in 24 Ländern zwischen 16 und 64 Jahren.

Die zentralen Erkenntnisse

  • 64% der Befragten sorgen sich stärker um ihre Privatsphäre im Internet als noch vor einem Jahr
  • Zu den größten Ängsten gehören das Hacking von Online-Konten und der Diebstahl von persönlichen Daten (77%) sowie die Überwachung durch staatliche Organe (62%)
  • 28% der Befragten betreiben Selbstzensur bei ihrer Online-Kommunikation

Deutschland das Land der Internet-Skeptiker?

Die Umfrage zeigt deutlich, dass die deutschen User im internationalen Vergleich dem Internet eher skeptisch gegenüber stehen. Einen Teil dazu mag die in Deutschland seit Snowden ausführlich geführte Debatte um Datenschutz und Privatsphäre im Internet beigetragen haben:

  • 94% der Befragten in Deutschland haben von Edward Snowden gehört. Damit führt Deutschland die Liste an (Durchschnitt bei 60%)
  • Nur 15% der deutschen Befragten nehmen an, dass ihre persönlichen Daten im Internet sehr sicher sind. Deutschland belegt hierbei den letzten Platz (Durchschnitt bei 36%)
Deutsche User hegen kein Vertrauen in die Sicherheit ihrer persönlichen Daten im Netz

Deutschland bei Vertrauen in Internet-Datensicherheit an letzter Stelle (Grafik: CIGI)

  • Nur 34% der deutschen Nutzer wollen, dass ihre Online-Daten und persönlichen Informationen auf sicheren Servern gespeichert werden. Auch hier ist Deutschland auf dem letzten Platz (Durchschnitt bei 73%)
Deutsche haben Unbehagen bei Speicherung ihrer Daten auf sicheren Servern

Deutsche Nutzer gegen Daten-Speicherung auf Servern (Grafik: CIGI)

Aus den Ergebnissen der Umfrage lässt sich zudem eine generelle Internet-Skepsis ableiten, die über das reine Problemfeld „Datenschutz und Privatsphäre“ hinausgeht. So liegt Deutschland bei der generellen Einschätzung zur zukünftigen Bedeutung des Internets durchweg auf den hinteren Plätzen:

  • Nur 79% der Deutschen bejahen die Frage, ob das Internet ein Grundrecht sein soll (Durchschnitt bei 83%)
  • Für 85% der Deutschen stellt das Internet zukünftig ein zentrales Informationsmedium für wichtige Informationen und wissenschaftliche Erkenntnisse dar (Durchschnitt bei 91%)
  • 81% der Deutschen räumen dem Internet zukünftig eine wichtige Rolle bei Freizeitaktivitäten und persönlichem Vergnügen ein (Durchschnitt bei 87%)
  • 74% der Deutschen weisen dem Internet eine wichtige Rolle in ihrer zukünftigen sozialen Kommunikation zu (Durchschnitt bei 85%)
  • 76% der Deutschen sagen, das Internet werde zukünftig für Redefreiheit und politische Meinungsfreiheit von großer Bedeutung sein (Durchschnitt bei 83%)
  • Für 67% der Deutschen spielt das Internet zukünftig eine wichtig Rolle für die eigene wirtschaftliche Lage (81%)

USA nicht länger vertrauenswürdig

Durch den NSA-Skandal haben die USA an Vertrauen eingebüßt. So vertrauen nur 36% der Befragten den USA bei der Gestaltung des Internets. Deutschland nimmt auch hier mit 13% den letzen Platz ein.

USA büßt Vertrauenswürdigkeit ein

USA verlieren Vertrauenswürdigkeit (Grafik: CIGI)

Stattdessen sprechen sich die Befragten für andere Regulierungsmodelle aus:

  • 57% der Befragten sagen, sie würden einer internationalen Institution vertrauen, die sich aus Technologie-Unternehmen, Ingenieuren, NGOs, Zivilgesellschaft und Politik zusammensetze
  • 54% der Befragten würden einer internationalen Institution bestehend aus Ingenieuren und Technologie-Experten vertrauen
  • 50% der Befragten haben Vertrauen in die UN 

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Daten – Ware und Währung? So denken die deutschen Internetnutzer [Infografik] https://www.divsi.de/daten-ware-und-waehrung-so-denken-die-deutschen-internetnutzer/ https://www.divsi.de/daten-ware-und-waehrung-so-denken-die-deutschen-internetnutzer/#respond Mon, 17 Nov 2014 10:00:54 +0000 http://46.30.3.106/?p=10716 Seit Facebook, Amazon und Google ist es kein Geheimnis mehr, dass persönliche Userdaten zur Ware und Währung im Internet geworden sind. Wie vielen deutschen Internetnutzern ist dieses aber tatsächlich bewusst? Was denken sie über Weiterverwendung ihrer Daten im Internet? Sind die Nutzer vielleicht bereit, statt Ihre Daten herzugeben, Geld für bisher kostenlose Dienste zu bezahlen? […]

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Seit Facebook, Amazon und Google ist es kein Geheimnis mehr, dass persönliche
Userdaten zur Ware und Währung im Internet geworden sind. Wie vielen deutschen Internetnutzern ist dieses aber tatsächlich bewusst? Was denken sie über Weiterverwendung ihrer Daten im Internet? Sind die Nutzer vielleicht bereit, statt Ihre Daten herzugeben, Geld für bisher kostenlose Dienste zu bezahlen?

Die gemeinsam mit dem dimap entwickelte Befragung wurde als repräsentative Bevölkerungsstudie zwischen dem 14. und 28. Oktober 2014 durchgeführt. Hierbei sind insgesamt 1.002 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt worden.

Die einzelnen Ergebnisse finden Sie hier in der aktuellen Pressemitteilung.

Zur Einstimmung auf unsere neue Studie „Daten – Ware und Währung“ hier die wichtigsten Fakten zusammengefasst in einer Infografik:

Infografik: Daten – Ware und Währung

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Matthias Kammer im Interview: Ausgespäht und abgehört https://www.divsi.de/matthias-kammer-im-interview-ausgespaeht-und-abgehoert/ https://www.divsi.de/matthias-kammer-im-interview-ausgespaeht-und-abgehoert/#respond Thu, 21 Aug 2014 12:35:17 +0000 http://46.30.3.106/?p=9214 Ein Jahr nach den NSA-Enthüllungen reagiert die Mehrheit der Deutschen gleichgültig auf die zunehmenden Berichte über die Spionage durch Geheimdienste. Nur jeder Zehnte ist vorsichtiger geworden – das zeigte unsere Umfrage anlässlich des Jahrestags der Snowden-Enthüllungen. Die zentralen Ergebnisse hatten wir in einer Infografik zusammengefasst. Jüngst befragte das zur dpa gehörende Unternehmen na news aktuell DIVSI-Direktor Matthias Kammer zu […]

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DIVSI-Direktor Matthias Kammer

DIVSI-Direktor Matthias Kammer

Ein Jahr nach den NSA-Enthüllungen reagiert die Mehrheit der Deutschen gleichgültig auf die zunehmenden Berichte über die Spionage durch Geheimdienste. Nur jeder Zehnte ist vorsichtiger geworden – das zeigte unsere Umfrage anlässlich des Jahrestags der Snowden-Enthüllungen. Die zentralen Ergebnisse hatten wir in einer Infografik zusammengefasst.

Jüngst befragte das zur dpa gehörende Unternehmen na news aktuell DIVSI-Direktor Matthias Kammer zu der DIVSI-Snowden-Umfrage:

Interview mit Matthias Kammer: Ausgespäht und abgehört – So reagieren die Deutschen auf die jüngsten Überwachungsskandale! (news aktuell, 2014, 1:52 Min.)

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30 Jahre E-Mail: wichtigstes Kommunikationsmedium der älteren Generation? https://www.divsi.de/30-jahre-e-mail-wichtigstes-kommunikationsmedium-der-aelteren-generation/ https://www.divsi.de/30-jahre-e-mail-wichtigstes-kommunikationsmedium-der-aelteren-generation/#respond Tue, 12 Aug 2014 15:36:57 +0000 http://46.30.3.106/?p=8845 Während die E-Mail-Nutzung unter Jugendlichen einen starken Rückgang verzeichnet und in dieser Altersgruppe im Vergleich zu SMS und Instant-Messaging kaum noch eine Relevanz hat, ist die Erfolgsgeschichte seit dem Versand der ersten E-Mail vor 30 Jahren beispiellos. Der Anteil der E-Mail-Nutzung an der Gesamtbevölkerung liegt in Deutschland gemäß einer aktuellen BITKOM-Studie bei 78 Prozent. Erstmalig wurde eine E-Mail am […]

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Während die E-Mail-Nutzung unter Jugendlichen einen starken Rückgang verzeichnet und in dieser Altersgruppe im Vergleich zu SMS und Instant-Messaging kaum noch eine Relevanz hat, ist die Erfolgsgeschichte seit dem Versand der ersten E-Mail vor 30 Jahren beispiellos. Der Anteil der E-Mail-Nutzung an der Gesamtbevölkerung liegt in Deutschland gemäß einer aktuellen BITKOM-Studie bei 78 Prozent.

Erstmalig wurde eine E-Mail am 3. August 1984 in Deutschland empfangen. Mit dem Nutzungsanteil von 78 Prozent liegt Deutschland damit im EU-Vergleich auf Platz 7 und über dem Durchschnitt von 67 Prozent. Die Niederlande führen die Liste mit 90 Prozent an, Rumänien kommt an letzter Stelle mit 42 Prozent.

BITKOM-Studie: E-Mail-Nutzung im EU-Vergleich

Grafik: BITKOM

Insbesondere in den letzten zehn Jahren ist die E-Mail-Nutzung in Deutschland stark gestiegen, wobei zwischen 2004 und 2007 der größte Anstieg zu verzeichnen war. Aus der BITKOM-Befragung geht zudem hervor, dass fast jeder zweite deutsche E-Mail-Nutzer seiner ersten Mail-Adresse treu bleibt: 49 Prozent der Männer nutzen ihre erste E-Mail-Adresse heute noch, bei Frauen sind es 43 Prozent.

BITKOM-Studie: E-Mail-Nutzung in Deutschland

Grafik: BITKOM

Interessanterweise findet sich die größte E-Mail-Dichte nicht in den Ballungszentren wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt am Main, wie man zunächst annehmen könnte. An der Spitze der deutschen Städte mit der höchsten Dichte von E-Mail-Postfächern je Einwohner liegen Karlsruhe, Dresden, Münster, Freiburg und Kiel.

Top 5 der deutschen Städte mit den meisten E-Mail-Postfächern

Grafik: Statista

Verdrängung der E-Mail (bisher) nicht bewahrheitet

Seit dem Aufkommen neuerer Kommunikationskanäle über Social-Media oder Messaging-Anwendungen prognostizieren Experten regelmäßig den Tod der E-Mail. Im Geschäftsumfeld soll die Kommunikation via Social-Networking-Kanäle aufgrund ihrer Vorteile für Kollaboration die elektronische Post verdrängen.

Zwar kann Social-Media ein rasantes Wachstum nachweisen – so zählt etwa der Messenger WhatsApp seit ihrer Entstehung vor 5 Jahren mittlerweile 31 Millionen Nutzer in Deutschland und beläuft sich auf ca. 38,4 Prozent Nutzungsanteil (gerechnet auf die Gesamtbevölkerung von 80,7 Millionen Einwohnern). Dennoch ist anstelle einer kurzfristigen Verdrängung der E-Mail eher von einem Zusammenwachsen der Kommunikationskanäle auszugehen.

Das zeigt die Befragung von Online Marketing-Experten durch eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e. V. anlässlich der E-Mail-Expo 2014. 72 Prozent rechnen damit, dass die E-Mail das bewährte und universelle Medium bleiben und zukünftig andere Kanäle wie Apps oder soziale Medien effektiv zusammenführen werde. So betont Dr. Torsten Schwarz, Leiter der eco Kompetenzgruppe Online-Marketing: „E-Mail-Marketing ist einer der wichtigsten und meist genutzten Bereiche im Online-Marketing. Dies wird auch auf absehbare Zeit so bleiben, so dass Social-Media auch zukünftig die E-Mail nicht als zentrales Kommunikations- und Marketinginstrument ersetzen wird“.

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Mediennutzung und Medienkompetenz in jungen Lebenswelten https://www.divsi.de/mediennutzung-und-medienkompetenz-jungen-lebenswelten/ https://www.divsi.de/mediennutzung-und-medienkompetenz-jungen-lebenswelten/#respond Fri, 18 Jul 2014 12:16:47 +0000 http://46.30.3.106/?p=7552 Media Perspektiven hat in Zusammenarbeit mit dem SINUS-Institut eine repräsentative Umfrage zu den jugendlichen Lebenswelten durchgeführt. Dafür wurden 2001 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14-29 Jahren zu vier Untersuchungsschwerpunkten befragt: Mediennutzung Gesprächspartner bei Medienthemen Glaubwürdigkeit von Medienaussagen Selbsteinschätzung hinsichtlich der eigenen Medienkompetenz sowie Computer- und Internetkompetenz Die Umfrage kam zu ähnlichen Resultaten wie unsere U25-Studie. Die […]

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Internet-Milieus nach der Media Perspektiven/SINUS-Umfrage

Internet-Milieus nach der Media Perspektiven/SINUS-Umfrage (Bild: Media Perspektiven)

Media Perspektiven hat in Zusammenarbeit mit dem SINUS-Institut eine repräsentative Umfrage zu den jugendlichen Lebenswelten durchgeführt. Dafür wurden 2001 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14-29 Jahren zu vier Untersuchungsschwerpunkten befragt:

  • Mediennutzung
  • Gesprächspartner bei Medienthemen
  • Glaubwürdigkeit von Medienaussagen
  • Selbsteinschätzung hinsichtlich der eigenen Medienkompetenz sowie Computer- und Internetkompetenz

Die Umfrage kam zu ähnlichen Resultaten wie unsere U25-Studie. Die zentralen Ergebnisse:

  • Die Mehrzahl der Befragten ist täglich online. Dabei steigt die Nutzungfrequenz mit zunehmendem Alter: 75 Prozent der Minderjährigen sind täglich im Internet, während unter den Volljährigen bereits 83 Prozent täglich im Internet unterwegs sind.
  • Mediennutzung ist ein fester Bestandteil im Alltag der 14- bis 29-Jährigen. Durch alle Bildungs- und Altersschichten hindurch steht das Internet an oberster Stelle der am häufigsten genutzten Medien, danach folgen Fernsehen, Radio und Mp3.
  • Medien gelten als unterschiedlich glaubwürdig. Die Mehrheit der Befragten fühlt sich zum tagesaktuellen politischen Geschehen am besten durch Nachrichtenseiten und öffentlich-rechtliche Fernsehprogramme informiert. Auffällig ist, dass den Online-Communities nur eine geringe Glaubwürdigkeit zugeschrieben wird.
  • Über alle Alters- und Bildungsschichten hinweg sind Computerspiele (41 Prozent), Mode (35 Prozent), Handys/Smartphones und Computer (jeweils 35 Prozent) sowie überregionale Nachrichten (28 Prozent) die beliebtesten Themen beim Surfen im Internet. Erwartungsgemäß zeigen sich hier typische geschlechter- und altersspezifische Unterschiede. Jungen interessieren sich eher für Computerspiele, Smartphones und Computer und Mädchen eher für Mode. Mit zunehmendem Alter verbreitert sich das Themen- und Interessenspektrum.
  • Die eigene Medienkompetenz wird überwiegend als gut eingeschätzt. Über 80 Prozent bewerten den eigenen Umgang mit dem Internet und die Informationssuche im Internet mit „sehr gut“ bis „gut“. Auch bei Smartphones geben 77 Prozent der Befragten an, sie kennen sich „sehr gut“ bis „gut“ aus.

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Abhören? Egal, ich habe nichts zu verbergen! https://www.divsi.de/abhoeren-egal-ich-habe-nichts-zu-verbergen/ https://www.divsi.de/abhoeren-egal-ich-habe-nichts-zu-verbergen/#respond Fri, 11 Jul 2014 08:40:19 +0000 http://46.30.3.106/?p=8062 Ein Jahr nach den Snowden-Enthüllungen: Jeder Zehnte ist vorsichtiger geworden, die Mehrheit reagiert eher gleichgültig. Der Stein kam vor etwas mehr als einem Jahr ins Rollen. Am 9. Juni 2013, ein Sonntag. Es war der Tag, an dem die Weltöffentlichkeit erstmals den Namen Edward Snowden hörte. Für die einen ist Snowden ein Held, für die anderen ein Verräter. Was hat sich – ein Jahr nach seinen Enthüllungen – durch seine Aussagen für uns alle geändert? Privat und im allgemeinen Netzverhalten? Was fürchten wir, was lässt uns gleichgültig?

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Abhören? Egal, ich habe nichts zu verbergen!

Bild: Ron and Joe – Shutterstock

Ein Jahr nach den Snowden-Enthüllungen: Jeder Zehnte ist vorsichtiger geworden, die Mehrheit reagiert eher gleichgültig.

Von Meike Otternberg

Der Stein kam vor etwas mehr als einem Jahr ins Rollen. Am 9. Juni 2013, ein Sonntag. Es war der Tag, an dem die Weltöffentlichkeit erstmals den Namen Edward Snowden hörte. Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter war nach Hongkong geflüchtet und enthüllte dort in einem Interview mit dem britischen „Guardian“ Hintergründe über das, was seitdem als gigantische Ausspäh-Affäre bekannt ist: NSA und GCHQ haben mit ihren Aktionen PRISM und Tempora überall geschnüffelt. Fünf Tage später erwirkte das FBI mit einer Strafanzeige u. a. wegen Spionage einen Haftbefehl gegen ihn.

Für die einen ist Snowden ein Held, für die anderen ein Verräter. Was hat sich – ein Jahr nach seinen Enthüllungen – durch seine Aussagen für uns alle geändert? Privat und im allgemeinen Netzverhalten? Was fürchten wir, was lässt uns gleichgültig?

Schlussfolgerungen unterschiedlich

Im Auftrag von DIVSI führte dimap zum Jahrestag dieses denkwürdigen Vorgangs zu Fragen dieser Art aktuell eine repräsentative Bevölkerungsstudie durch. In computergestützten Telefoninterviews wurden insgesamt 1007 Bundesbürger ab 16 Jahren als Zufallsauswahl befragt.

Die Berichterstattung über den Fall Snowden wird von der Mehrheit als genau richtig bezeichnet. Insgesamt fühlen sich 41 Prozent hinreichend informiert. 29 Prozent halten die Informationen dagegen für „zu wenig umfangreich“. 15 Prozent haben zu dieser Frage keine Meinung.

Sehr unterschiedlich dagegen sind die Schlussfolgerungen, die von den Deutschen zum Thema Datenschutz im Internet seit Bekanntwerden der Spionageaffäre gezogen werden.

Beinahe jeder zweite (insgesamt 48 %) meint, dass das Vorgehen der Geheimdienste unser Recht auf Privatsphäre und damit die Grundrechte verletze. Am stärksten ist dieser Gedanke bei den 16- bis 24-Jährigen ausgeprägt. 60 Prozent dieser Gruppe sind davon überzeugt. Insgesamt 22 Prozent sehen solche Geheimdienstaktion allerdings als „gerechtfertigt“ an, „solange es der Sicherheit aller dient“.

Mehrheitlich wird kritisiert, dass derzeit zu wenig für den Datenschutz in Deutschland unternommen wird. 47 Prozent sind insgesamt dieser Ansicht. Bei den Gruppen 25 bis 34 Jahre sowie 55 bis 64 Jahre liegt der Wert bei jeweils über 50 Prozent.

Die Umfrage zeigt, wie sehr die Menschen ein gutes Gespür dafür haben, dass der Schutz der Privatsphäre längst kein nationales, sondern ein internationales Anliegen ist. Hoffentlich findet die Politik bei diesem Thema insgesamt und nicht nur gegenüber den USA gemeinsame Positionen. Nur durch ein einheitliches und gemeinsames Auftreten der EU-Mitgliedsstaaten kann das Vertrauen der Menschen in die Digitalisierung gestärkt werden.

Matthias Kammer, Direktor des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI)

Auffällige Gleichgültigkeit

Generell lehnt die große Mehrheit den Zugriff auf private Daten im Netz durch Außenstehende ab. 83 Prozent aller Befragten würde einen Datenzugriff ausländischer Sicherheitsbehörden nicht erlauben. Im Vergleich zur repräsentativen PRISM Online-Blitzumfrage von DIVSI im Juni 2013 zeigt sich hier eine interessante Veränderung: Zwar waren bereits im vergangenen Jahr 84 Prozent dagegen, ausländischen Sicherheitsbehörden Zugriff auf private Daten zu gestatten – jeder Zweite war jedoch der Meinung, dass deutsche Sicherheitsorgane grundsätzlich durchaus Zugriff auf private Daten haben dürften. 2014 sehen dies nur noch 39 Prozent der Befragten so.

Die Untersuchung hat auch eine gewisse Gleichgültigkeit gezeigt. Zwar glaubt insgesamt die Mehrheit (56 %), jeder werde abgehört. Am stärksten (73 %) ist hiervon die Gruppe der 16- bis 24-Jährigen überzeugt. Andererseits sehen die meisten den Umgang mit Lauschangriffen recht locker. „Es interessiert mich nicht, ob meine Telefonate oder Mails abgehört oder aufgezeichnet werden. Ich habe nichts zu verbergen, und ich werde auch nichts ändern“, erklären 44 Prozent aller Befragten. Dabei ist gleichzeitig eine deutliche Mehrheit (55 %) sicher, dass die „meisten Menschen ihr tägliches Nutzungsverhalten nicht geändert“ haben. Von den 55- bis 64-Jährigen sind hiervon sogar zwei Drittel (66 %) überzeugt.

Nur 9 Prozent der Befragten geben an, wegen der Snowden-Enthüllungen beim Telefonieren, Mailen und Surfen im Internet „sehr viel vorsichtiger“ geworden zu sein. Weitere 14 Prozent verhalten sich seitdem „etwas vorsichtiger“.

Die Umfrage hat außerdem ergeben, dass das Internet insgesamt als die überwiegende Informationsquelle für das aktuelle Tagesgeschehen auf Platz 4 liegt (39 Prozent nutzen es hierfür). Spitzenreiter ist das Fernsehen (66 %) vor der Zeitung (53 %) und dem Radio (40 %).

Starke EU gefordert

Diese Wertigkeitsskala ändert sich allerdings mit Blick auf die speziellen Altersstruktuen. Das Internet als Informationsquelle ist bereits Spitzenreiter bei den 25- bis 34-Jährigen (75 %) sowie bei den 16- bis 24-Jährigen (62 %). Bei diesen Gruppierungen rutschen die klassischen Zeitungen mit 33 bzw. 21 Prozent deutlich ab. Diese Zahlen könnten eine allgemeine Verschiebung bei der Art von Informationssammlung signalisieren.

Die Mehrheit der Befragten (52 %) hält ein starkes, gemeinsames Auftreten der Europäischen Union beim Thema Datenschutz gegenüber den USA für wichtig. 26 Prozent finden, dass jeder Staat zunächst einmal seinen eigenen Standpunkt finden sollte. Und 16 Prozent haben quasi resigniert. Sie sind überzeugt, dass die USA ohnehin machen, was sie wollen.

Snowden selbst ist durch seine Enthüllungen übrigens zur prominenten Figur geworden. Insgesamt 80 Prozent der Befragten wissen ihn richtig einzuordnen. Dieser sehr hohe Bekanntheitsgrad bei allen soziodemografischen Gruppierungen macht deutlich, welche Aktualität die Vorgänge rund um seine Person und die Enthüllungen haben.

Weitere Infos zu unserer Umfrage über die Snowden-/NSA-Wahrnehmung in Deutschland

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