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Umfrage: Wie groß ist das Vertrauen in das Internet der Dinge?

24. Juli 2015

Internet der Dinge auf dem Vormarsch

Internet der Dinge revolutioniert alle Lebensbereiche

Die Entwicklung des Internets der Dinge (IoT) ist im vollen Gange. 25 Milliarden vernetzte Geräte werden laut einer Prognose von Gartner im Jahr 2020 in Betrieb sein. Damit wächst die bisherige Anzahl der vernetzten Geräte innerhalb der nächsten fünf Jahre um den Faktor 6.

Vernetzte Autos, Fitness-Tracker, intelligente Kühlschränke und Smart-Thermostate sind nur einige gängige Beispiele für neue Anwendungsfelder. Das Einsatzgebiet vom Internet der Dinge reicht jedoch weit über die naheliegenden Smart-Home- und Smart-City-Anwendungen hinaus. So stehen bereits innovative Lösungen für die TextilindustrieEmpfängnisverhütung, Landwirtschaft oder den Umweltschutz bereit.

Vertrauen ein maßgeblicher Faktor für den Erfolg von IoT-Geschäftsmodellen

Datensicherheit ist zu einem zentralen Aspekt in der IoT-Debatte geworden. Nicht nur potenziert sich das Risiko von Einfallstoren durch die unzähligen Geräte und das Zusammenspiel unterschiedlicher Systeme, wie Security-Experte Eugene Kaspersky feststellt. Gleichzeitig litt das Vertrauen in digitale Technologien durch die immer wieder Schlagzeilen machenden Datenpannen, von denen auch namhafte Konzerne nicht verschont geblieben sind, sowie die in den letzten Jahren enthüllten Überwachungspraktiken von Regierungen und Unternehmen.

Der Erfolg von IoT-Geschäftsmodellen hängt jedoch maßgeblich vom Vertrauen der Nutzer ab, so fasst es Accenture in der Umfrage „Digital Trust in the IoT Era“ zusammen, für die 24.000 Nutzern in 24 Ländern zum Thema befragt wurden. 

Ergebnisse der Umfrage

Großes Interesse an Internet der Dinge-Lösungen

IoT-Lösungen stoßen auf ein großes Interesse. Bis 2020 soll nahezu jeder zweite Befragte ein oder mehrere IoT-Devices besitzen. Besonders großes Kaufinteresse findet sich bei Geräten aus den Bereichen Heimüberwachung, Smart-Watches und Fitness-Tracker. 

Interesse an Internet of things

Quelle: Accenture

Jeder Zweite besorgt um Datensicherheit

Gleichzeitig sind die Nutzer vorsichtig, wem gegenüber sie Ihre Daten preisgeben. 54 Prozent misstrauen der Sicherheit ihrer persönlichen Online-Daten. Auffällig ist, dass das Vertrauen mit zunehmendem Alter abnimmt. Während in der Altersgruppe der 14-17-Jährigen noch 58 Prozent an die Sicherheit ihrer Daten glauben, sind es in der Altersgruppe der über 55-Jährigen nur noch 33 Prozent. Der internationale Vergleich zeigt eine relativ gleichförmige Verteilung. Die europäischen Nutzer stehen der Technologie am kritischsten gegenüber, während die Nutzer im Mittleren Osten am wenigsten Bedenken hegen. 

Vertrauen in Internet of Things

Quelle: Accenture

Telefonanbieter und Banken am vertrauenswürdigsten

Die Befragten bringen den Unternehmen ein unterschiedlich großes Vertrauen entgegen. Telefonanbieter und Banken sind laut der Umfrage am vertrauenswürdigsten. Das größte Misstrauen wird Fernsehsendern und Video-Plattformen entgegengebracht.

Unterschiedliches Vertrauen in Unternehmen

Quelle: Accenture

User wünschen sich Alternativen zum Login-Verfahren mit Passwörtern

Wie Eugene Kaspersky stellt auch Accenture einen drastischen Anstieg von Datenpannen und Sicherheitslücken fest und prognostiziert, das sich die Anzahl der gestohlenen User-Daten im Zeitraum 2014-2015 gegenüber den Vorjahren 2012-2013 mehr als verdoppeln wird.

Das konventionelle Login-Verfahren mit Benutzername und Passwort gilt daher als unsicher und überholt. Dieser Ansicht sind auch die befragten Nutzer. 77 Prozent wünschen sich alternative Sicherheitsvorkehrungen für einen besseren Schutz ihrer Daten und 58 Prozent sind an biometrischen Authentifizierungsverfahren wie Stimmerkennung, Fingerabdruck- oder Iris-Scan interessiert.

Alternativen zum Passwort-Verfahren

Quelle: Accenture

Preisgabe von Daten für finanzielle Gegenleistung

Die Umfrage zeigt, dass Nutzer die Verwendung ihrer Daten weniger negativ bewerten, wenn sie im Gegenzug einen finanziellen Vorteil erhalten. Bewerten so etwa 38 Prozent die Weitergabe ihrer Nutzerdaten als eine Verletzung der Privatsphäre, sehen nur 20 bis 22 Prozent ihre Privatsphäre gefährdet, wenn ihr Kaufverhalten im Gegenzug für Rabatte oder Angebote ausgewertet wird.

Verstoß gegen Privatsphäre?

Quelle: Accenture

Synergie-Effekte durch Vernetzung

Ungeachtet der noch existierenden Datenschutz- und Privatsphäreproblematik ergeben sich durch das Zusammenspiel von vernetzten Geräten aus unterschiedlichen Lebensbereichen gänzlich neue Möglichkeiten. Cisco fasste die Synergie-Effekte bereits vor einiger Zeit in einer Infografik zusammen:

Infografik IoT Cisco

Quelle: allthingsd

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