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Soziale Netzwerke als Nachrichtenquelle immer beliebter

23. November 2015

Soziale Netzwerke werden als Nachrichtenquelle immer beliebter

Bild: quka – Shutterstock

Soziale Netzwerke sind inzwischen zu wichtigen Informationskanälen für tagesaktuelle Nachrichten avanciert. Das belegt eine neue repräsentative BITKOM-Umfrage, die mit 1.042 Internetnutzern ab 14 Jahren in Deutschland durchgeführt wurde. Demnach konsumieren 22 Prozent der Internetnutzer tagesaktuelle Nachrichten über Social Media.

Auffällig ist, dass besonders die jüngere Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren mit 32 Prozent die sozialen Kanäle für diese Zwecke oft nutzt. Bei der Altersgruppe der über 65-Jährigen sind es dagegen nur zwei Prozent, die Nachrichten in sozialen Netzwerken konsumieren.

Soziale Netzwerke für Nachrichtenkonsum wichtiger als YouTube

Der wichtigste Kanal ist Facebook. 46 Prozent der deutschen Internetnutzer nutzen dieses Netzwerk für den Nachrichtenkonsum. Danach folgen Xing mit 31 Prozent und Twitter mit 30 Prozent. Lediglich 19 Prozent schauen Nachrichtensendungen direkt auf YouTube.

Interessant ist hierbei, dass die Ergebnisse der BITKOM-Umfrage in Bezug auf YouTube deutliche Unterschiede zu einer US-Studie aufweist. Laut der Studie von The Media Insight Project im März 2015 liegt YouTube in den USA auf dem zweiten Platz der meistgenutzten Kanäle für den Nachrichtenkonsum.

Facebook führendes soziale Netzwerk bei Nachrichtenkonsum

Facebook führend bei Nachrichtenkonsum (Grafik: The Media Insight Project)

Keine Anreize mehr, auf externe Links zu klicken

Ein Erklärungsansatz für die Dominanz der sozialen Netzwerke über Plattformen wie YouTube oder Nachrichtenseiten liegt nach BITKOM in der neuen Form des Nachrichtenkonsums. 45 Prozent der Nutzer, die Nachrichten in sozialen Netzwerken konsumieren, tun dies umfassend und sie verlassen das Netzwerk im Zuge dessen auch nicht. Laut der BITKOM-Umfrage klicken nur noch 35 Prozent der Nutzer Links zu externen Nachrichten oder Videos an.

Mit einer direkten Videowiedergabe im Newsfeed oder – im Falle Facebooks – über Kooperationen mit Medienhäusern, um Artikel direkt in Instant Articles bereitzustellen, bieten die Social-Media-Unternehmen den Nutzern immer mehr Anreize, ihre Netzwerke nicht mehr zu verlassen. Auch Nachrichtenanbieter gehen verstärkt dazu über, ihre Inhalte speziell für die sozialen Netzwerke aufzubereiten.

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