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Computerbrille sorgt für Ärger – Missbrauch der Technik?

20. Mai 2013

Google Glass Pressebild (© Google Inc.}

Hamburg – Was speichert die Google-Brille und wer hat Zugriff auf diese Daten? Wie Peter Schaar, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, mitteilte, bitten Datenschutzbeauftragte aus der ganzen Welt in einem gemeinsamen Brief an Google-Chef Larry Page um genauere Informationen zum Projekt Google Glass.

Sie wollen darin wissen, welche Informationen Google über die Nutzer seiner Internet- Brille sammeln, was der Konzern damit tun und welche Daten er an Dritte weitergeben will. Google Glass könnte im nächsten Jahr auf den Markt kommen.

Der US-Konzern hatte die mit kleiner Kamera, Mikrofon und Kompass ausgestattete Brille vor gut einem Jahr erstmals vorgestellt. Das Display der Brille befindet sich in einem Winkel der Brillengläser, gesteuert wird die Brille mit Sprachbefehlen und Kopfnicken. Über ein verbundenes Smartphone werden außerdem GPS-Positionsdaten verarbeitet.

Die Datenschützer fordern Google auf, schon bei der Entwicklung auf eine daten- schutzfreundliche Gestaltung des Systems zu achten. Auch soll der Konzern erklären, wie Google damit umgeht, dass die Nutzer von Google Glass künftig problemlos unbemerkt Daten über Andere sammeln könnten. Das aktuelle Schreiben unterzeichneten die Datenschutz-Beauftragten der EU- Staaten, Australiens, Neuseelands, Kanadas, Mexikos und Israels.

Bedenken über das Projekt hatten auch schon US-Kongressabgeordnete geäußert. Sie verlangten ebenfalls Antworten darauf, was die internetfähige High-Tech-Brille für den Datenschutz und die Privatsphäre der Bürger bedeute.

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