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MIT-Forscher widerlegen Anonymität von Metadaten

5. Februar 2015

Metadaten erlauben detaillierte Einblicke in sensible Informationen und ermöglichen die Erstellung von User-Profilen. Das zeigte u.a. schon Politiker Malte Spitz und Netzaktivist Ton Siedsma in Selbstexperimenten. Nun belegt auch eine MIT-Studie (veröffentlicht im Science Magazin), dass Kreditkarteninhaber leicht anhand vermeintlich anonymer Metadaten identifiziert werden können.

MIT-Studie zur Anonymität von Metadaten

Vier Datenpunkte genügen zur Identifizierung von Kreditkarteninhaber (Grafik: Science)

Das Forscherteam um Yves-Alexandre de Montjoye analysierte hierfür in einem Zeitraum von drei Monaten die anonymisierten Metadaten zu Kreditkarteneinkäufen von 1,1 Millionen Menschen. Das Ergebnis der Studie: mit den Datenpunkten von nur vier Bezahlvorgängen ohne jegliche personenbezogene Daten lassen sich 90 Prozent der Käufer eindeutig identifizieren.

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