Digital Natives – DIVSI https://www.divsi.de Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet Fri, 24 May 2019 13:57:00 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.14 Studien & Themen, die Zeichen setzten https://www.divsi.de/studien-themen-die-zeichen-setzten/ https://www.divsi.de/studien-themen-die-zeichen-setzten/#respond Fri, 21 Dec 2018 08:58:06 +0000 https://www.divsi.de/?p=19405 Von 2012 bis in die Gegenwart: Fakten und Hintergründe präzise erforscht, neue Einblicke gegeben, viele Anregungen geliefert, Diskussionen angestoßen. Der Anspruch war klar formuliert, die zu leistende Aufgabe stand vom ersten Tag an fest. Mit der Gründung des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet war ein hohes Ziel anvisiert. Das Credo: „DIVSI will […]

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DIVSI Collage

Von 2012 bis in die Gegenwart: Fakten und Hintergründe präzise erforscht, neue Einblicke gegeben, viele Anregungen geliefert, Diskussionen angestoßen.

Der Anspruch war klar formuliert, die zu leistende Aufgabe stand vom ersten Tag an fest. Mit der Gründung des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet war ein hohes Ziel anvisiert. Das Credo:

„DIVSI will einen offenen und transparenten Dialog über Vertrauen und Sicherheit im Netz organisieren und mit neuen Aspekten beleben. Zudem wird das DIVSI die selbst gesetzten Ziele durch Unterstützung von Wissenschaft und Forschung erreichen. Es geht darum, potenzielle Risiken im Umgang mit dem Internet zu untersuchen und zu analysieren. Aufklärungsarbeit soll für eine Sensibilisierung und für eine Steigerung von Vertrauen und Sicherheit im Internet sorgen.“

Und auch die Methodik wurde sofort benannt: „Das Institut fördert den interdisziplinären Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Somit ist es das geeignete Forum für den Austausch ökonomischer, regulatorischer, rechtlicher, sozialer, kultureller und medienpolitischer Perspektiven. Arbeitsgrundlage sind zukunftsweisende strategische Projekte, für die man Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vernetzen will.“

Als Indiz dafür, dass die Aufgabe gemeistert wurde, kann allein schon die folgende Auflistung eigener DIVSI-Studien dienen. Sie sind zwischen sechs Jahren und knapp zwei Monaten alt. Die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung festgehaltenen Fakten sind sicher in der schnelllebigen Internet-Zeit nicht mehr sämtlich brandaktuell. Doch unverändert können auch sie als wichtiges Basismaterial dienen.

DIVSI BeteiligungslandkarteBeteiligungslandkarte Deutschland – Online-Beteiligung in Gesundheitsfragen (2017)

Wie vielfältig und geläufig sind partizipative Formen der Internetnutzung im Lebensalltag der Menschen zur Unterstützung der eigenen Gesundheit oder zur Überwindung von Krankheiten? Welche soziodemografischen Unterschiede sind zu erkennen?

Brief Oder MailBrief oder E-Mail? DIVSI Studie über die Kommunikation im privat-geschäftlichen Bereich (2017)

Erstmals fundierte Erkenntnisse darüber, auf welchen Wegen privat-geschäftliche Kommunikation abläuft und welche Bedürfnisse sie bestimmen. Auch geht die Studie der Frage nach, inwieweit Menschen auf bewährte analoge Kanäle setzen und inwieweit sie inzwischen digitalen Möglichkeiten vertrauen.

Vertrauen in Kommunikation im digitalen ZeitalterVertrauen in Kommunikation im digitalen Zeitalter (2017)

Digitale Kommunikation gehört längst zum Alltag. Persönliche Informationen und sensible Daten werden ausgetauscht. Aber müssen dabei Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit in einem Spannungsverhältnis stehen? Welche rechtlichen, technischen und organisatorischen Antworten sollten für eine künftige sichere digitale Kommunikation gefunden werden, auf die die Menschen vertrauen können?

Digitalisierung – Deutsche fordern mehr SicherheitDigitalisierung – Deutsche fordern mehr Sicherheit (2017)

Die Deutschen stehen der Digitalisierung positiv gegenüber und sehen darin viele Vorteile für sich. Beim Thema Sicherheit im Internet erwarten sie allerdings mehr Engagement – vom Staat und von Unternehmen. Was bedeutet das für Vertrauen und für Kommunikation? Und wie sieht es mit der Eigenverantwortung der Nutzer aus? Die Untersuchung ergab auch auffallende Paradoxien zwischen Verantwortung und Vertrauen.

DIVSI Ü60-Studie: Die digitalen Lebenswelten der über 60-Jährigen in DeutschlandDIVSI Ü60-Studie: Die digitalen Lebenswelten der über 60-Jährigen in Deutschland (2016)

Silver Surfer, Best Ager, 60+ – die Altersgruppe der über 60-Jährigen wird zunehmend wichtiger für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik, denn sie macht jetzt schon etwa 30 Prozent der deutschen Bevölkerung aus – Tendenz steigend. Die Studie liefert differenzierte, anschauliche und umsetzungsorientierte Erkenntnisse über die digitalen Lebenswelten der über 60-Jährigen und räumt dabei auch mit einigen Vorurteilen auf.

DIVSI Studie „Digitale urbane Mobilität“DIVSI Studie „Digitale urbane Mobilität“ (2016)

Die Digitalisierung hat die Mobilitätsdebatte vollends erfasst. Aber wie weit entwickelt sind datengelenkte Verkehrssysteme sowie eine sichere und ressourcenschonende Mobilitätskultur wirklich? Wie sind Schutz der Privatsphäre und Nutzung eines digitalen Assistenzsystems im Auto zu vereinbaren? Insbesondere vor dem Hintergrund der Machbarkeit analysiert und hinterfragt diese Studie eine Vielzahl von Diskussionen und Aktivitäten aus Europa und den USA.

DIVSI Internetmilieus 2016DIVSI Internet-Milieus 2016 – Die digitalisierte Gesellschaft in Bewegung (2016)

Wie beeinflusst der digitale Wandel das Leben der Menschen in Deutschland? Wie hat sich ihr Online-Verhalten in den letzten Jahren verändert? Welchen Stellenwert haben Internet und Smartphone im Lebensalltag? Wie denken die Menschen in der Nach-Snowden-Ära über Datensicherheit? Die repräsentative Studie bietet einen vertieften Blick in die aktuellen Lebenswelten unserer digitalen Gesellschaft.

Big DataBig Data (2016)

Zugespitzt auf die Themen „Smart Health“ und „Smart Mobility“ fasst der Bericht Erkenntnisse aus vielen Expertenrunden des DIVSI-Forschungsprojekts „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“ zusammen. Er liefert Argumente für eine gesellschaftliche Debatte und wägt dabei Chancen und Risiken ab.

Recht Auf VergessenwerdenDas Recht auf Vergessenwerden (2015)

Die Entscheidung des EuGH zum „Recht auf Vergessenwerden“ lässt Fragen unbeantwortet, die im Spannungsfeld zwischen Persönlichkeitsrechten, Datenschutz und dem Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit liegen. Dieser komplexen Problematik widmet sich diese Publikation und formuliert schließlich konkrete Empfehlungen für einen „Lösch-Kodex“.

DIVSI Studie Beteiligung im Internet – Wer beteiligt sich wie?DIVSI Studie Beteiligung im Internet – Wer beteiligt sich wie? (2015)

Was ist Beteiligung im Internet eigentlich genau? Wie und weshalb bringen Internetnutzer sich ein? Die zweite Studie im Rahmen des DIVSI-Forschungsprogramms „Beteiligung im Netz“ untersucht Formen, Vorteile und Hürden der Beteiligung im Internet aus Sicht der DIVSI Internet- Milieus. In der qualitativen Untersuchung kommen dabei die Internetnutzer selbst zu Wort.

DIVSI U9-Studie – Kinder in der digitalen WeltDIVSI U9-Studie – Kinder in der digitalen Welt (2015)

Wann und wie kommen Kinder mit digitalen Medien und dem Internet in Berührung? Welche Bedeutung messen Eltern, Erzieher und Lehrer dem Internet für die Zukunft der Kinder bei? Welche Chancen und Risiken werden wahrgenommen, wer trägt die Verantwortung? Die Studie hat Kinder zwischen 3 und 8 Jahren im Blick und lässt sie auch selbst zu Wort kommen.

Daten Ware und WährungDIVSI Studie – Daten: Ware und Währung (2014)

In einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung untersucht DIVSI das Online-Nutzungs- und -Konsumverhalten in Deutschland. Im Fokus stehen Einstellungen der Internetnutzer zu Themen der Datensicherheit sowie Weiterverwendung von persönlichen Daten.

DIVSI Studie – Wissenswertes über den Umgang mit SmartphonesDIVSI Studie – Wissenswertes über den Umgang mit Smartphones (2014)

Durch Smartphones sind Menschen heute nahezu ununterbrochen über das Internet miteinander verbunden. Mit steigendem Nutzungsumfang fällt dabei eine Vielzahl von Daten an. Unter der Leitfrage „Was geschieht mit meinen Daten?“ war es Ziel der Studie, das Bewusstsein der Nutzer dafür zu schärfen, welche Daten auf dem Smartphone sein können, welche Möglichkeiten der Einsichtnahme und Einflussnahme sie bei unterschiedlichen mobilen Betriebssystemen haben.

Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex? (2014)

Mit dem Projekt „Braucht Deutschland einen Digitalen Kodex?“ lotet DIVSI aus, ob ein Digitaler Kodex ein geeignetes Mittel ist, verbindliche Regeln im Internet auszuhandeln und durchzusetzen. Der Projektbericht steuert nicht nur zu diesem Gedanken Anregungen bei. Er bietet darüber hinaus generelle Anstöße, über die nachzudenken lohnt.

DIVSI Studie Beteiligung InternetDIVSI Studie zu Bereichen und Formen der Beteiligung im Internet (2014)

Das DIVSI-Forschungsprogramm „Beteiligung im Netz“ leistet auf einer breiten theoretischen und empirischen Basis einen Beitrag zum öffentlichen Verständnis der Beteiligungschancen des Internets – und ihrer Voraussetzungen. Die Studie präsentiert einen ersten Schritt in diesem Vorhaben und verschafft einen Überblick über den heutigen Stand der Forschung.

DIVSI U25-StudieDIVSI U25-Studie (2014/2018)

Die DIVSI U25-Studie liefert erstmals fundierte Antworten auf Fragen, die das Verhalten der nachwachsenden Generation im Hinblick auf das Netz betreffen. Über die Nutzungsformen hinaus werden auch die Denk- und Handlungslogiken sowie der lebensweltliche Hintergrund untersucht. Die Nachfolge-Studie wurde gerade vorgestellt.

DIVSI Studie zu Freiheit versus Regulierung im InternetDIVSI Studie zu Freiheit versus Regulierung im Internet (2013)

Wie sicher fühlen sich die Deutschen im Internet? Wie viel Freiheit und Selbstbestimmung wollen sie? Nach wie viel Regulierung wird verlangt? Die Studie zeigt ein detailliertes Bild des Nutzungsverhaltens der Deutschen im Internet und ihrer Wahrnehmung von Chancen und Risiken.

Entscheider-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im InternetEntscheider-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im Internet (2013)

Wie denken Entscheider über das Internet? Welchen Akteuren schreiben sie welche Verantwortung und welche Einflussmöglichkeiten zu? Was sagen sie zu Sicherheits- und Freiheitsbedürfnissen? Die Studie verdeutlicht erstmals, wie diejenigen über das Internet denken, die wesentlich die Spielregeln gestalten und Meinungsbilder prägen.

Meinungsführer-Studie „Wer gestaltet das Internet?“Meinungsführer-Studie „Wer gestaltet das Internet?“ (2012)

Wie gut kennen sich Meinungsführer im Netz aus? Wie schätzen sie ihre Einflussmöglichkeiten ein? Welche Chancen, Konfliktfelder und Risiken erwachsen daraus? In persönlichen Gesprächen wurden führende Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Verbänden interviewt.

Milieu-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im Internet + AktualisierungMilieu-Studie zu Vertrauen und Sicherheit im Internet (2012) + Aktualisierung (2013)

Die Milieu-Studie differenziert erstmals unterschiedliche Zugangsweisen zum Thema Sicherheit und Datenschutz im Internet in Deutschland, basierend auf einer bevölkerungsrepräsentativen Typologie.

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DIVSI U25-Studie: Euphorie war gestern https://www.divsi.de/publikationen/studien/divsi-u25-studie-euphorie-war-gestern/ Mon, 19 Nov 2018 08:57:22 +0000 https://www.divsi.de/?post_type=studien&p=19295 Einen wesentlichen Unterschied im Umgang mit der digitalen Welt bei den heute 14- bis 24-Jährigen im Vergleich zu Gleichaltrigen vor vier Jahren signalisiert bereits der Titel: Die Zeiten einer unbesorgten Nutzung der sich bietenden technischen Möglichkeiten sind Vergangenheit. Die Ergebnisse zeigen vielmehr: Der Hype ist vorbei, reine Euphorie war gestern.

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Vorwort von Matthias Kammer

Mein Vorwort für die erste U25-Studie wurde vor gut viereinhalb Jahren verfasst. Mit der damals viel beachteten Untersuchung lieferten wir erstmals einen fundierten Einblick in die digitalen Lebenswelten der nachwachsenden Generation. Weit über reine Nutzungsstatistik hinaus lernten wir viel über die Denk- und Handlungslogiken junger Menschen, über ihre Einstellungen zum Internet sowie über die Motive und Barrieren, die ihr Verhalten in der digitalen Welt steuerten.

Die Zeitspanne von 2014 bis in die Gegenwart ist relativ kurz, gemessen an der Schnelllebigkeit des Internets und der rasanten technologischen Entwicklung allerdings gigantisch. Höchste Zeit also, wieder genau hinzuschauen und hinzuhören. In bewährter Zusammenarbeit mit dem renommierten Heidelberger SINUS-Institut entstand die Ihnen nun vorliegende Studie. Auch sie erlaubt vertiefte Einblicke in den Alltag der „Generation Internet“ und zeigt vor allem auf, wie schnell Digitalisierung ihre Lebenswirklichkeit verändert.

Einen wesentlichen Unterschied im Umgang mit der digitalen Welt bei den heute 14- bis 24-Jährigen im Vergleich zu Gleichaltrigen vor vier Jahren signalisiert bereits der Titel: Die Zeiten einer unbesorgten Nutzung der sich bietenden technischen Möglichkeiten sind Vergangenheit. Die Ergebnisse zeigen vielmehr: Der Hype ist vorbei, reine Euphorie war gestern.

Offliner sind inzwischen gänzlich von der U25-Landkarte verschwunden; gleichzeitig besitzen nahezu 100 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen Smartphones und sind ganz selbstverständlich täglich online.

2014 bedeutete ein Mehr an Internetnutzung auch eine positivere Einstellung zum Internet. Heute reichen die Haltungen der sogenannten „Generation Internet“ von Glück über Ernüchterung bis hin zu Misstrauen und Angst vor Abhängigkeit.

Bei aller grundsätzlich chancenorientierten Einstellung zur digitalen Welt sehen 14- bis 24-Jährige vermehrt Online-Risiken und verspüren im Umgang mit dem Internet eine latente Unsicherheit. Knapp ein Drittel fürchtet, „internetsüchtig“ zu sein, und sogar doppelt so viele nehmen eine Beleidigungskultur wahr, die sie zum Teil davon abhält, die eigene Meinung zu äußern. Das vielfach vorgefasste Bild von sich kopflos in jedes digitale Abenteuer stürzenden Jugendlichen widerlegt die Studie eindrücklich. Ebenso entschieden lehnen sie selbst es ab, als „Digital Natives“ bezeichnet zu werden – auch, weil ihnen sehr wohl bewusst ist, welcher Anstrengungen es bedarf, souverän durchs digitale Dickicht zu navigieren.

Einen solchen – mehr oder weniger souveränen – Umgang mit dem Internet erlernen sie derzeit hauptsächlich durch eigene Erfahrungen und indem sie vieles „einfach mal ausprobieren“. Im Ranking der vertrauenswürdigen Ratgeber in Sachen Internet steht das eigene Bauchgefühl weit vor Expertenmeinungen, Eltern oder Schule.

Auch wenn und obwohl es sich um die erste Generation handelt, in der es keine Offliner gibt, fühlen sich bei Weitem nicht alle jungen Menschen ausreichend auf eine digitale Zukunft vorbereitet. Gut 40 Prozent – und damit doppelt so viele wie noch in 2014 – haben sogar regelrecht Angst vor einer Zukunft, in der vieles nur noch digital geht.

Die Studie gibt, wie die hier knapp angerissenen Ergebnisse zeigen, einen tiefen Einblick in die Lebenswirklichkeit der jungen Generation in Deutschland im digitalen Zeitalter. Daraus ergibt sich Handlungsbedarf in vielerlei Hinsicht. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre der DIVSI U25-Studie und freue mich auf Ihre Anmerkungen.

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BR backstage 2017: 1.000 Jugendliche können beim Jugendmedientag mit dabei sein https://www.divsi.de/br-backstage-2017-1-000-jugendliche-koennen-beim-jugendmedientag-mit-dabei-sein/ https://www.divsi.de/br-backstage-2017-1-000-jugendliche-koennen-beim-jugendmedientag-mit-dabei-sein/#respond Fri, 03 Mar 2017 11:16:51 +0000 http://46.30.3.106/?p=15897 Von Dr. Angelika Mayer Im Sommer 2015 hat der Bayerische Rundfunk zum ersten Mal und mit großer Resonanz einen unternehmensweiten Jugendmedientag für Schülerinnen und Schüler aller Schularten veranstaltet. Einen ganzen Tag lang konnten die Jugendlichen in rund 300 Workshops nicht nur zuhören und zuschauen, sondern Inhalte auch selbst erarbeiten. Jetzt folgt die Fortsetzung, in Kooperation mit […]

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BR Backstage

Foto: BR Julian Schulz

Von Dr. Angelika Mayer

Im Sommer 2015 hat der Bayerische Rundfunk zum ersten Mal und mit großer Resonanz einen unternehmensweiten Jugendmedientag für Schülerinnen und Schüler aller Schularten veranstaltet. Einen ganzen Tag lang konnten die Jugendlichen in rund 300 Workshops nicht nur zuhören und zuschauen, sondern Inhalte auch selbst erarbeiten. Jetzt folgt die Fortsetzung, in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI).

Warum gibt es ein solches Angebot im Bayerischen Rundfunk?

„Deine erste Pressekonferenz mit einem Star“, so lautete der Auftrag für Adrian, Katharina, Sarah, Peter und Tobias. Dass sie dann gleich mal auf Schauspieler und Comedian Rick Kavanian treffen würden, damit hatten sie nicht gerechnet. Ein „super Typ“ der „wirklich alle Fragen beantwortet hat“ – nur eins der vielen Highlights beim vergangenen BR Jugendmedientag. Denn bei BR backstage lernen Jugendliche abseits des Lehrplans was es braucht, um Medien professionell selber zu machen. Zu diesem Zweck ermöglicht der Jugendmedientag einen umfassenden Blick hinter die Kulissen, damit Gestaltungsmechanismen in den Medien hinterfragt werden können. Die Fachleute dort erklären aus erster Hand, worauf es bei der Auswahl von Medienangeboten ankommt. Und wer anschließend selbst in die Rolle des Moderators, des Social Media-Redakteurs und des Sportreporters schlüpft, der erlebt, was alles stimmen muss, damit am Ende ein gutes Produkt herauskommt. Jemand, der vor dem Greenscreen am eigenen Leib erfahren hat, wie unentschlossen man sich in virtuellen Umgebungen bewegt oder die wichtigen Knöpfe im Regie- und Schnittraum tatsächlich selbst drückt, der schaut zukünftig anders auf Medien. Dessen Blick wird geschärft. Gezwungen zu sein, adhoc auf eine Frage vor laufender Kamera zu antworten, änderte beispielsweise für Luisa (15) die Perspektive auf den Beruf der Journalistin.

Impressionen | BR Backstage

Foto: BR Max Hofstetter

Auch im Bayerischen Rundfunk bleibt derzeit kaum ein Stein auf dem anderen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Die Umwälzungen, die die Medien allgemein erleben, betreffen genauso auch die Landesrundfunkanstalten der ARD. Damit verändert sich auch die Arbeitsumgebung, der BR steckt mittendrin in einem großen Veränderungsprozess. Einheiten, die bisher getrennt nach Ausspielwegen (Hörfunk, Fernsehen, Online) organisiert waren, werden künftig medienübergreifend und nach Inhalten planen und produzieren.

Wie sieht er aus, der Jugendmedientag im BR?

Wie Radio, Fernsehen und der BR im Netz funktionieren, das erleben am 27. Juni 2017 rund 1.000 Jugendliche aus ganz Bayern hautnah. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der achten Jahrgangsstufe. Der Bayerische Rundfunk öffnet seine Pforten ab 08.30 Uhr. Das letzte Angebot endet um 15.00 Uhr. Die Organisatoren haben, auch mit Unterstützung des DIVSI auf dem Gebiet der Internetsicherheit, spannende Programme zusammengestellt. Die Lehrkräfte können aus verschiedenen Angeboten ein Tagespaket wählen, das dann im Klassenverbund durchlaufen wird. BR backstage ist kein Kongress, sondern ein Angebot, um sich auszuprobieren und beispielsweise auch erste Film- und Formatideen oder Moderationen mit Leben zu füllen. Die Veranstaltung soll auf diese Weise zum selbstbewussten Umgang mit den Medien anregen und die Aufmerksamkeit für den vielzitierten Umgang mit „der Wahrheit“ und Desinformationsversuchen („Fake News“) schulen. Die Medienmacher von morgen werden nicht nur den Profis über die Schulter schauen, sondern in diesem Jahr auch wieder filmen, interviewen, posten und aufzeichnen. Im Schüler-Live-Blog berichten die Jugendlichen selbst direkt vom Großevent.

Impressionen | BR Backstage

Foto: BR Rudi Ott

Wie zeigt sich der Anspruch an freie und unabhängige Medien im Produktionsprozess? Was haben diejenigen im Blick, die Informationen anbieten? Und was ist mir der Unterhaltung, der Musik und dem Sport? Ein Ganztagesevent mit bunten Programmsträngen wie „Die Medienmacher“ oder „Musik“ (selbst eine coole Band interviewen) – und einer Vielzahl interaktiver Angebote hilft, mitreden zu können. Und macht Spaß. Im Rahmen von „Technik von morgen“ wird u. a. ein „Live-Hacking“ (ein Angebot des Kooperationspartners DIVSI) stattfinden. Die Teilnehmer dürfen gespannt sein!

„Wir freuen uns, dass wir mit einer so renommierten Institution wie dem DIVSI zusammen-arbeiten können. Ihre große Erfahrung im Bereich Jugend und Internet gibt auch BR backstage wichtige Impulse.“ (Isabella Schmid, Leiterin BR Bildungsprojekte)

Ab dem 13. März steht das Anmeldeformular für Lehrkräfte online zur Verfügung. Der Bayerische Rundfunk hat in München zwei große Standorte: Das Funkhaus in der Nähe des Hauptbahnhofes sowie das Fernsehgelände in Freimann und in Unterföhring. Die Serie „Dahoam is Dahoam“ wird im Filmdorf „Lansing“ in der Nähe von Dachau produziert. Und in Nürnberg befindet sich das Studio Franken. Einen dieser Standorte wählt die Gruppe vorab aus und verbringt dort den Tag. Anmeldeschluss ist der 28.04.2017.

Wir kann eine Tagesveranstaltung für Medienkompetenz die bestmögliche Wirkung erzielen?

Bereits 2015 hat das Team der BR Bildungsprojekte, das den Tag mit sehr vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen aus allen Fachabteilungen organisiert, die Programme und die Durchführung von BR backstage durch das Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU München evaluieren lassen.

Impressionen | BR Backstage

Foto: BR Rudi Ott

In der Vorbereitung wird Wert darauf gelegt, dass die Vermittlung auf Augenhöhe stattfindet, die Schülerinnen und Schüler wollen auf Menschen treffen, die eben nicht „Schule“ mit ihnen machen und die ihnen mit Freude an ihrem Beruf begegnen. Aber wodurch wird zum Beispiel ein Webangebot zu einem guten Angebot? Welche Arbeitsbedingungen in einem Medienunternehmen vorherrschen, davon haben die meisten Schülerinnen und Schüler noch kein allzu klares Bild. Sich hier von den Profis inspirieren und anstecken zu lassen, Medien kreativ mitzugestalten, dafür steht BR backstage. Die angebotenen Tagesprogramme sollen entsprechend auch die Pädagoginnen und Pädagogen, die ihre Klasse durch diesen Tag begleiten, darin unterstützen, ihre Vermittlung von Medienkompetenz praxisnah ergänzen zu können. Vorhandenes Medienwissen, das beispielsweise über das Bildungsangebot „so geht Medien“ von ARD, ZDF und Deutschlandradio, federführend vom Bayerischen Rundfunk umgesetzt, aufgebaut wurde, um reflexive Kompetenzen der Jugendlichen zu erweitern. Von diesem Tag können sicherlich Impulse ausgehen, die sich im Klassenzimmer fortsetzen lassen. Außerdem werden Berufsbilder in den Medien veranschaulicht: Über welche Ausbildung sollten die Medienmacher von morgen verfügen und welche Einstiegsmöglichkeiten gibt es, das sind unter anderem Themen des Jugendmedientages.

„BR backstage war ein Traum für meine Schülerinnen und Schüler! Wir erlebten hautnah, wie Medien entstehen und waren sogar Teil einer Live-Schalte ins Studio Tel Aviv. Das war für uns genauso faszinierend wie die neue BR24-App, die wir uns sicher alle auf unser Smartphone laden werden.“ (Maik Sadzio, Lehrer an der Städtischen Hermann-Frieb-Realschule München.)

Jugendliche lassen sich für Medienwissen und Medienhandeln begeistern, wenn Inhalte, Form und Aufbereitung eine Art von Überraschung in sich tragen. Diese Neuartigkeit kann dann im wahrsten Sinne „Augen öffnen“ und Zugang schaffen zu Dingen, die man bislang nicht wusste oder bei denen man aus eigener Erfahrung lernen kann. Neben den jungen Programmen des Bayerischen Rundfunks, wie PULS und Bayern3, stehen auch „gestandene“ Programmmacher Rede und Antwort und lassen sich kritische Nachfragen gefallen. Und der BR „kann cool“, die Coaches in den Workshops nehmen Bezug auf die Lebenswelt der Jüngeren, denn nur so wird das Wissen auch handlungsrelevant. Vielen Journalisten liegt besonders am Herzen, die Schülerinnen und Schüler noch besser in die Lage zu versetzen, Medien und ihre Inhalte kritisch zu hinterfragen und einzuordnen und damit letztlich auch ihre Qualität zu beurteilen. Was journalistische Qualität angeht, sieht das Wissen bei den Jugendlichen durchaus nicht schlecht aus. Sie erkennen Ausgewogenheit, Relevanz und Aktualität als Qualitätskriterien für guten Journalismus und sehen Meinungsäußerungen und fehlende Seriosität eher kritisch (vgl. Pfaff-Rüdiger 2015: 2ff.)

Impressionen | BR Backstage

Foto: BR Julian Schulz

Der BR will den Schülerinnen und Schülern in erster Linie die Chancen der Medien aufzeigen. Es geht darum, Teilhabe zu ermöglichen – in einer vielförmigen Gesellschaft, in der es wichtig ist, sich zu informieren und sich ausdrücken zu können.

Crossmediales Bildungsprojekt für das Gesamthaus, das alle Schularten anspricht und ein Gemeinschaftserlebnis stiftet

Der Bayerische Rundfunk hat als öffentlich-rechtliche Unternehmung eine besondere Verantwortung für das Gemeinwohl. Medienbildung zielt entsprechend nicht allein auf den gern zitierten Bildungsauftrag ab. Aus diesem Grund stehen neben den Besuchen in Fernseh- und Radiostudios und den Redaktionen eine Vielzahl von Gesprächen mit Medienmachern auf dem Programm. Im Vordergrund dabei: die Öffnung des Hauses für ein zukünftiges Publikum sowie die Auseinandersetzung mit dem eigenen Berufsethos und normativen Qualitätsansprüchen. Im Idealfall gilt es bei einer solchen Veranstaltung die Frage auch umzudrehen: Wer lernt hier von wem? Mit den Jugendlichen also in den Dialog zu treten und eine Beziehung aufzubauen, ganz im Sinne des Public Value gemeinwohlorientierter Unternehmungen. Was beschäftigt die jungen Menschen? Die Organisatoren versuchen hier ganz genau hinzuhören, weil es entscheidend ist für das Medienmachen von heute und morgen.

SAVE THE DATE: BR backstage am 27. Juni 2017

Quellen:
Pfaff-Rüdiger, Senta (2015): Evaluation von BR backstage. München, S. 1-11.

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Digitale Zukunftsgestaltung – Jugendliche verbessern mit Code die Welt https://www.divsi.de/digitale-zukunftsgestaltung-jugendliche-verbessern-mit-code-die-welt-2/ https://www.divsi.de/digitale-zukunftsgestaltung-jugendliche-verbessern-mit-code-die-welt-2/#respond Mon, 07 Nov 2016 09:17:37 +0000 http://46.30.3.106/?p=15432 Jugend hackt bot 12- bis 18-Jährigen jetzt erneut den Raum, ihre Vision einer besseren Gesellschaft zu gestalten. Von Franziska Semer Unter dem Motto „Mit Code die Welt verbessern“ wurde durch die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. 2013 das Förderprogramm Jugend hackt ins Leben gerufen. Programmier- und technikbegeisterte Mädchen und Jungen zwischen 12 und 18 Jahren […]

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Digitale Zukunftsgestaltung – Jugendliche verbessern mit Code die Welt

(Foto: CC-BY 4.0 Jugend hackt, Sandra Schink)

Jugend hackt bot 12- bis 18-Jährigen jetzt erneut den Raum, ihre Vision einer besseren Gesellschaft zu gestalten.

Von Franziska Semer

Unter dem Motto „Mit Code die Welt verbessern“ wurde durch die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. 2013 das Förderprogramm Jugend hackt ins Leben gerufen. Programmier- und technikbegeisterte Mädchen und Jungen zwischen 12 und 18 Jahren arbeiten gemeinsam an digitalen Werkzeugen für ihre Vision einer besseren Gesellschaft. Eine feste Säule dieses Hackathons sind dabei offene Daten und die Betreuung durch ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren, aber auch die Vernetzung der Jugendlichen untereinander. Bei Jugend hackt treffen sie auf Gleichgesinnte und lernen, dass sie nicht nur Teil dieser digitalen Welt sind, sondern diese auch mitgestalten dürfen und sollen.

Vernetzung

Vernetzung: Gemeinsam entstehen Ideen für eine bessere Welt (Foto: CC-BY 4.0 Jugend hackt, Sandra Schink)

Ideenpool

Im offenen Raum von Jugend hackt Nord, einem von vier regionalen Ablegern, und dank der Unterstützung von Förderern wie DIVSI sind 16 tolle Projekte entstanden. Jugend hackt fördert ein Verständnis für die gesellschaftspolitische Verantwortung von Technologien und die damit verbundenen Fähigkeiten. Die Vernetzung der Projekte und die Vielfalt der Ideen ist der beste Beweis dafür, dass die Junghackerinnen und -hacker um die Ecke gedacht haben und die digitale Gesellschaft aktiv mitgestalten wollen. In Teams setzen sie ihre Ideen praktisch um und erfahren, dass ihre Teilhabe in dieser Gesellschaft wichtig ist und dass sie mit ihren Ideen wirklich etwas bewirken können. Die öffentliche Präsentation am Ende der Veranstaltung bestätigt und motiviert die Jugendlichen. Durch diese positiven Erfahrungen und den informativen Wissenstransfer fördert Jugend hackt die digitale Teilhabe und Mündigkeit von jungen Menschen.

Hardware-Hacks

Hardware-Hacks: Digitale Zukunftsideen werden prototypisch umgesetzt (Foto: CC-BY 4.0 Jugend hackt, Sandra Schink)

Mit ihrer Vision einer besseren Welt gestalten sie die digitale Zukunft, ihre Zukunft. Unterstützen wir sie dabei!

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Digitale Zukunftsgestaltung – Jugendliche verbessern mit Code die Welt https://www.divsi.de/digitale-zukunftsgestaltung-jugendliche-verbessern-mit-code-die-welt/ https://www.divsi.de/digitale-zukunftsgestaltung-jugendliche-verbessern-mit-code-die-welt/#respond Thu, 08 Sep 2016 10:58:22 +0000 http://46.30.3.106/?p=15288 Jugend hackt bietet Jugendlichen erneut den Raum um ihre Vision einer besseren Welt zu gestalten. Von Franziska Semer Zeitreise Denken wir zurück an das Jahr 1996 – Ich wechselte von der Grundschule auf das Gymnasium und die Musik wechselte von Ace of Base langsam aber sicher in Richtung Boy Groups. Mein Berufswunsch: Irgendetwas mit Menschen. […]

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Jugend hackt Nord

Foto: CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Sandra Schink

Jugend hackt bietet Jugendlichen erneut den Raum um ihre Vision einer besseren Welt zu gestalten.

Von Franziska Semer

Zeitreise

Denken wir zurück an das Jahr 1996 – Ich wechselte von der Grundschule auf das Gymnasium und die Musik wechselte von Ace of Base langsam aber sicher in Richtung Boy Groups. Mein Berufswunsch: Irgendetwas mit Menschen. Aufregendster Tag? Als der erste Röhren-Computer Einzug in die heimischen vier Wände erhielt. Da stand auf einmal ein Gerät mit separaten Buchstaben auf einem kleinen Block und einer Art Fernseher dran, unterm Tisch ein Kasten der merkwürdig surrte. Gestern gab es für die volle Punktzahl beim Vokabeltest noch eine kleine Aufmerksamkeit. Heute, 1996, schenkte mir mein Röhren-Computer mit Hilfe des Lernprogramms Sterne und höhere Level. Mein Ehrgeiz war geweckt. Vokabellernen wurde durch PC-Programme neu definiert und eine ganz neue Form der Motivation wurde geboren. Lernen machte auf einmal Spaß – Danke Computer!

Aber das war nur der Anfang. Stück für Stück beobachtete ich, wie sich die Welt um mich herum veränderte. Meine Freunde schickten sich SMS und spielten Snake mit ihrem Nokia 3310. Wir waren erreichbar, egal wo wir waren. Wo sollte das hinführen? Ständige Erreichbarkeit, Zugang zu allen möglichen Informationsquellen auf der ganzen Welt, digitale Kommunikation ohne jemanden gegenüber zu sitzen oder den Füller nachzufüllen. Ich war unsicher ob mir das gefiel. Ich gehöre zur Generation Y und darf mich Digital Native nennen – aufgewachsen mit dem digitalen Wandel unserer Welt. Heute 20 Jahre später ist die digitale Welt ein Teil von mir. E-Mail Programme, Online Recherche, Hangouts oder digitale Nachrichten gehören zu meinem Leben dazu. Per Definition scheinen wir Gen Ys Dinge zu hinterfragen und unsere Umwelt zu verändern.

Heute, 20 Jahre später, frage ich mich, wie es wohl wäre noch einmal 12 Jahre alt zu sein. Smartphones sind bereits alltägliche Gegenstände und ein Nokia 3310 im Museum unter Raritäten ausgestellt. Ein PC-Programm würde mich bestimmt nicht mehr so begeistern wie damals. Aber die Faszination Digitale Welt besteht noch heute. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass die Faszination noch nie so groß war. Wenn man die heutige Jugend beobachtet, dann wird einem schnell klar, man selbst ist maximal ein Prototyp der Digital Natives, die waren Einheimischen der digitalen Welt wachsen gerade heran. Unsere Zukunft, auch die digitale Zukunft, liegt in den Händen der Jugendlichen von Heute.

Aber genau diese Jugendlichen seien zu angepasst, glaubt man der im April veröffentlichten Sinus Studie. Beobachten wir die Lebenswelten der heutigen Jugendlichen, findet der Großteil in der digitalen Welt statt. Jugendliche zwischen 14-17 Jahren gehen nicht mehr online wie 1996, “sie leben online” (Calmbach, Marc et al., 2016). Digitale Medien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Jugendliche pflegen soziale Kontakte über digitale Kanäle wie Snapchat, What’s App oder Instagram. Anders als in der Studie beschrieben sollte digitale Teilhabe aber weitaus mehr sein als Kommunikation.

Wir erinnern uns, das Dinge zu hinterfragen und zu verstehen ein wichtiger Teil für die Generation Y ist. Die heutige Generation Z baut darauf auf. Digitale Zukunftsgestaltung ist also digitale Teilhabe. Die Jugendlichen wünschen sich Plattformen, in denen sie ihre Vision einer besseren Gesellschaft digital wie analog gestalten können. Ihre technologischen Fähigkeiten haben sich die meisten Jugendlichen unabhängig der Schule angeeignet. Der Informatikunterricht in der Schule reicht da schon lange nicht mehr aus – und das obwohl gerade der MINT -Bereich den größten Nachwuchsbedarf hat. Politiker, sowie Unternehmen der digitalen Branche setzen auf die heranwachsende Generation.

Digitale Teilhabe

Ihre Vision einer besseren Welt zu gestalten beschert den Jugendlichen Selbstvertrauen und das Gefühl die digitale Zukunft, ihre Zukunft, mit zu gestalten. Viele Initiativen unterstützen Jugendliche auf ihrem Weg zur digitalen Teilhabe.

Unter dem Motto “Mit Code die Welt verbessern” wurde durch die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. 2013 das Förderprogramm “Jugend hackt” ins Leben gerufen. Programmier- und Technikbegeisterte Mädchen und Jungen zwischen 12 und 18 Jahren arbeiten gemeinsam an digitalen Werkzeugen für ihre Vision einer besseren Gesellschaft. Eine feste Säule dieses Hackathons sind dabei offene Daten und die Betreuung durch ehrenamtliche Mentor/innen, aber auch die Vernetzung der Jugendlichen unter einander. Bei “Jugend hackt” treffen sie auf Gleichgesinnte und lernen, dass sie nicht nur Teil dieser digitalen Welt sind, sondern diese auch mitgestalten dürfen und sollen. Dabei präsentieren Medien oftmals ein verzerrtes Bild der Hacker-Kultur, stellen sie als böse dar und sprechen von Datenmissbrauch. Hacken bedeutet aber in dem Sinne nichts anderes als Daten und Informationen zu hinterfragen und zu überlegen, wie man mit den Daten neue Lösungen entwickeln kann. Lösungen für eine bessere Welt. “Jugend hackt” zeigt durch die Unterstützung von verschiedenen Förderern, so auch DIVSI, den Jugendlichen folglich einen Weg, wie sie ihre Fähigkeiten für positive Zwecke einsetzen können. Die Jugendlichen entwickeln ihre eigenen Ideen und setzen diese prototypisch um. Es gehen natürlich Dinge schief, aber das ist auch gut so. Das Ziel am Ende des Hackathons ist es nicht ein komplett fertiges Produkt zu haben. Die Jugendlichen sollen auch lernen, dass sie jeder kleine Fehler ihrem Ziel ein Stück näher bringt. Jede Idee ist es wert präsentiert zu werden, denn es geht nicht um Schulnoten, sondern darum sich mit Problemen auseinander zusetzen und Lösungen zu gestalten. Ehrenamtliche und technisch versierte Mentorinnen und Mentoren mit verschiedenen Themenschwerpunkten sind integraler Bestandteil von „Jugend hackt“. Sie stehen den Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Soft- und Hardwareprojekte helfend beiseite.

Jugend hackt

CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Sandra Schink

Seit 2015 findet “Jugend hackt” neben dem Hauptevent in Berlin auch regional im Süden, Osten, Westen und Norden Deutschlands statt. Unter dem Motto “Daten, Räume, Köpfe öffnen” haben 70 Teilnehmer/innen Mitte Juni im Hamburger betahaus den Norden zum zweiten Mal gehackt und in 44 Stunden zusammen mit ihren 24 Mentor/innen an zwei Tagen 16 fantastische Projekte entwickelt.

Projekte wie SMIKE und Stachelfrucht, ein Fahrrad-Diebstahl System, lassen keinen Zweifel daran, dass sich die Jugendlichen Gedanken machen um ihre Mitmenschen und wie sie die Gesellschaft mit ihrem Code ein Stückchen besser, mobiler und sicherer machen können. SMIKE passt während des Fahrens den Rhythmus von Musik an die Trittgeschwindigkeit an und wurde mit dem Preis in der Kategorie „AHA-Moment“ prämiert. Den Preis in der Kategorie „Mit Code die Welt verbessern“ hat Worldation gewonnen. Die Idee des Teams ist es, das Spenden weltweit einfacher und attraktiver zu gestalten. Dass die Organisation von Vertretungsplänen, Stundenausfällen und Wecksystemen die Jugendlichen sehr bewegt zeigt die sensationelle Interaktion der Projekte untereinander. Vier Teams haben gemeinsam ein umfassendes Wecksystem geschaffen, dass die Weckzeit äußeren Bedingungen wie Wetter, Verkehr und Stundenausfall anpasst. Austausch und Innovation wurde so teamübergreifend geübt und mit dem Sonderpreis in der Kategorie „Offene Daten, Offene Räume, Offene Köpfe“ ausgezeichnet.

Digitale Mündigkeit

Im offenen Raum von Jugend hackt Nord sind tolle Projekte auf Basis von offenen Daten und den offenen Köpfen der Jugendlichen entstanden. Die Vernetzung der Projekte und die Vielfalt der Ideen ist der beste Beweis dafür, dass die Junghacker/innen um die Ecke gedacht haben und mit ihrem Projekt unsere Welt ein kleines Stückchen besser machen. Gemeinsam nehmen sie Teil an der digitalen Gesellschaft und das weitaus mehr als nur durch soziale digitale Netzwerke. Besonders technisch versierte Jugendliche, die Nerds, stehen mit ihrem Interesse häufig alleine da. “Jugend hackt” bietet diesen Jugendlichen die Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und auszutauschen. Als Teil einer Gemeinschaft erleben sie, dass Ideen auch umgesetzt werden und erfahren, dass ihre Teilhabe in dieser Gesellschaft wichtig ist. Die öffentliche Präsentation am Ende der Veranstaltung bestätigt und motiviert die Junghacker/innen. Sie spüren, dass sie mit ihren Ideen wirklich etwas bewirken können. Zusätzlichen Input zu relevanten Themen wie Hacker-Ethik, Virtual Reality oder Datenüberwachung bekommen die Teilnehmer/innen durch verschiedenste Vorträge und Workshopformate. „Jugend hackt“ fördert die digitale Teilhabe und Gestaltung genau durch diese positiven Erfahrungen und informativen Wissenstransfer und dadurch die digitale Mündigkeit der Jugendlichen (Stark, 2016).

Wie es wäre wenn ich heute noch einmal 12 wäre? Ich würde an “Jugend hackt” teilnehmen und meine digitale Zukunft mitgestalten. Mein Berufswunsch wäre irgendetwas mit hacken. Ich wäre gern ein Nerd.

Alle Informationen zum Event und zu den Projekten können hier nachgelesen werden.

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Jugendliche und das Internet: Was wirklich abläuft https://www.divsi.de/jugendliche-und-das-internet-was-wirklich-ablaeuft/ https://www.divsi.de/jugendliche-und-das-internet-was-wirklich-ablaeuft/#respond Mon, 30 May 2016 16:10:26 +0000 http://46.30.3.106/?p=14649 Für die 14- bis 17-Jährigen in Deutschland ist der digitalisierte Alltag unhinterfragte Selbstverständlichkeit – digitale Medien sind kein Bonus, sondern Notwendigkeit für die soziale Teilhabe in der Peergroup und darüber hinaus. Die neue Jugendstudie des SINUS-Instituts „Wie ticken Jugendliche 2016?“ aktualisiert wesentliche Erkenntnisse der DIVSI U25-Studie, die Anfang 2014 erstmals fundierte Fakten zum digitalen Verhalten der jungen Generation geliefert hatte.

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Jugendliche und das Internet: Was wirklich abläuft

Bild: kozirsky – Shutterstock

Welche Chancen sehen sie? Wovor haben sie Angst? Was ist selbstverständlich? Wie hilft die Schule? Die neue SINUS-Jugendstudie gibt alle Antworten.

Von Dr. Silke Borgstedt

Für die 14- bis 17-Jährigen in Deutschland ist der digitalisierte Alltag unhinterfragte Selbstverständlichkeit – digitale Medien sind kein Bonus, sondern Notwendigkeit für die soziale Teilhabe in der Peergroup und darüber hinaus. Die neue Jugendstudie des SINUS-Instituts „Wie ticken Jugendliche 2016?“ aktualisiert neben Fokusthemen wie „Mobilität“ und „Flucht und Asyl“ wesentliche Erkenntnisse der DIVSI U25-Studie, die Anfang 2014 erstmals fundierte Fakten zum digitalen Verhalten der jungen Generation geliefert hatte. Zudem nimmt die SINUS-Jugendstudie die Aspekte Medienkompetenz und digitales Lernen besonders in den Blick. Wie die Vorgängerstudien (2008, 2012) beruht sie auf dem Lebensweltenmodell, bei dem eine Segmentierung nicht nur nachsozialer Lage/Bildung, sondern auch nach Lebensstilen und Werten erfolgt.

Wegbereiter

Lernen – ob zu Hause oder in der Schule – findet immer selbstverständlicher mit bzw. via digitale Medien statt. Was aber heißt für Jugendliche eigentlich Medienkompetenz, und wie sollte digitales Lernen aus ihrer Sicht ablaufen? Nicht zuletzt stellt sich dabei die Frage nach der Chancengerechtigkeit im digitalen Raum: Ist das Internet per se ein Wegbereiter für bessere Teilhabechancen? Oder schreibt die Digitalisierung bestehende soziale Ungleichheiten fort?

Es gilt als Selbstverständlichkeit, sich den Umgang mit digitalen Geräten und Anwendungen über „learning by doing“ in Eigenregie beizubringen. Meist probiert man einfach neue Online-Dienste oder Apps aus, frei nach dem Motto: draufklicken und schauen, was passiert. Das Internet gilt als selbsterklärend, zudem bezieht man im Internet via Tutorials selbst Auskunft, falls man nicht mehr weiterweiß.

Basiswissen im Bereich digitaler Medien sind aus Sicht der Jugendlichen die Kenntnis und das Bedienen einschlägiger Anwendungen (insbesondere Apps) sowie die Fähigkeit, sich generell auf Benutzeroberflächen zurechtzufinden. Teilweise werden zudem Standards im Bereich Geschicklichkeit genannt (mit dem Daumen texten, Steuerungstechniken beim Gaming).

Die Beherrschung von Programmen und Programmiersprachen gilt als Spezialkenntnis, die persönlich kaum relevant ist. Insbesondere Programmieren erscheint komplex und findet – wenn überhaupt – fast ausschließlich in der Schule statt. Bis auf wenige Ausnahmen haben sich die Befragten kaum damit auseinandergesetzt, weil die Komplexitätsbefürchtung hoch und die Frustrationsgrenze niedrig liegt.

Mediensucht

Kompetenz im Umgang mit digitalen Medien zeigt sich aus Perspektive der Jugendlichen auch daran, Geräte gezielt und angemessen einzusetzen, und vor allem daran, ob man wirklich immer etwas zu kommunizieren hat, das wichtiger als das aktuelle Real-Life-Geschehen ist. Es gilt – insbesondere in bildungshöheren Lebenswelten – als Kompetenz und Distinktionsmerkmal, Geräte auch mal ausschalten zu können. In diesem Zusammenhang greifen Jugendliche häufig das Thema „Mediensucht“ auf. Von denen, die „süchtig“ sind, möchte man sich deutlich abgrenzen („In meiner Klasse sind 50 Prozent süchtig. Man sollte es halt echt dosieren“). Permanentes „Starren aufs Display“ und „dauerndes Herumgetippe“ gelten bei manchen Jugendlichen mittlerweile als uncool und vermeidbar.

„Always on“ zu sein, ist somit immer weniger ein Statusmerkmal. Als Distinktionsmerkmal wird vielmehr die eigene Selbstregulationskompetenz ins Spiel gebracht: An allem Relevanten teilzuhaben, ohne als „internetsüchtig“ zu gelten, ist die angestrebte soziale Positionierung.

Dauerbegleiter

Dauerbegleiter: Auch wenn man im Extremfall eingeschlafen ist: Always online ist der Trend. (Bild: nenetus/junpinzon/Syda Productions – Shutterstock)

Nicht ohne Selbstkritik wird trotz aller bekundeten Bemühungen um einen „maßvollen“ Umgang beklagt, wie groß der Stellenwert des eigenen Smartphones ist – gerade in der Funktion als soziales Back-up. Ein Leben ohne Handy ist folglich zwar vorstellbar, aber nur unter der Bedingung, dass alle anderen auch darauf verzichten.

Für die Jugendlichen ist es von hoher Bedeutung, sich im Internet sicher bewegen und selbst schützen zu können. Trotz aller Chancenwahrnehmung sehen sie nämlich auch diverse negative Entwicklungen der zunehmenden Digitalisierung, insbesondere umfassende Überwachung und wachsende Kontrollmöglichkeiten. Jugendliche befinden sich dabei in einem Dilemma, denn auf der einen Seite ist es für sie schlichte Notwendigkeit, Online-Dienste zu nutzen und damit im Netz Datenspuren zu hinterlassen, um sozial nicht abgehängt zu sein. Gleichzeitig vermuten sie eine wachsende Macht derjenigen, die diese Daten besitzen und/oder anschauen können. Ihnen ist wichtig – vor allem mit Blick auf die Zukunft –, trotz digitaler Vernetzung noch „ein eigenes Leben“ führen zu können.

Lernvorteile

Technischer oder gesetzlicher Schutz ist hierbei für sie nur eine Facette. Ihnen ist klar, dass es vor allem darauf ankommt, wo und wie man sich im Netz bewegt, welche Angebote man nutzt und welche Informationen man über sich selbst hinterlässt. Dennoch überwiegt in ihrem Alltagshandeln eine pragmatische Sorglosigkeit, dass einem selbst vermutlich nichts passieren wird.

Viele Jugendliche berichten überschwänglich, wie viele Vorteile das Lernen mit digitalen Medien bietet. Es mache deutlich mehr Spaß und eröffne eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten sowie automatische Korrekturfunktionen und natürlich den Wegfall des mühsamen händischen Schreibens.

Deutliche Unterschiede zeigen sich hier aber in den verschiedenen Lebenswelten. Insbesondere für Jugendliche aus Elternhäusern, in denen digitale Medien kaum oder wenn, dann nur als Entertainmentzentrale eine Rolle spielen, sind digitale Geräte (insbesondere von beliebten IT-Lifestyle-Marken) besondere Attraktoren, die ein erhebliches Maß an Aufmerksamkeit binden. Vor allem Jugendliche aus bildungsfernen Lebenswelten wünschen sich daher eine stärkere Einbindung digitaler Medien in den Unterricht. Was genau mit diesen Geräten im Unterricht inhaltlich passiert, ist weniger relevant, von primärem Interesse ist die reine Verfügbarkeit – und das mögliche „Mit-nach-Hause-Nehmen“.

Jugendliche aus Lebenswelten mit höherem formalen Bildungsgrad hingegen wünschen sich nicht unbedingt mehr digitale Medien in der Schule – teilweise ist es ihnen egal, teilweise grenzen sie sic davon ab. Als Begründung werden dabei Aspekte wie fehlende Effizienz, sowie der Abbau der eigenständigen Denkkompetenz genannt. Man brauche nicht noch mehr Computer in der Schule; zwar biete das Arbeiten damit gewisse Vorteile, andererseits seien diese nicht besonders groß.

Unterricht

Außerdem wird kritisiert, dass das Internet die Menschen immer passiver („fauler“) und „immer dümmer macht, weil man immer weniger selbst nachdenken muss“. Dabei grenzen sich bildungsnahe Jugendliche vereinzelt auch von denjenigen ab, die sich von digitalen Möglichkeiten weitestgehend „abhängig“ gemacht haben und ohne GPS-Funktion nicht mehr den Weg nach Hause finden würden.

Insbesondere Jugendliche aus Lebenswelten mit höherer Formalbildung weisen auch darauf hin, dass sie später bei den eigenen Kindern darauf achten werden, dass diese nicht zu früh mit digitalen Medien in Kontakt kommen. Gleichzeitig ist ihnen – im Unterschied zu den bildungsferneren Jugendlichen – klar, dass die eigene berufliche Zukunft wesentlich durch digitalisierte Arbeitsprozesse bestimmt sein wird.

Mit Blick auf die Aktivitäten dominiert aus Sicht der Jugendlichen der Fokus auf das korrekte Bedienen von Bürosoftware. Digitale Medien finden somit zu definierten Zeiten und in bestimmten Kontexten Anwendung, und zwar für Lernziele, die nicht primär auf den Erwerb von Kompetenzen im Umgang mit Medien ausgerichtet sind. Medien dienen als Mittel zum Zweck, häufig auch zur Belohnung, Entspannung oder zur generellen Motivation.

Unterricht: Die Lernziele der Jugendlichen unterscheiden sich vom Schulangebot.

Unterricht: Die Lernziele der Jugendlichen unterscheiden sich vom Schulangebot. (Bild: goodluz – Shutterstock)

Jugendliche wünschen sich einen weniger gefahrenzentrierten Unterricht, der die Chancen von digitalen Medien aufzeigt und konkrete Kriterien vermittelt, wie diese Chancen umgesetzt werden können, ohne sich allzu hohen Risiken auszusetzen.

Allgemein bemängelt wird, dass Technik zwar genutzt, jedoch nicht wirklich erklärt wird. Gern wüsste man, wie ein Computer oder das Internet eigentlich „funktioniert“. Gewünscht wird ein stärkerer Fokus auf technische Aspekte, ein tieferes Verstehen der benutzten Programme und eine größere Relevanz der gelehrten Inhalte für das tägliche Leben.

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Mit Open Data gesellschaftliche Grenzen überwinden: Hackathon für Jugendliche in Hamburg https://www.divsi.de/mit-open-data-gesellschaftliche-grenzen-ueberwinden-hackathon-fuer-jugendliche-in-hamburg/ https://www.divsi.de/mit-open-data-gesellschaftliche-grenzen-ueberwinden-hackathon-fuer-jugendliche-in-hamburg/#respond Thu, 19 May 2016 14:59:11 +0000 http://46.30.3.106/?p=14718 Von Yi-Ji Lu Jugend hackt Nord ruft zum zweiten Mal technologiebegeisterte und programmieraffine Jugendliche zum Hacker-Wettbewerb auf. Dieses Mal erhalten junge Programmiertalente zwischen 12 und 18 Jahren vom 10. bis zum 12. Juni 2016 in Hamburg die Möglichkeit, eigene digitale Anwendungen zu entwickeln oder an Hardwareprojekten zu basteln. Der von DIVSI gesponserte Wettbewerb ist dieses Jahr […]

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Jugend hackt Nord: Teaser

Von Yi-Ji Lu

Jugend hackt Nord ruft zum zweiten Mal technologiebegeisterte und programmieraffine Jugendliche zum Hacker-Wettbewerb auf. Dieses Mal erhalten junge Programmiertalente zwischen 12 und 18 Jahren vom 10. bis zum 12. Juni 2016 in Hamburg die Möglichkeit, eigene digitale Anwendungen zu entwickeln oder an Hardwareprojekten zu basteln.

Der von DIVSI gesponserte Wettbewerb ist dieses Jahr ganz den Themen Open Data und Open Source gewidmet. Unter dem Motto „Daten, Räume und Köpfe öffnen“ kommen Gleichgesinnte aus Hamburg, Bremem, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern drei Tage lang zusammen, um gemeinsam über den Tellerrand zu schauen und auf Basis von offenen Daten kreativ gemeinnützige Ideen zu entwickeln, die Grenzen jeglicher Art – in Systemen, Ländern und Köpfen – überwinden.

Die Teilnehmer werden das ganze Wochenende über von ehrenamtlichen Mentoren betreut, die umfassende Erfahrungen auf dem Feld der Softwareentwicklung und des Designs mitbringen und bei Fragen oder technischen Problemen helfen.

Jugend hackt Nord ist der erste Hackathon für Jugendliche aus Norddeutschland mit dem Ziel, junge Programmiertalente und technisch interessierten Nachwuchs zu fördern und zu vernetzen. Der Wettbewerb aus dem letzten Jahr brachte eine Reihe von innovativen Projekten hervor, darunter die Gewinner „Social Connection“ und „Moin Refugees“.

Programm und Anmeldung unter: http://jugendhackt.de/events/nord/

In diesem Video gibt es einen Eindruck von dem letzten Jugend hackt Nord 2015:

Jugend hackt Nord 2016: Poster

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Jugend entdeckt das Internet neu https://www.divsi.de/jugend-entdeckt-das-internet-neu/ https://www.divsi.de/jugend-entdeckt-das-internet-neu/#respond Wed, 29 Jul 2015 10:50:42 +0000 http://46.30.3.106/?p=12563 Your Net – DIVSI Convention 2015: Hamburger Kongress ein voller Erfolg. Zwei Tage lernen, diskutieren, Spaß haben. Von Tom Solbrig Über Nana Domenas Gesicht kullern große Schweißperlen. Er ist voller Energie. Um ihn herum Sand, Palmen und euphorische Menschen. Der aus Ghana stammende Moderator hat soeben mit Matthias Kammer, Direktor des Deutschen Instituts für Vertrauen und […]

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Your Net – DIVSI Convention 2015

Foto: Stefan Zeitz

Your Net – DIVSI Convention 2015: Hamburger Kongress ein voller Erfolg. Zwei Tage lernen, diskutieren, Spaß haben.

Von Tom Solbrig

Über Nana Domenas Gesicht kullern große Schweißperlen. Er ist voller Energie. Um ihn herum Sand, Palmen und euphorische Menschen.

Der aus Ghana stammende Moderator hat soeben mit Matthias Kammer, Direktor des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet, die erste „Your Net-Convention“ im Beach Hamburg eröffnet. „Ich erhoffe mir, dass die jungen Leute im Netz vom Nutzer zum Macher werden“, sagt Kammer.

Ungewöhnlich ist die Location. Aus Liegestühlen kann man die Veranstaltung verfolgen. „Man ist irgendwie vom Alltag herausgelöst“, sagt Stimmungskanone Domena, der begeistert von der Idee ist, durch Sand bei einem Kongress zu laufen.

Promis vor Ort

Mit dabei sind Viviana und Lennart. Der 16-jährige Schüler interessiert sich wie auch viele andere für den Datenschutz im Internet.

Mit der Convention erhofft er sich, wichtige Fragen beantwortet zu bekommen. Wie öffentlich muss unser Leben sein? Wie schnell werden unsere Daten missbraucht? Ist ein Leben ohne Internet vorstellbar?

Dafür stehen Referenten auf Podiumsdiskussionen und in Workshops Rede und Antwort. Große der Szene wurden eingeladen. Einer der bekanntesten ist Max Schrems. Der österreichische Autor sorgt derzeit mit einer Schadensersatzklage im Millionenbereich gegen Facebook für Furore – wie auch gegen das NSA-Überwachungsprogramm „PRISM“, über das in Kürze der Europäische Gerichtshof entscheiden wird.

Für die 20 Jahre junge Viviana wurde das Thema jedoch oft genug in den Medien thematisiert.„Die NSA-Affäre ist schon ausgekaut“, sagt die Kommunikationsstudentin und besucht daher am Vormittag den Workshop „Berufsfeld Internet“.

Datenklau-Debatte

Zeitgleich verfolgt Lennart im Plenum die Podiumsdiskussion „Privacy – Wie öffentlich möchtest du sein?“. Mit dabei sind unter anderem Max Schrems und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Der Datenklau wird auch debattiert. Dass man nüchtern betrachtet als Nutzer nicht viel gegen den Internetriesen Facebook und dessen Datenmissbrauch unternehmen kann, lautet im Endeffekt das Fazit.

Podiumsdiskussion Privacy

Podiumsdiskussion Privacy mit Michaela Schröder, Sebastian Hahn, Daniel Bröckerhoff, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Max Schrems (v.l.) (Foto: Yi-Ji Lu)

„Man sollte am besten keine Postings machen, die nicht notwendig sind. Sonst kann man nicht viel tun, außer dass man auf alles verzichtet. Denn selbst bei der Synchronisation des Handys deines Freundes gelangen Informationen von dir ins Netz“, sagt Schrems.

Draußen im Pavillon ist der Workshop zu Ende gegangen, den Viviana besuchte. In der Hoffnung, neue Impulse zu bekommen, wurde sie ein wenig enttäuscht. „Es hat mir nicht wirklich was gebracht. Das lag vielleicht auch an den jungen Teilnehmern. Die Fragen gingen teilweise echt am Thema vorbei“, erzählt die Studentin. Zudem gab es Probleme mit dem WLAN, weshalb kaum Zeit für die Gruppenarbeit blieb.

Währenddessen beschäftigt man sich ein paar Pavillons weiter mit der Frage: „Liegt im Netz immer die Wahrheit?“ Wie schwierig es ist, Fehlinformationen von der Wahrheit zu trennen, zeigt der „Stinkefinger-Eklat“ um den griechischen Finanzminister Varoufakis. Wenn selbst die seriösen und öffentlich-rechtlichen Sender nicht die Wahrheit wissen, wie kann dann der Einzelne verlässliche Informationen aus dem Internet beziehen?

„Im Internet läuft es nicht mehr so ab, dass nur noch Medienmacher Informationen zu den Konsumenten spielen, sondern dass es auch mittlerweile umgekehrt ablaufen kann. Informationen sind somit inzwischen von jedermann manipulierbar“, sagt der Mediendesigner Anselm Sellen und rät: „Wichtig ist, dass jeder eine tiefe Sensibilität besitzt, Informationen aus dem Internet aufzunehmen und diese zu hinterfragen.“

Ein wenig erschöpft strömen die 500 Teilnehmer nach den ersten neun Workshops in die zwei großen Hallen, um sich am Buffet zu bedienen. Essen, Getränke, Unterkunft und Anreise sind für alle Teilnehmenden kostenlos. „Ziel war es, diese Veranstaltung jedem zu ermöglichen – also allen frei zugänglich zu machen“, so Direktor Kammer.

Knack-Zeit

Auch in das Plenum strömen wieder die Massen. Anziehungspunkt ist diesmal Deutschlands erster IT-Comedian. Die Zuschauer werden beim Live-Hacker Tobias Schrödel Augenzeuge, dass es nicht lange braucht, Passwörter oder Smartphones zu knacken. Mithilfe eines ZIP-Archives kann er in nur acht Sekunden ein fünfstelliges Passwort knacken. „Zum einen sollten vernünftige Passwörter verwendet werden. Nicht zu vergessen ist ein aktueller Virenschutzscanner. Und alles, was funkt, nicht immer nur funken lassen. Sondern nur verwenden, wenn man es braucht“, rät Schrödel.

Live Hacker Tobias Schrödel auf der Your Net

Live Hacking: Tobias Schrödel zeigt, wie leicht er in Laptops etc. eindringen kann. (Foto: Yi-Ji Lu)

In den Nachmittagsworkshops sind unter anderem Florian Thalmann, Journalist, und Alexander Bangula, YouTube-Blogger, dabei. Während Alexander Bangula, bekannt als „Mr. Helfersyndrom“, beruflich aufs Internet angewiesen ist, hat Florian Thalmann einen Selbstversuch gewagt und sich die Frage gestellt: „Ist ein Leben ohne Internet vorstellbar?“ Dafür war er vier Wochen offline. „Ich hatte viele Momente, wo ich kurz vor dem Einknicken war und gemerkt habe, jetzt brauche ich das Internet“, sagt Florian Thalmann und empfiehlt daher, nicht komplett auf das Internet zu verzichten: „Ich finde es wichtiger, man schafft sich kleine Oasen. Also dass man mal spazieren geht und das Handy zu Hause lässt.“

Der YouTube-Blogger Alex Bangula sieht es ähnlich. Sein Smartphone schaltet er etwa abends aus oder checkt nicht mehr unterwegs die Mails. „Man muss lernen, vernünftig umzugehen“, sagt er, der mit seinem Kanal mehrere Tausend Fans erreicht und Smartphones bewertet. Auf der Convention gibt er einen Einblick in das Business Internet und zeigt auch, wie er sein Geld verdient, etwa mit Affiliate-Marketing.

Vivianas zweiter Workshop ist mittlerweile auch vorbei. „Der Workshop jetzt war viel besser. Ich fand gut, dass sich gleich drei Professoren aus den Wissenschaftsfeldern Soziologie, Psychologie und Neurologie mit der Frage, wie uns das Internet verändert, beschäftigt haben“, sagt sie. Der Kongress hat ihr sehr gefallen. „Die Auswahl an Angeboten war groß. Man hätte vielleicht noch ein, zwei Workshops mehr mitnehmen können statt nur die zwei. Location, Atmosphäre und Programm waren auch gut.“

Daumen hoch

Auch Lennarts Fazit fällt positiv aus. Besonders der Live-Hacker hat ihm gefallen. „Man hört ja regelmäßig über diverse Sicherheitslücken. Aber irgendwie konnte ich mir nie richtig vorstellen, dass es jeden so einfach treffen könnte“, sagte er und will bewusster umgehen: „Ich werde in nächster Zeit einige meiner Passwörter ändern und weniger Daten in meiner Cloud speichern.“

Dafür, dass es die erste Veranstaltung war, fanden es beide gelungen. Auch Nana Domena ist begeistert: „Das ist wahnsinnig cool, dass die jungen Leute durch DIVSI so eine Chance bekommen.“

Fotografische Eindrücke gibt es unter: http://www.yournet2015.de/news/impressionen-von-der-your-net-divsi-convention-2015/

Mehr zu den Themen und dem Programm unter: http://www.yournet2015.de/

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DIVSI Studie: Beteiligung im Internet – Wer beteiligt sich wie? Formen, Vorteile und Hürden der Beteiligung im Internet aus Sicht der DIVSI Internet-Milieus https://www.divsi.de/publikationen/studien/divsi-studie-beteiligung-im-internet-wer-beteiligt-sich-wie/ Tue, 28 Jul 2015 06:50:35 +0000 http://46.30.3.106/?post_type=studien&p=13036 Vorwort Im April 2014 hat DIVSI in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen einen Bericht zu „Bereichen und Formen der Beteiligung im Internet“ vorgelegt. Prof. Dr. Miriam Meckel hatte dabei festgehalten, dass der Begriff „Beteiligung“ zu einem „Schlagwort avanciert“ sei und seine „exakten Koordinaten verloren“ habe. Es sei Zeit, […]

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Vorwort

Im April 2014 hat DIVSI in Zusammenarbeit mit dem Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen einen Bericht zu „Bereichen und Formen der Beteiligung im Internet“ vorgelegt. Prof. Dr. Miriam Meckel hatte dabei festgehalten, dass der Begriff „Beteiligung“ zu einem „Schlagwort avanciert“ sei und seine „exakten Koordinaten verloren“ habe. Es sei Zeit, „ein paar Mythen der Beteiligung zu entlarven“.

Die Studie räumte dann mit fünf Mythen auf, die sich bis dahin beharrlich in der Öffentlichkeit hielten. Dabei beruhten die vorgestellten Erkenntnisse auf einer systematischen deutsch- und englischsprachigen Literaturanalyse.

Mit der jetzt vorgelegten zweiten Untersuchung des Forschungsprogramms werden direkte Antworten aus Sicht der deutschen Internetnutzer beschrieben und analysiert. Die Experten haben dazu in mehreren Online- und Offline-Fokusgruppen Vertreter aller sieben Internet-Milieus befragt. Die Eingliederung in die von DIVSI entwickelten Internet-Milieus hat sich dabei auch in dieser Untersuchung bewährt, da sie eine sehr präzise Spezifikation ermöglicht.

Bei den Interviews ging es nicht nur um den Punkt, wie und warum der Einzelne sich beteiligt. Geklärt werden sollte vor allem auch die Problematik, was die Internetnutzer insgesamt denn überhaupt unter dem Begriff „Beteiligung“ verstehen.

Vermutlich wird es die eine, alles umfassende und von allen getragene Definition nie geben. Im Ergebnis zeigt die Studie je nach Milieu eine sehr unterschiedliche Begriffsbestimmung. Manche der Befragten bezeichnen bereits die bloße Nutzung von Online-Diensten, sogar das reine Online-Sein als Beteiligung.

Grundsätzlich jedoch zeigt sich, dass Beteiligung im Internet nicht nur bei den Digital Natives und den Digital Immigrants angekommen ist. Auch die Digital Outsiders werten ihre meist sehr selektive Nutzung als „Beteiligung“. Einzig die Internetfernen Verunsicherten aus diesem Segment bleiben praktisch außen vor. Viele haben Mühe, die Vorteile einer Beteiligung zu erkennen. Es zeigt sich also einmal mehr, wie wichtig Aufklärung und Information sind. Nur so lässt sich eine größere Teilhabe an den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und Informationsangeboten des Internets erreichen.

Sonst droht, was die Studie als einen wesentlichen Aspekt festhält: Eine neue Qualität der digitalen Spaltung. Auf der einen Seite finden wir dann jene Nutzer, die von den Vorteilen einer Beteiligung im Internet profitieren. Auf der anderen Seite stehen alle, die den Zugang nicht finden. Die Studie zeigt, dass neben sachlicher Überforderung oft fehlendes Vertrauen und Unsicherheit eine Rolle spielen. Politik, Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt scheinen mir aufgerufen, zeitnah Maßnahmen zu entwickeln, die eine digitale Spaltung bekämpfen können.

Das durch die Studie erkannte „Wie“ der praktischen Beteiligung im Internet könnte dazu geeignet sein, Entscheider aus ganz verschiedenen Bereichen verstärkt zu aktivieren. So zeigt beispielsweise ein Ergebnis, dass eine politische Beteiligung noch vergleichsweise wenig verbreitet ist. Brachland also, das den Verantwortlichen durchaus eine größere Pflege wert sein sollte. Zivilgesellschaftliche Anliegen nämlich werden bereits sehr wohl und häufig durch Internetbeteiligung vorangetrieben. Der aktive Austausch und die Verbreitung im Netz sind auf diesem Feld längst Alltag.

Auch Beteiligungen in der Wirtschaft, in der Kultur, in der Bildung und zu Gesundheitsfragen haben sich im Bewusstsein der deutschen Internetnutzer etabliert. Dabei macht die Studie deutlich, dass das Internet längst keine Domäne der jüngeren Generationen ist. Vor allem nämlich ältere Nutzer sind aktiv dabei, Gesundheitsinformationen zu sammeln, Fragen zu beantworten oder auch Tipps zu geben.

Wo viel Licht ist, ist aber bekanntlich auch viel Schatten. Das bedeutet hier: Beteiligung kann durchaus mit Gefahren verbunden sein. Denn das globale Netz ist mittlerweile so groß, dass sich auch für zwielichtige Projekte und Ideen Nutzer finden lassen, die sich beteiligen. Hier drohen womöglich Gefahren, vor denen wir die Augen nicht verschließen sollten.

Doch auch solche negativen Aspekte machen deutlich, welche soziale Dynamik eine Beteiligung auslösen kann. Das Internet vereinfacht die Verbindung mit anderen mehr denn je. Nie war es leichter, sich deutlich zu positionieren, sich mit anderen abzusprechen und sich gegenseitig den Rücken zu stärken. Die neuen Medien schaffen neue Beteiligungsmöglichkeiten – und dadurch „Empowerment“. Sie können, so eine Erkenntnis der Studie, unterstützen – wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Die Untersuchung macht deshalb auch Vorschläge, wie eine konstruktive Nutzung neuer Medien gefördert werden kann. Dabei differenziert sie nach den DIVSI Internet-Milieus.

Die Erkenntnisse der Studie können für die aktuelle Debatte um den Wert und die Wirkung von Beteiligung neue Grundlagen liefern. DIVSI folgt damit seiner Aufgabe, Impulse und Wissensgrundlagen für Diskussionen anzubieten, die sich mit Themen unserer digitalen Zeit beschäftigen. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und freue mich über Reaktionen.

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Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig stellt die DIVSI U9-Studie vor https://www.divsi.de/bundesfamilienministerin-manuela-schwesig-stellt-die-divsi-u9-studie-vor/ https://www.divsi.de/bundesfamilienministerin-manuela-schwesig-stellt-die-divsi-u9-studie-vor/#respond Fri, 26 Jun 2015 10:19:55 +0000 http://46.30.3.106/?p=12518 Auf der Bundespressekonferenz vergangenen Dienstag stellte die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig gemeinsam mit DIVSI und dem SINUS Institut die neue DIVSI U9-Studie: Kinder in der digitalen Welt vor.  Keine Frage der Technik, sondern eine Frage des Umgangs Anstatt vor den Risiken im Internet zu mahnen, betonte die Bundesfamilienministerin die Chancen der digitalen Welt und hob Mediensozialisierung und Vermittlung von Medienkompetenz als […]

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Bundespressekonferenz U9-Studie

Auf der Bundespressekonferenz vergangenen Dienstag stellte die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig gemeinsam mit DIVSI und dem SINUS Institut die neue DIVSI U9-Studie: Kinder in der digitalen Welt vor. 

Keine Frage der Technik, sondern eine Frage des Umgangs

Anstatt vor den Risiken im Internet zu mahnen, betonte die Bundesfamilienministerin die Chancen der digitalen Welt und hob Mediensozialisierung und Vermittlung von Medienkompetenz als neue gesellschaftliche Aufgabe hervor. Die Teilhabe von Kindern an der digitalen Welt hänge nicht länger von der Hardware ab, sondern sei eine Frage der Erziehung im Umgang mit dem Internet, der sich Politik, Bildungseinrichtungen und Eltern gleichermaßen annehmen müssten.

Joanna Schmölz, stellvertretende Direktorin und Wissenschaftliche Leitung des DIVSI, spricht im folgenden Video über die Zielsetzung der DIVSI U9-Studie und betont die besondere Rolle der Eltern in der frühkindlichen Medienbildung.

Frühkindliche Internetnutzung trifft auf großes mediales Interesse

Auf ein großes Medienecho stieß unsere DIVSI U9-Studie besonders angesichts der Erkenntnis, dass sich bereits 3-Jährige trotz fehlender Lese- und Schreibkenntnisse mittels Icons und Bildern eigenständig im Internet bewegen. Über die Studie berichten unter anderem die ZEIT, Süddeutsche Zeitung, FAZTAZ und der Focus.

Die Studie gibt es hier im Volltext. Im Pressebereich finden Sie zudem weitere Videos und Pressematerialien.

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