Wie Internetnutzer das »Kleingedruckte« wahrnehmen und bewerten

AGB und Datenschutzbestimmungen aus Nutzersicht

E-Mail-Dienste und Messenger sind weit verbreitet. Die Mehrheit der Internetnutzer in Deutschland im Alter ab 14 Jahren setzt Kommunikationsdienste dieser Art heute ein.

Dabei legen die Nutzer auf den Schutz ihrer persönlicher Daten großen Wert – wobei die Daten als unterschiedlich schützenswert eingestuft werden. Kontakte und Adressbücher, Passwörter, Inhalte von E-Mails und Sprachnachrichten sowie Bilder und Videos gelten dabei als besonders sensibel (jeweils über 80 Prozent möchten nicht, dass diese Daten gespeichert bzw. gelesen werden). Gut 60 Prozent haben aufgrund von Datenschutzbedenken bereits auf die Nutzung eines Dienstes verzichtet bzw. die Nutzung beendet.

Den AGB bzw. Datenschutzbestimmungen von Kommunikationsdienstleistern wird nicht immer vorbehaltlos zugestimmt. Immerhin über die Hälfte der befragten Internetnutzer gibt an, schon mindestens einmal dem »Kleingedruckten« eines Anbieters nicht zugestimmt zu haben.

Die heutige Situation von AGB und Datenschutzbestimmungen aus Sicht der Nutzer ist dabei von Widersprüchen gekennzeichnet: 86 Prozent der befragten Nutzer hält Kenntnisse darüber für wichtig – doch nur wenige lesen sie genau bzw. detailliert. Eine große Mehrheit ist der Meinung, die Inhalte könne man gar nicht komplett lesen und verstehen. Eine Zustimmung zu AGB und Datenschutzbestimmungen wird häufig als alternativlos empfunden und erfolgt mit ungutem Gefühl. Die Mehrheit der Internetnutzer (über 60%) zählen zu den Personen, die diese entweder gar nicht oder kaum lesen.

Folglich sehen fast alle Internetnutzer (über 90 Prozent) Optimierungsbedarf in puncto AGB und Datenschutzbestimmungen. Würden diese besser und leichter verständlich verfasst, würden ihnen gut 70 Prozent der Nutzer bereitwilliger zustimmen.