9. Schlussbemerkung

Die Internetnutzer in Deutschland sind sich durchaus bewusst, dass ihre persönlichen Daten oftmals weiterverwendet werden – ihre Daten mitunter also zu einer Ware werden. Eine deutliche Mehrheit aller Nutzer findet das Vorgehen, Nutzerdaten zur Ware zu machen, nicht in Ordnung, insbesondere aus Angst vor Datenmissbrauch.

Gleichzeitig werden im Internet in erster Linie kostenlose Angebote bevorzugt und die Möglichkeit, online einzukaufen, wird gerne und oft angenommen. Allgemeine Geschäftsbedingungen empfinden die Nutzer dabei als zu lang und zu kompliziert, weshalb diese oftmals ignoriert oder überflogen werden.

Gut ein Drittel der Befragten wäre bereit, für den Schutz ihrer Daten zu zahlen, im Schnitt 41 Euro pro Jahr. Eine Beteiligung an den Umsätzen, die mit ihren Daten gemacht werden, wird mehrheitlich als nicht umsetzbar eingeschätzt.

Die meisten Internetnutzer in Deutschland sehen zum Schutz Ihrer Daten die Politik in der Pflicht. Diese soll durch Sanktionen und Anreize Datenmissbrauch entgegen treten. Zudem sollen die Unternehmen durch mehr Transparenz und strenge Datenschutzregeln das ihre dazu beisteuern, dass persönliche Nutzerdaten besser geschützt sind. Der Einfluss, den der Einzelne darauf hat, was mit seinen Daten im Internet passiert, wird als sehr gering eingeschätzt.