Zentrale Erkenntnisse

  • Die deutschen Internetnutzer bevorzugen eindeutig kostenlose Online-Angebote. Diese werden als nicht weniger seriös als kostenpflichtige Angebote eingeschätzt. Zudem nutzt eine Mehrheit das Internet zum Einkaufen.
  • Die meisten Nutzer gehen davon aus, dass ihre persönlichen Daten oftmals weiterverwendet werden. Dieses Vorgehen wird vor allem aus Sorge um den Missbrauch der persönlichen Daten mehrheitlich abgelehnt.
  • Angesichts der Problematik, dass ihre persönlichen Daten häufig als Ware gehandelt werden, sehen die Nutzer vor allem die Politik und die Unternehmen in der Pflicht. Von der Politik werden zum einen Sanktionen, wie die stärkere Bestrafung von Datenmissbrauch oder das Verbot des Handels mit Nutzerdaten, eingefordert. Zum anderen sollen auch Anreize dafür sorgen, dass Internetfirmen sich zu besonders strengen Datenschutzregeln verpflichten.
  • Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind in den Augen der Nutzer oft zu lang und zu kompliziert, um überhaupt nachvollzogen werden zu können. Sie werden meistens ignoriert oder bestenfalls überflogen.
  • Von den Unternehmen erwarten die Nutzer mehr Transparenz und die Selbstverpflichtung zu einem strengen Datenschutz.
  • Die Befragten sind sich auch bewusst, dass jeder Nutzer selbst eine Verantwortung für sein Handeln im Internet trägt. Gleichzeitig befindet die Mehrheit, dass der Einzelne wenig oder gar keinen Einfluss darauf hat, was mit seinen Daten im Internet geschieht.
  • Ein Drittel der deutschen Internetnutzer wäre bereit, Geld für den Schutz ihrer Daten zu bezahlen. Im Durchschnitt wäre ihnen dies 41 Euro im Jahr wert.
  • Eine Beteiligung an den Umsätzen, die mit ihren Daten erzielt werden, halten die meisten Internetnutzer für nicht realistisch.