2.3 Radikalisierung und Jugendliche

Es scheint, dass Menschen in der Phase der Jugend und des jungen Erwachsenenalters empfänglicher für die Hinwendung zu extremistischen Strömungen bzw. Radikalisierungsprozessen im Allgemeinen sind (Silke 2008; Pauwels, Brion, De Ruyver, & Easton 2014; Böckler & Zick 2015a). Im Gegensatz zu späteren Lebensabschnitten, in denen die Entwicklung der Persönlichkeit und die Identitätsbildungsprozesse weitgehend abgeschlossen sind, stellt die Jugend eine Zeit dar, in der die Heranwachsenden noch stark mit Ideen, Identitätsmodellen, Sichtweisen und Perspektiven experimentieren (Resch 2002; Schäfers & Scherr 2005). Sie können in dieser Selbst ndungsphase offener und aufgeschlossener für neue und ihnen unbekannte Konzepte, Ideologien und Sichtweisen sein (Newman & Newman 2001). Dabei stehen Jugendliche vor der Herausforderung, aufgrund der ihnen fehlenden Lebenserfahrung und mangelnden Wissens, bestimmte Thematiken richtig einzuordnen und einzuschätzen. Die Re exionsfähigkeit und die eigene Positionierung sowie die Einstellung zu sozialen, kulturellen und politischen Themen sind im Lebensabschnitt der Jugend noch in der Entwicklung und Festigung. „Die Kontexte, in denen sich Radikalisierung vollzieht, sind dabei vielfältig: Radikalisierung kann sich individuell aus der sozialen Isolation heraus als Selbstradikalisierung gestalten, wie auch in Zellen bzw. größeren Gruppen konsolidieren“ (Zick & Böckler 2015, S. 6). Der aktuelle Forschungsstand zu Radikalisierung von Jugendlichen zeigt einen besonderen Fokus auf rechtsextremistische und islamistische Strömungen (wobei letztere dabei häufig unter dem Begriff der „religiösen Radikalisierung“ verallgemeinert werden1 ). Auf diesen liegt auch in der vorliegenden Arbeit der Schwerpunkt. Einen kurzen informativen Überblick über linksextremistische Radikalisierung bietet zudem Infokasten 3.

Unabhängig von Kontext und ideologischer Ausrichtung scheinen mehrheitlich männliche Jugendliche von Radikalisierungstendenzen betroffen zu sein. Sie gelten nicht nur insgesamt als risikoaf n und anfällig für gefährliche Aktivitäten, sondern auch als eine besonders auffällige Kohorte in Kriminalstatistiken weltweit (Silke 2008). Dies bestätigt beispielsweise eine Analyse deutscher Sicherheitsbehörden zu 378 untersuchten Personen, die zwischen Mitte 2012 und Mitte 2014 aus islamistischer Motivation von Deutschland nach Syrien gereist sind: Der überwiegende Teil waren junge Männer zwischen 15 und 25 Jahren (BfV, BKA, & HKE 2014). Und auch in der Forschung zu Rechtsextremismus gelten die Geschlechts- und Altersvariable – mehrheitlich männlich und ein Jugendphänomen – als gesichert (Logvinov 2015). Ein reines Ausschlusskriterium ist die Variable Geschlecht damit jedoch nicht. Die deutsche Rechtsextremistin Beate Zschäpe, die sich als mutmaßliche Gründerin und Mitglied des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) zum Zeitpunkt dieser Untersuchung unter anderem wegen Mittäterschaft in zehn Mordfällen vor Gericht verantworten muss, ist nur das prominenteste Beispiel. Ihr Eintritt in die Neonazi-Szene begann bereits als Jugendliche. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Deutschland beschreibt auf ihrer Webseite, dass junge Mädchen und Frauen in der Neonazi-Szene längst angekommen seien und warnt davor, die Überzeugungen extrem rechter Frauen zu verharmlosen (Röpke 2014). Fälle wie der von Elif Ö. aus München zeigen zudem, dass sich gerade hinsichtlich der islamistischen Extremistenszene ein intensiverer Blick auf ihre Anziehungskraft gegenüber jungen Mädchen lohnt. Unter den Syrienausreisenden, die bis Mitte 2015 registriert wurden, waren etwa elf Prozent weiblich (Böckler & Zick 2015a). Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Londoner Institute for Strategic Dialogue (Hoyle, Bradford, & Frenett 2015) befasst sich erstmals mit der Übersiedlung westlicher Frauen in IS-Gebiete. Die Analyse, die sich auf das Material aus sozialen Medien und die Berichte von zwölf jungen Frauen stützt, deutet darauf hin, dass sich ihre Hintergründe und Motive von denen männlicher Jugendlicher zum Teil deutlich unterscheiden.

Neben Alter und Geschlecht können in Radikalisierungsprozessen Heranwachsender die ökonomischen Verhältnisse, die Familienumstände und der soziale Status eine Rolle spielen (Horgan 2008; Valkenburg & Peter 2008; Bjørgo 2011). Junge rechte Gewalttäter stammen häu ger aus unteren sozialen Schichten und weisen oft gleichzeitig höhere allgemeine Kriminalitätsbelastungen auf (Logvinov 2015). Nicht selten haben sie in ihrer Kindheit einen Mangel an Zuwendung und Anerkennung2 erfahren (Rieker 2015). Untersuchungen rechtsextremistischer Biographien zeigen das Fehlen von familiärer Zuneigung und familiärem Rückhalt im Jugendalter (Wahl 2003; Lobermeier 2006) bis hin zu Gewalterfahrungen im elterlichen Erziehungsverhalten (Decker, Brähler & Geißler 2006). Auch existieren die entsprechenden rechtsradikalen ideologischen Orientierungen häufig bereits als familiäre Traditionen, die über Generationen weitergegeben werden (Schiebel 1992; Grob 2005; Rieker 2015). Die Hinwendung zum Rechtsextremismus entwickelt sich entsprechend in der Regel über einen längeren Zeitraum und basiert mitunter auf Kindheitserfahrungen, die sich nicht explizit auf politische Bereiche beschränken müssen (Rieker 2015).

Anders zeigen sich die Hintergründe der jungen gewaltaffinen Dschihadisten. Denn im Unterschied zu rechtsextremistischen Strömungen, die die Bildung einer homogenen rassistischen Gesellschaft verfolgen, handelt es sich bei der islamistischen Radikalisierung um eine auf Religion bezogene Bewegung (Zick & Böckler 2015). In diesem Zusammenhang spielt das Wechselspiel mit gesamtgesellschaftlichen Faktoren zudem eine wichtige Rolle (Glaser 2015). Je nach Herkunft, Sprache, Tradition und Familienführung der Elterngeneration konkurrieren diese Werte innerhalb des alltäglichen Lebens der Heranwachsenden mit der gelebten westlichen Kultur außerhalb der Familie. Die Andersartigkeit des Islam im Vergleich zur westlichen Kultur und das gesellschaftlich weit verbreitete Misstrauen gegenüber dieser Andersartigkeit bewirkt bei vielen muslimischen Jugendlichen ein Gefühl von Fremdheit, Ablehnung und Ausgrenzung (Gerlach 2006). Gerade seit den Terroranschlägen des 11. September 2001, verstärkt durch terroristische Attacken in Europa in den letzten Jahren, ist der öffentliche Diskurs über Muslime oft undifferenziert und negativ geprägt (Frindte, Boehnke, Kreikenbom & Wagner 2012; Borchard et al. 2013). Negative Erlebnisse wie Scheitern, Enttäuschung und Aussichtslosigkeit konnten in den Lebensgeschichten mehrerer dschihadistischer Extremisten als Auslöser von Radikalisierung aufgezeigt werden (Wiktorowicz 2005; Schäuble 2011). Die Biographien der sogenannten „homegrown terrorists“ – Attentäter islamischen Glaubens, die in westlichen Ländern geboren und nach den dort geltenden Werten sozialisiert wurden (Precht 2007) – weisen oft vor ihrer Radikalisierung noch keine besondere religiöse Ausprägung auf. Die meisten haben den Islam entweder aufgrund eines muslimischen Glaubenshintergrundes in der Familie als gelebte Religion und Identitätsmerkmal für sich „neu entdeckt“ oder sind Konvertiten (Wiktorowicz 2005; Precht 2007; Sageman 2008). Oft fehlen ihnen daher theologisches Vorwissen und Kenntnisse über die unterschiedlichen Auslegungen des Islams, was ihre Anfälligkeit gegenüber Hasspredigern erhöht (Wiktorowicz 2005). Nichtsdestotrotz haben viele gewaltbereite Dschihadisten ein vergleichsweise hohes Bildungsniveau. Ihr Anteil mit Hochschulausbildung ist einer Studie von Heerlein (2014) folgend deutlich höher als in der Grundgesamtheit aller Musliminnen und Muslime in Deutschland. Jedoch sind sie gleichzeitig doppelt so oft arbeitslos oder be nden sich in prekären Beschäftigungsverhältnissen. „Die Befunde geben Grund zur Annahme, dass es weniger ein mangelndes Bildungsniveau ist, das die Vulnerabilität für die Hinwendung zu extremistischen Kontexten bedingt, sondern vielmehr Gefühle relativer Deprivation einen Einfluss haben“ (Böckler & Zick 2015a, S.109). Und so scheint das Scheitern an (Entwicklungs-) Anforderungen in der Biographie von Tätern eine besonders wichtige Rolle zu spielen (Böckler & Zick 2015b).

Radikale Gruppen und ihre Ideologien können eine Hilfestellung in der Bewältigung negativer Lebensphasen anbieten. Unabhängig von der ideologischen Orientierung nehmen daher Gruppendynamiken in Radikalisierungsprozessen einen wesentlichen Stellenwert ein. Durch die Interaktionen und gegenseitige Bestärkung in mehr oder weniger geschlossenen Kreisen kann der Keim radikalen Gedankenguts wachsen und sich verfestigen (Horgan 2005; Malthaner & Hummel 2012). Je normaler dort der Extremismus wahrgenommen wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Radikalisierung (Zick & Böckler 2015).

Gerade in der Phase der Jugend haben soziale Beziehungen und Strukturen – in der Schule, unter Gleichaltrigen und innerhalb der Familie – auf die Entwicklung von Heranwachsenden im Zuge der Herausbildung der eigenen Persönlichkeit, aber auch bei der Erprobung verschiedener Identitäten, einen großen Einfluss (Riesman 1972; Pekrun 1994; Oswald 2008; Brake 2010; Harring, Böhm, Rohfls & Palentien 2010). Sind ihre sozialen Beziehungen z.B. ungefestigt oder nur gering ausgeprägt, können Heranwachsende gegenüber bestimmten Gruppierungen und Radikalisierungsprozessen besonders anfällig sein (Oerter 1995; Spiel & Sirsch 2002).

Für die Erklärung von rechter Gewalt nehmen Freundeskreise und Freizeitcliquen eine zentrale Rolle ein (Logvinov 2015). Dort wird eine stringente Trennung zwischen dem „Wir“ und den „Anderen“ vollzogen und dem „Kampf“ als Denkfigur und Deutungsmuster kommt eine wesentliche Rolle zu (Hennig 1983). Die rechtsextremistische Kultur und das damit verbundene Zugehörigkeitsgefühl inszeniert sich beispielsweise über den Kleidungsstil und die Teilnahme an rechtspopulistischen Demonstrationen. Dabei sind Springerstiefel und Skinheads nicht mehr unbedingt Alleinstellungsmerkmale. Die deutsche rechtsextreme Szene bemüht sich um Modernisierung. So zitiert beispielsweise der Deutsche Verfassungsschutz in seinem Jahresbericht 2013 das erst kürzlich verbotene rechtsextremistische Internetportal Altermedia: „Vielleicht solle man endlich mal Prioritäten setzen und breitere Bevölkerungsschichten ansprechen. Mit irgendwelchen ‚Trauermärschen‘ und ‚Heldengedenken‘ lockt man die Jugend sicher nicht auf die Straße, dass (sic!) ist nur was für Nostalgiker“3) (S. 87). Als daraus resultierende Symbol gur hat beispielsweise die Erscheinung des „Nipster“ – ein Nazi, der sich optisch wie ein Hipster4 kleidet und aktiv in den sozialen Medien unterwegs ist – in der Presse einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen (z.B. Wasserziehr 2014).

Nipster | Nipsterwear

Abb. 1. Nipster | Abb. 2. T-Shirt Nipsterwear

Auch Organisationen wie die Identitäre Bewegung Deutschlands (IDB), ein Zusammenschluss mehrerer dem radikal rechten Lager zugeordneten informellen Untergruppierungen, gehören zu diesen „neuen Rechten“, die sich vor allem über jugendkulturelle Phänomene und Lebensstile wie rechtsextreme Musik, Symbole, Kleidungsstile sowie entsprechende Internetpräsentationen und -kommunikationen auszeichnen (Hafeneger 2014) (für weitere Informationen zur IDB siehe Infokasten 6).

Auch unter muslimischen Jugendlichen finden sich optisch moderne und mit westlichen popkulturellen Anleihen gespickte Identifikationsmerkmale, beispielsweise T-Shirts mit der Aufschrift „Style-Islam“ oder „I love my prophet“. Auf diese Weise können sich die Heranwachsenden biographisch anschlussfähige Brücken zwischen den Anforderungen ihrer Alltagswelt und muslimischen Traditionen bauen (Foroutan 2013). Sind die Gräben jedoch zu breit und die Anpassungskrisen zu groß, steigt die Gefahr der Hinwendung zu radikaleren Kreisen und sala stischen Bewegungen, die die gefühlte Unüberwindbarkeit kompensieren und klare Regeln zur Lebensführung und einfache Feindbilder bereitstellen (Böckler & Zick 2015b).

Radikalisierung T-Shirts

Abb. 3/4. Während das T-Shirt mit der Aufschrift „I love my prophet“ schlichtweg als modernes Identifikationsmerkmal junger Muslime getragen wird, demonstriert das T-Shirt mit der Aufschrift „ISIS“ die „Hinwendung zu radikaleren Kreisen.

Ihre Hauptanziehungskraft liegt darin, den Entwurzelten ein neues Zuhause, Freundschaften und eine neue Familie zu bieten – dies gilt für Migranten wie zunehmend auch junge europäische Konvertiten, die sich in einer individualistischen Gesellschaft nach einem Gruppengefühl und klaren Strukturen sehnen (Schirrmacher 2012). „Das Selbstverständnis der Islamistinnen und Islamisten als ‚auserwählte Avantgarde‘, die den wahren Islam lebt und der das Paradies bevorsteht, scheint eine besondere Attraktivität für Jugendliche zu haben“ (Herding & Langner 2015, S. 16, nach Hemmingen 2010; Sinclair 2010; de Koning 2013). Der Einstieg in ein radikales Milieu erfolgt dabei vor allem über Kontakte zu Personen, die bereits dort eingebunden sind. Dies sind insbesondere Gleichaltrige, darüber hinaus aber beispielsweise auch Gesprächspartner in Chatrooms, Moschee-Gemeinden, religiöse Führer, etc., die einen Zugang eröffnen (Wiktorowicz 2005; Lützinger 2010; Schäuble 2011).

Infokasten 3: Linksextremistische Radikalisierung von Jugendlichen

Die gesellschaftliche Betrachtungsebene linksextremistischer Radikalisierung stellt vor allem einen Blick in die Vergangenheit dar. Historisch haben sich nach einer intensiven Phase des linksextremistischen Terrorismus in Deutschland und anderen europäischen Ländern in den 1970er- und 80er-Jahren diese terroristischen Gruppierungen in den 1990er-Jahren aufgelöst. Entsprechend rar und ohne den Anspruch eines eigenen Forschungsgebiets sind empirische Erhebungen zu Linksextremismus und Radikalisierungsprozessen von Linksextremisten im heutigen Deutschland (Neugebauer 2000; Ceylanoglu 2004; Glaser 2013; für eine ausführlichere Zusammenstellung zu Forschungsstand und -desiderata zu Linksextremismus siehe Pfahl-Traughber 2010). Experten zufolge geht von Linksterrorismus derzeit in Deutschland akut keine Gefahr aus (Pfahl-Traughber 2014). Bestehende ideologisch nahe Gruppierungen sind fragmentierte Organisationen der Antikapitalisten und Globalisierungskritiker, Autonome, Antifa-Anhänger sowie diverse anarchistische Gruppen. Sie unterscheiden sich in inhaltlichen Fokussierungen, allen gemein ist jedoch eine „grundsätzliche Systemopposition“ (Glaser 2013, S. 12). Vor allem die Bewegungen der Antifa und der Autonomen gelten als gewaltbereit. Mehrheitlich beschränkt sich dies auf Sachbeschädigungen, Krawalle bei Demonstrationen sowie auf Zusammenstöße mit rechten Gruppierungen. Gerade bei öffentlichen Kundgebungen und Demonstrationen sind aber auch Gewaltausbrüche und Sachbeschädigungen gegen Staatsorgane, wie Polizisten, zu beobachten (Pfahl-Traughber 2014). Im grundlegenden Unterschied zu rechtsradikalen oder islamistischen Gruppierungen ist das vorsätzliche Ziel dabei jedoch nicht Töten (Schultens & Glaser 2013).

Anziehend für Jugendliche scheint insbesondere die Antifa-Bewegung zu sein. Ihre Motivationsgründe, sich dieser anzuschließen, sind einer Studie Schumachers (2013) folgend die Attraktivität eines ideologischen Aktionismus ebenso wie der Wunsch, sich aktiv gegen „Rechts“ zu wehren. Auch der regionale Bezugspunkt und Anschluss an die Szene durch Anbindung an gegebene soziale und politische Strukturen und Gemeinschaften können eine Rolle spielen. Hinzu kommt ein jugendspezifisches Interesse an einer Szene, die radikale Kritik übt, Erfahrungen von Selbstwirksamkeit und die Möglichkeit eines niedrigschwelligen politischen Engagements. Darüber hinaus darf auch die Attraktivität der von der Antifa inszenierten Jugendkultur nicht unterschätzt werden. Diese geht einher mit einem gewissen Stil „bestehend aus Mode, einer sportlich-toughen Selbstdarstellung und einer gewissen Überlegenheitshaltung gegenüber anderen, sowie einer spezifischen Erlebniswelt. Sie besteht aus Partys, Treffpunkten (von selbstverwalteten Jugendhäusern bis hin zu autonomen Zentren), Bands und Musikstilen (von Hardcore und Punk bis zu Elektro). Ihre Einheit schafft sich die Antifa demnach weniger über eine politisch-ideologische Übereinstimmung als über gemeinsame Werte, szenische Zugehörigkeit und Darstellung“ (Schumacher 2015, S. 12).

  1. Andere, mitunter nicht weniger radikale Glaubensbewegungen, wie beispielsweise militante, orthodoxe oder nationalpopulistische Christenbewegungen werden weitaus weniger beleuchtet. []
  2. Für eine detaillierte Differenzierung von Formen der Anerkennung siehe Sitzer und Heitmeyer (2007). []
  3. Eintrag vom 08.06.2013 gemäß Bundesamt für Verfassungsschutz (2013 []
  4. Bezeichnung für (überwiegend) junge Menschen, subkulturell größtenteils der urbanen Mittelschicht des 21. Jahrhunderts zuzuordnen, deren Geisteshaltung sich z.B. gegen Mainstream Konsum richtet. Hipster weisen meist einen ausgeprägten modischen Stil auf, der sich vor allem aus Vintage Klamotten, engen Jeans, Stofftaschen, dicken Hornbrillen und androgynen Frisuren zusammensetzt. Mehr dazu beispielsweise unter http://hipsterhype.de/. []