4.1 Sicherheit ist wichtig – wird aber ganz unterschiedlich verstanden

Auf die Frage, welchen Anforderungen bereitgestellte Kommunikationsmittel im privat-geschäftlichen Bereich genügen müssen, haben die Befragten eine – scheinbar – klare Antwort: vor allem Sicherheitsaspekte, aber auch eine bequeme, schnelle und einfache Handhabung. Allerdings haben die Befragten kein einheitliches Sicherheitsverständnis. Sicherheit hat vielmehr unterschiedliche Bedeutungsdimensionen. Dies wurde besonders in der qualitativen Vorstudie deutlich. Neben Vertraulichkeit (z.B. kein Mitlesen durch Dritte) und Verbindlichkeit (z.B. sich sicher sein zu können, dass die empfangenen Informationen rechtsverbindlich sind) wird mit Sicherheit ebenso verbunden, dass Kommunikation überhaupt „funktioniert“.

Sichere Kommunikation bedeutet für mich, dass Sachen nicht mitgelesen oder mitgehört werden. Die Informationen sollen beim Empfänger sicher ankommen und nicht an Dritte weitergegeben werden. (31 Jahre, weiblich, Gruppe 1)

Dass sie funktioniert und keine Nachteile spürbar sind. (34 Jahre, weiblich, Gruppe 3)

Für mich bedeutet eine sichere Kommunikation, wenn nur die direkt beteiligten Personen beteiligt sind. (53 Jahre, männlich, Gruppe 1)

Für mich bedeutet sichere Kommunikation, dass die Kommunikation funktioniert und erfolgreich ist. (29 Jahre, weiblich, Gruppe 3)

Wichtig, dass meine Daten nicht für andere/üble Zwecke missbraucht werden. Sichere Kommunikation bedeutet für mich auch, dass meine Persönlichkeit und mein Umfeld nicht angegriffen werden! (54 Jahre, weiblich, Gruppe 1)

Dass ich meine Privatsphäre schützen kann und leicht, ohne großen Aufwand, dies tätigen kann. (20 Jahre, weiblich, Gruppe 3)

Nicht gehackt werden. (23 Jahre, weiblich, Gruppe 3)

Dass die Nachrichten verschlüsselt sind und nur Berechtigte Zugriff haben. (28 Jahre, männlich, Gruppe 3)

Niemand soll mit gesendeten Informationen irgendein Schindluder betreiben können. (42 Jahre, weiblich, Gruppe 2)

Vielen ist bewusst, dass es absolute Sicherheit nicht gibt bzw. nicht geben kann.

Informationen sind heute die wichtigste Währung. Dadurch gibt es keinen wirklichen Schutz. Ein kleiner Schutz ist vielleicht, dass der Einzelne nicht wichtig genug ist, aber das ist wohl eher auch ein Trugschluss. (57 Jahre, männlich, Gruppe 1)

Wenn etwas ganz vertraulich sein muss, hilft heute nur der gemeinsame Spaziergang ohne Handy. Aber sind wir so wichtig? (51 Jahre, männlich, Gruppe 1)