4.3 Kommunikationsdaten

Dies sind Informationen, die zur Nutzung von Kommunikationskanälen des mobilen Endgeräts benötigt werden (z.B. Rufnummern) oder die Eigenschaften eines Kommunikationskanals beschreiben, etwa in Form von Einschränkungen (z.B. Sperrliste).

  • ANRUFLISTE & ANRUFSTATISTIK Mobile Endgeräte speichern Informationen zu gewählten, eingegangenen sowie entgangenen Anrufen. Dazu zählen die Rufnummern selbst, ihre Zuordnung zu gespeicherten Kontaktdaten (soweit möglich) sowie Anzahl, Zeitstempel und Dauer der Anrufe. Diese Daten können dazu dienen, ein detailliertes Bild über das Kommunikationsverhalten eines Nutzers zu liefern.
  • EIGENE RUFNUMMER Die eigene Rufnummer dient oft als Identifizierungsmerkmal1 gegenüber Anruf- oder SMS-Empfängern. Gerade bei Textnachrichten (SMS) ist dies von Bedeutung: Gelingt es einem Angreifer, die Absendenummer einer SMS zu fälschen, wird der Empfänger dieser SMS die darin enthaltenen Informationen dem vermeintlichen Absender zurechnen.2
  • SPERRLISTE Mobile Endgeräte erlauben es Nutzern, Listen mit Kontakten zu pflegen, für die bestimmte oder alle Kommunikationskanäle zu ihrem Gerät gesperrt sind. Dies kann z.B. dazu eingesetzt werden, um unerwünschten Nachrichten vorzubeugen. Es ist daher wichtig, dass diese Listen nicht ohne Wissen oder gar gegen den Willen der Nutzer verändert werden.
  1. Rufnummern sind eindeutige Nummern, die ein Mobilfunkanbieter (z.B. Deutsche Telekom oder Vodafone) Kunden bereitstellt. Aktive Mobilfunkrufnummern sind in der Regel ab Werk an eine SIM-Karte gebunden. []
  2. Das tschechische Kunstprojekt Moral Reform der Gruppe Ztohoven zeigt, wie gefälschte Absenderrufnummern dazu eingesetzt wurden, Mitglieder des tschechischen Parlaments zu beeinflussen. Für weitere Informationen siehe http://ztohoven. com/mr/index-en.html. []