6.3 Surfen im Internet

Alle Betriebssysteme ermöglichen es, im Internet zu surfen. Dies funktioniert ähnlich wie auf Desktop-Computern, anstelle des Browsers wird jedoch eine Browser-App – in der Regel eine Eigenentwicklung des Herstellers – aufgerufen. Genau wie auf Desktop-Computern fallen auch beim Surfen mit dem Smartphone Internetdaten (vgl. Kapitel 4.7) an, die zunächst nur lokal auf dem Smartphone gespeichert werden.

Android

Der Standard-Browser unter Android ist über die Browser-App verfügbar. Dieser speichert Browser- Daten sowie Formulardaten und Passwörter nur lokal. Eine Synchronisierung mit einem Cloud-Dienst erfolgt nicht.

Die Browser-App erlaubt nur grobgranulare Cookie-Einstellungen, d.h. vollständige Deaktivierung von Cookies. Das Surfen im privaten Modus ist mit diesem Browser nicht möglich, ebenso wenig unterstützt er die Do-Not-Track-Option1 .

BlackBerry OS

Auch BlackBerry OS beinhaltet einen eigenen Browser. Dieser bietet allerdings keine Datensynchronisation, d.h., alle beim Surfen anfallenden Daten bleiben lokal gespeichert.

Der BlackBerry-Browser erlaubt im Umgang mit Cookies nur, diese global zu akzeptieren oder abzulehnen, nicht jedoch pro Webseite oder abhängig von ihrer Herkunft. Er ermöglicht aber, im privaten Modus zu surfen, d.h., der Browser zeichnet besuchte Webseiten nicht auf und löscht Cookies nach Schließen der App. Der Browser unterstützt aber nicht die Do-Not-Track-Option.

iOS

iOS beinhaltet eine App-Version des von Apple entwickelten Safari-Browsers. Damit ist in Verbindung mit dem Cloud-Dienst iCloud das Synchronisieren von Browser-Daten möglich. Bei eingerichtetem iCloud-Konto wird per Default die Synchronisierung von Browser-Daten aktiviert. Apple synchronisiert dabei die geöffneten Browser-Tabs, gespeicherte Offline-Webseiten und Lesezeichen. Passwörter und Auto-Fill-Daten können auch synchronisiert werden, allerdings muss hierzu separat die Keychain-Synchronisationsfunktion in iCloud aktiviert werden, die per Default nicht aktiviert wird.

Safari ermöglicht dem Anwender, Cookies immer zu blockieren, nur Cookies von Dritten oder Werbeanbietern zu blockieren oder Cookies nie zu blockieren. Bei der Standardeinstellung werden Cookies von Dritten und Werbeanbietern blockiert. Der Browser unterstützt die Do-Not-Track-Option und bietet einen privaten Modus beim Surfen an. Ist dieser aktiviert, werden Cookies blockiert, und der Browser zeichnet keinen Verlauf besuchter Webseiten des Nutzers auf.

Windows Phone

Bei erstmaliger Aktivierung des Internet Explorers wird der Nutzer aufgefordert, zwischen zwei Konfigurationsprofilen des Browsers, Empfohlen und Anpassen, zu wählen. Die dabei empfohlenen Optionen beinhalten das Senden des Browser-Verlauf an Microsoft und den Einsatz von DataSense.2

Außerdem lassen sich der SmartScreen-Filter zum Schutz vor unsicheren Webseiten und die Do-Not-Track-Option aktivieren. Der Internet Explorer bietet grobe Einstellungen für den Umgang mit Cookies. Dabei wird zwischen alle akzeptieren, alle blockieren sowie einige blockieren unterschieden. Die Angaben von Microsoft machen nicht deutlich, welche Cookies bei der Option einige blockieren blockiert werden.

  1. Die Do-Not-Track-Option teilt einer Webseite beim Besuch mit, dass der Nutzer nicht will, dass Daten über ihn erhoben werden. Dabei handelt es sich lediglich um eine Bitte des Browsers. Die Do-Not-Track-Option kann nicht gewährleisten, dass tatsächlich keine Daten über den Nutzer erfasst werden. []
  2. Funktion, bei der jeder Webseiten-Aufruf zur möglichen Optimierung der Datenübertragung zwischen Endgerät und ausgewählter Webseite an einen Dienst von Microsoft gesendet wird. []