7. Funktionserweiterung durch Drittanbieter-Apps

Viele Funktionen auf Smartphones werden erst durch die Installation von Apps Dritter möglich. Kapitel 7.1 stellt die App-Markets der verschiedenen Ökosysteme vor. Diese werden in der Regel vom Betriebssystemhersteller betrieben und sind als Vertriebskanal für Apps konzipiert. App-Entwickler können dort unter bestimmten Bedingungen Apps einstellen, während Nutzer sie von dort beziehen können.

Die Nutzung von Apps hat allerdings auch eine Kehrseite: Ihre Verwendung bedeutet, Software von mehr oder weniger bekannten Dritten auf einem Endgerät zu installieren und auszuführen. Greifen die Apps auf die privaten Daten des Nutzers zu, so muss dieser dem App-Anbieter vertrauen und sich auf dessen Datenschutzrichtlinie verlassen. Nutzer können oft nur schwer erkennen, wie eine App genau arbeitet und auf welche Daten diese tatsächlich zugreift. Zudem sind mittlerweile auch Schädlinge – Trojaner, Viren, Würmer etc. –, wie sie aus der Welt der Desktop-PCs bekannt sind, auf Smartphones vertreten. Diese Schadprogramme werden in Kapitel 7.2 betrachtet.

Wie die Betriebssysteme die privaten Daten des Nutzers schützen, beschreibt Kapitel 7.3. Dazu wird zunächst das Sicherheitsmodell der Betriebssysteme im Hinblick auf deren Umgang mit Apps untersucht. Dabei werden verschiedene Aspekte des Sicherheitsmodells vorgestellt, z.B. der Zugriff von Apps auf private Daten, und deren Realisierung in den verschiedenen Betriebssystemen betrachtet. Inwieweit ein Nutzer diese Zugriffe erkennen, verstehen und kontrollieren kann, unterscheidet sich von Betriebssystem zu Betriebssystem. Im Anschluss werden einige weitere Sicherheitsvorkehrungen der Betriebssysteme beschrieben, die nicht direkt im Zusammenhang mit Apps stehen.

Den Abschluss bildet Kapitel 7.4 mit einer exemplarischen Untersuchung der App Angry Birds. Dort wird untersucht, welche Verbindungen die App während des Spielens aufbaut. Einem Nutzer wird dabei nicht unbedingt bewusst sein, dass die App mit externen Servern kommuniziert.