8. Tauschen und Teilen: gängige Praxis als Indikator für Legalität

Inhalte wie Musik und Filme sind massenhaft online zu finden und zu konsumieren – auch ohne notwendigerweise dafür zahlen zu müssen. Die aktuelle Rechtslage bezüglich der Nutzung online verfügbarer Inhalte ist jedoch sehr komplex. Die verschiedenen Aktivitäten befinden sich häufig in sogenannten „rechtlichen Grauzonen“, d. h. es ist nicht abschließend geklärt, ob sie legal oder illegal und damit auch potenziell strafbar sind.1

Ohne die rechtlichen Hintergründe verschiedener Online-Aktivitäten im Rahmen dieser Studie erklären bzw. definieren zu wollen, muss auf die teilweise ungeklärte Rechtslage verwiesen werden, denn sie führt dazu, dass Internet-Nutzer sich häufig nicht sicher sind, welche Aktivitäten nun legal oder illegal sind, und sich somit herausgefordert sehen, für ihre tägliche Praxis ggf. eigene Standards zu etablieren. Vor diesem Hintergrund interessiert, wie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit dieser Situation umgehen und welches Rechtsbewusstsein und daraus eventuell resultierende Handlungsweisen sich erkennen lassen.

  1. Vgl. Kreutzer/Weitzmann 2009: Urheberrecht: Video-Nutzung bei YouTube, kino.to und Co. Veröffentlicht von Markus Beckedahl via Netzpolitik.org: https://netzpolitik.org/2009/urheberrecht-video-nutzung-bei-youtube-kino-to-und-co/. []