Differenzierte Ansätze der Förderung

Die so beschriebenen verbreiteten Hürden einer Beteiligung im Internet finden sich in den untersuchten Milieus in unterschiedlichem Ausmaß und in unterschiedlichen Nuancen wieder. Im Folgenden soll daher differenziert nach Internet-Milieus beschrieben werden, wie spezifische Hürden der Beteiligung im Internet adressiert werden könnten.

Wir hatten festgestellt, dass die Beteiligung im Internet zwei Komponenten beinhaltet: einerseits das Anliegen der Beteiligung und andererseits das eingesetzte Medium (s. Kapitel 2). Daraus ergeben sich drei Ansatzpunkte einer Förderung der Beteiligung: erstens das Interesse an möglichen Anliegen, die eine Beteiligung der Nutzer verdienen. Zweitens die Fähigkeit, Bereitschaft und Möglichkeit der Nutzer zu einer partizipativen Mediennutzung. Und drittens jene Eigenschaften der neuen Medien, die eine partizipative Nutzung so erleichtern oder unterstützen, dass es auch bei begrenztem Interesse zu einer Beteiligung kommt.

Der erste Ansatzpunkt kann vor allem durch die Akteure angegangen werden, die sich eine Beteiligung der Menschen wünschen – seien dies Parteien, Vereine, NGOs oder Unternehmen. Sie müssen für ihre Anliegen werben. Zugleich spielt in diesem Kontext auch Bildung eine zentrale Rolle, da sie das Interesse an und die Bereitschaft zu einer Beteiligung wesentlich beeinflusst. Die Förderungsmöglichkeiten hinsichtlich des ersten Ansatzpunktes sind damit zugleich sehr partikular und sehr allgemein. Sie stehen darum nicht im Vordergrund der weiteren Ausführungen.

Der zweite Ansatzpunkt betrifft vor allem die Nutzungskompetenzen. Hier ergibt sich für einige der untersuchten Milieus erhebliches Förderpotenzial. Sicherheit und Vertrauen im Internet sind wesentliche Elemente der Förderung einer souveränen, kompetenten Internetnutzung.

Der dritte Ansatzpunkt schließlich betrifft das Design von Online-Angeboten, die Orientierung im Dickicht der Angebote, die Navigation der Nutzer. Er zielt im Kern auf das ‚Empowerment‘ der Nutzer durch die spezifischen Eigenschaften der neuen Medien ab. Auch hier ergeben sich interessante Möglichkeiten einer Beteiligungsförderung, die von diversen Parteien ergriffen werden können.

Digital Souveräne

Digital Souveräne weisen bereits einen hohen Grad der Beteiligung im Internet auf. Dieses überwiegend junge, auch sozioökonomisch starke Milieu nutzt neue Medien intensiv, selbstbestimmt und dabei durchaus reflektiert. Digital Souveräne sind gegenüber einer Beteiligung im Internet also nicht unkritisch. Sie setzen sich differenziert mit der Vielzahl und Schnelllebigkeit der Beteiligungsformen im Internet auseinander. Kritisch unterscheiden sie oberflächliche und wirkungslose von tatsächlich hilf- und erfolgreichen Formen der Beteiligung. Gefährdungen der Privatsphäre im Internet sind ihnen bewusst. Doch die Vorteile der Beteiligung im Internet – materielle wie auch immaterielle – überwiegen letztlich deren Nachteile deutlich. Eine Förderung der Beteiligung erscheint in diesem Milieu also wenig notwendig.

Ein sozialer Aspekt der Beteiligung im Netz, der in diesem Milieu mehr Aufmerksamkeit erhält als in anderen, sind die Spielregeln des Umgangs unter Internetnutzern. Es handelt sich dabei mehr um eine kulturelle denn eine institutionelle oder rechtliche Frage. Digital Souveräne legen Wert darauf, dass sich Nutzer früh eine ausreichende Kompetenz aneignen, um das Medium konstruktiv nutzen zu können – und dabei leichtsinnige Fehler zu vermeiden. Dies kann beispielsweise in der Schule oder in Form von Weiterbildungen geschehen. Auf diese Weise sollen sich die Nutzer auch mit den Regeln eines angemessenen Verhaltens im Netz vertraut machen. Digital Souveräne fühlen sich im Netz wohl. Damit dies so bleibt, wünschen sie sich einen fairen, offenen Umgang, eine inklusive Kultur im Netz.

Dabei vertrauen die Digital Souveränen jedoch weitgehend auf die Selbstreinigungskräfte des Internets. Unangemessenes, schädliches Verhalten wird also auch im Netz kritisiert und durch sozialen Druck sanktioniert. Die Digital Souveränen setzen mehr auf Eigenverantwortung als auf Unterstützung oder Kontrolle durch die Politik. Im Gegenteil, der Überwachung des Internets durch den Staat stehen sie sehr kritisch gegenüber. Es ist eher Druck und Verfolgung durch die Politik, die von einer Beteiligung im Netz abhalten kann, als Kritik oder Mobbing durch andere Nutzer.

Effizienzorientierte Performer

Für Effizienzorientierte Performer ist Beteiligung im Internet eine Frage der Kosten-/Nutzen-Relation. Sie hinterfragen kritisch die Wirksamkeit, die Folgen oder Vorteile einer Beteiligung und wägen diese gegen den notwendigen Ressourcenaufwand ab. Anders als Vertreter anderer Milieus sind die Effizienzorientierten Performer nicht besonders ausgeprägt durch ihre Begeisterung für diverse gesellschaftliche Anliegen motiviert. Ihre Beteiligung findet stark in pragmatischen, ökonomischen Kontexten statt, in dem Vorteile – auch für sich selbst – klar ersichtlich sind. Zivilgesellschaftliches Engagement erfolgt vor allem dann, wenn ein sichtbarer Mehrwert einem überschaubaren Aufwand gegenübersteht.

Beteiligung im Internet könnte für dieses Milieu daher eine Chance darstellen – Effizienzorientierte Performer weisen einen relativ hohen sozioökonomischen Status auf und verfügen über die notwendigen Ressourcen, sich wirksam zu engagieren. Das Internet bietet die Chance, diese Nutzer mit Anliegen zu verbinden, in einer Form, die ihnen eine Beteiligung erleichtert. Im Netz bietet sich eine breite Auswahl an Beteiligungsmöglichkeiten. Beteiligung und Engagement kann relativ schnell und bequem – also effizient – gestaltet werden. Letztlich müssen Beteiligungsangebote im Netz Angehörige dieses Milieus davon überzeugen, dass sie erstens wirksam sind und zweitens keinen übermäßigen (vor allem zeitlichen) Aufwand erfordern.

Da Effizienzorientierte Performer aktive Internetnutzer sind, ist es für dieses Milieu nicht erheblich, die Nutzung des Mediums zu fördern. Institutionell könnte eine Beteiligung unterstützt werden, indem etwa bekannte Plattformen aufgebaut werden, wiedererkennbare Marken oder ein Beurteilungs- und Auszeichnungssystem, das besonders hochwertige Beteiligungsinitiativen auszeichnet. Auf diese Weise fiele es den Effizienzorientierten Performern leichter, Beteiligungsmöglichkeiten zu finden und auszuwählen, die aus ihrer Sicht lohnenswert sind.

Unbekümmerte Hedonisten

Auch die Unbekümmerten Hedonisten schätzen die Bequemlichkeit des Mediums Internet, sie stellen daher aktive, intensive Nutzer dar. Einfache, bequeme Formen der Beteiligung im Netz sind in diesem Milieu weit verbreitet und populär. Spaß und Unterhaltung könnten darum eine große Rolle spielen, wenn es darum geht, die Beteiligung dieses Milieus zu fördern. Spielerische Ansätze („Gamification“) könnten dabei dienlich sein, eine Beteiligung der Unbekümmerten Hedonisten auch in Bereichen zu stärken, die bisher nicht im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit standen (Bildung, Politik, zivilgesellschaftliche Anliegen).

Fehlende Beteiligung ist in diesem Milieu weniger auf ein distanziertes Verhältnis zum Medium, sondern eher auf eine mangelnde Vertrautheit mit möglichen Anliegen zurückzuführen. Viele Befragte geben an, schlicht nicht zu wissen, zu welcher Thematik sie sich beteiligen oder engagieren könnten. Spielerische und unterhaltsame Kommunikationsansätze können hier hilfreich sein. Allerdings stellt sich unter den Unbekümmerten Hedonisten relativ schnell ein Gefühl der Überforderung ein – zu groß ist die Vielfalt möglicher Anliegen, zu schwierig ist es, ihre Qualität zuverlässig zu beurteilen, zu groß vor allem auch die Gefahr, sich durch ein „falsches“ Engagement sozial zu isolieren.

Unbekümmerte Hedonisten sorgen sich sehr um ihr Ansehen im sozialen Umfeld. Mäßiges Interesse und geringe Vertrautheit verbunden mit der Gefahr, sich bloßzustellen und sich Kritik auszusetzen, halten sie schnell von aktiveren Formen der Beteiligung ab. Vor allem zwei Ansätze können daher hilfreich sein, die Beteiligung von Vertretern dieses Milieus zu fördern: einerseits (ähnlich wie im Fall der Effizienzorientierten Performer) die Bereitstellung zugänglicher Information zur Qualität von Beteiligungsangeboten. Empfehlungen oder ein Beurteilungs- und Qualifikationssystem könnte dazu dienen, besonders lohnenswerte Formen der Beteiligung auszuzeichnen. Dies könnten dazu dienen, die Unsicherheit, die mangelnde Vertrautheit und die relativ geringe Motivation der Nutzer zu adressieren.

Andererseits ist für dieses Milieu die Auseinandersetzung mit der Herausforderung des Mobbings im Internet bedeutsam. Klare Spielregeln, die Thematisierung guter Umgangsformen im Netz, Hilfsangebote für Mobbing-Opfer, die öffentliche Sanktionierung von Mobbing-Übergriffen können dazu beitragen, die Angst vor Bloßstellung und sozialer Isolierung in diesem Milieu zu senken. Gesetzliche Regelungen können dabei eine Rolle spielen, Grenzüberschreitungen klar als solche zu kennzeichnen. Vor allem aber spielen Aufklärung und Unterstützung hier eine wichtige Rolle.

Verantwortungsbedachte Etablierte

Verantwortungsbedachte Etablierte übernehmen, wie der Titel andeutet, gerne Verantwortung – dies schlägt sich in einem relativ hohen sozioökonomischen Status, in einer aufgeklärt-kritischen Haltung und in einem hohen Maß an Beteiligung und Engagement nieder. Die aufgeklärt-kritische Haltung dieses Milieus gegenüber dem Medium Internet führt jedoch dazu, dass sein Engagement weitgehend außerhalb des Internets stattfindet. Eine Förderung der Beteiligung im Internet würde sich in diesem Fall also eher auf den Aspekt der Internetnutzung konzentrieren, nicht auf den der Beteiligung.

Angehörige dieses Milieus schrecken vor Formen der Beteiligung zurück, die zu spielerisch, schnelllebig oder oberflächlich wirken. Selbstdarstellung ist ihnen weitgehend ein Graus. Dies macht sie relativ wenig zugänglich für verschiedene Formen der Online-Beteiligung. Wichtig sind daher – ähnlich wie im Fall der Effizienzorientierten Performer – pragmatische Argumente für die überlegene Effizienz einer Beteiligung im Internet. Rationalen Argumenten wie geringe Kosten, große Geschwindigkeit oder Verbreitung eines Engagements im Internet ist dieses Milieu durchaus zugänglich. Beteiligung findet bei ihnen vor allem dann statt, wenn es ihnen praktisch, nützlich und hilfreich erscheint.

Dies gilt besonders, wenn sich Offline- und Online-Beteiligung miteinander verbinden. Dort, wo Online-Prozesse die realweltliche Wirkung von Initiativen stärken, und sei es nur durch einen Effizienzgewinn, sind Verantwortungsbedachte Etablierte gern bereit, sich im Netz zu beteiligen. Teil der rationalen Argumente für eine Beteiligung im Internet ist auch ein wirksamer Schutz vor dem Verlust persönlicher Daten, einer Überflutung mit Werbung oder Spam. Hier können gesetzliche Regelungen hilfreich sein, aber auch entsprechende Garantien und eine starke Reputation von Online-Anbietern.

Postmaterielle Skeptiker

Auch Postmaterielle Skeptiker sind aufgrund ihres Habitus stark zivilgesellschaftlich engagiert. Sie übernehmen aus persönlicher Überzeugung Verantwortung für diverse Anliegen – stärker als andere Milieus auch durch persönliches, physisches Engagement. Dem Medium Internet steht dieses Milieu skeptisch, aber nicht völlig ablehnend gegenüber. Vor- und Nachteile werden ausführlich reflektiert und vorsichtig abgewogen.

Ähnlich wie Verantwortungsbedachte Etablierte lehnen Postmaterielle Skeptiker spielerische, oberflächliche Formen der Beteiligung eher ab. Sie fürchten sich jedoch nicht vor öffentlicher Exponiertheit, im Gegenteil, sie treten (vor allem offline) gerne und aus Überzeugung öffentlich für ihre Anliegen ein. Angehörige dieses Milieus urteilen hart über Formen der Beteiligung, die alleine dem persönlichen Ruf und Vorteil dienen, die schnelllebig und dabei wirkungsschwach sind. Engagement, das keine Opfer, keinen Aufwand erfordert, ist für sie wenig wertvoll. Dort, wo es aber gelingt, durch persönlichen Einsatz Wirkung zu erzielen – vor allem für andere oder die Gemeinschaft –, wird dies als besonders befriedigend wahrgenommen.

Beteiligung im Internet hat vor allem in diesem Milieu ein erhebliches Potenzial: Wenn Vorbehalte gegenüber dem Medium abgebaut und Vorteile verdeutlicht werden, kann das Medium erheblich dazu beitragen, dem ohnehin intensiven Engagement dieses Milieus eine noch größere Wirksamkeit zu verleihen. Als politisch interessiertes Milieu lassen sich die Postmateriellen Skeptiker stark durch das mediale Agenda Setting leiten. Die häufige Thematisierung etwa von Überwachung im Netz, Datenspuren oder der dauerhaften Zugänglichkeit von Online-Daten wirkt daher auf dieses Milieu spürbar abschreckend. Mögliche Vorteile des Mediums rücken dagegen in den Hintergrund.

Postmaterielle Skeptiker sind weniger souverän und selbstverständlich im Netz unterwegs als etwa Digital Souveräne. Daher ist es in diesem Milieu notwendig, die Gefahren des Mediums klar und überzeugend gegen mögliche Vorteile ihres Engagements abzuwägen. Vor allem den Medien kommt hier eine große Verantwortung zu. Ein allzu kulturpessimistischer öffentlicher Diskurs geht zulasten des Engagements dieses kritischen Milieus. Beispiele positiven Engagements und eine nüchterne Berichterstattung zu einem verantwortungsvollen, konstruktiven Umgang mit digitalen Medien könnten dagegen dazu beitragen, dass Postmaterielle Skeptiker deren Chancen aktiver ergreifen.

Ordnungsfordernde Internet-Laien

Ordnungsfordernde Internet-Laien sind wenig im Internet beteiligt. Vorteile der neuen Medien werden zum Teil erkannt, aber wenig in Anspruch genommen. Eine rein passive Nutzung überwiegt. Bisweilen weisen Angehörige dieses Milieus tatsächlich ein schlechtes Gewissen auf, weil sie wenig zu einem Medium beitragen, von dem sie doch immer wieder auch profitieren. Zentrale Hürde der Beteiligung ist die Sorge um den Umgang mit persönlichen Daten im Netz. Die Nutzer möchten keine Datenspuren hinterlassen, was die Nutzung zahlreicher Dienste ausschließt. Sie sorgen sich vor der Sammlung von Daten sowohl durch Anbieter als auch durch staatliche Akteure. Ebenso haben sie Angst vor Übergriffen anderer Nutzer (Spam, Hacker-Angriffe). In den wenigen Bereichen, in denen Ordnungsfordernde Internet-Laien beteiligt sind, machen sie immer wieder auch schlechte Erfahrungen – etwa ruppige Diskussionen in anonymen Kommentarspalten. Insgesamt führt dies zu einer sehr kritischen Haltung gegenüber dem Internet.

Die Beteiligung der Ordnungsfordernden Internet-Laien im Internet ließe sich vor allem fördern, indem sie breitere, positive Erfahrungen mit dem Medium machen. Ein Ansatzpunkt könnte dabei das Offline-Engagement dieser Nutzer sein, das durch Online-Transaktionen ergänzt und erleichtert werden könnte. Solche erleichternden und unterstützenden Erfahrungen könnten zu einer etwas offeneren Haltung gegenüber dem Medium führen. Wichtig hierfür wären vor allem Zuspruch und Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld sowie Bildungsangebote, aber auch die Vermittlung von positiven Beispielen in Medien und Öffentlichkeit.

Internetferne Verunsicherte

Internetferne Verunsicherte weisen praktisch keine Beteiligung im Internet auf, sie nutzen das Medium rein passiv-konsumtiv. Mangel an Erfahrung verbindet sich in diesem Milieu mit Vorurteilen, Ängsten und einer entsprechend stark ablehnenden Haltung. Die Sicht des Internets in diesem Milieu wird dominiert von Gefahren und Nachteilen – obwohl die Nutzer selbst kaum je negative Erfahrungen gemacht haben. Möglicherweise dienen die zahlreich vorgebrachten Nachteile des Mediums auch als Legitimation der eigenen Unerfahrenheit. Der zentrale Ansatzpunkt zur Förderung der Beteiligung in diesem Milieu ist daher die Erfahrung im Umgang mit dem Internet.

Internetferne Verunsicherte haben praktisch keine Vorstellung, was Beteiligung im Internet bedeuten kann. Beteiligung und Engagement sind für sie reine Offline-Phänomene. Dabei ist dieses Milieu durchaus für verschiedene Anliegen engagiert – nur nutzt es dafür das Internet nicht. Versuche der Förderung der Beteiligung im Internet müssen berücksichtigen, dass Angehörige dieses Milieus kaum je eine spielerisch-souveräne Haltung dem Medium gegenüber einnehmen werden. Es ist jedoch auffällig, dass sie derzeit auf aktivere Nutzungsformen verzichten, die sie durchaus als positiv und hilfreich empfinden.

Mangelnde Vertrautheit und Ängstlichkeit halten sie also von wünschenswerten und auch als wünschenswert empfundenen Formen der Beteiligung ab. Daraus ergibt sich eine Form der Exklusion, die sich auch gesellschaftlich negativ auswirken kann. Viele Internetferne Verunsicherte sind jung genug, dass eine Aneignung von Nutzungskompetenzen sowohl möglich als auch perspektivisch mit konstruktiven, integrativen Wirkungen verbunden sein kann. Sie selbst erwarten, dass das Internet in Zukunft eine immer wichtigere gesellschaftliche Rolle spielen wird – was umgekehrt bedeutet, dass sie selbst von diesen Prozessen ausgeschlossen wären.

Respekt vor persönlichen Haltungen und die Anerkennung möglicher Schattenseiten der Internetnutzung sollten daher nicht davon abhalten, eine aktivere Internetnutzung dieses Milieus durch entsprechende Angebote zu ermutigen. Dabei handelt es sich im Kern um eine (Weiter-)Bildungsaufgabe, der sich Politik, Bildungsinstitutionen, Unternehmen und Verbände gemeinsam stellen sollten.