4.1 Umfragebasierter Vertrauensindex

Auch wenn umfragebasierte Indikatoren Gefahr laufen, die Ansprüche an interne und externe Validität nicht vollständig zu erfüllen, so lassen sich aus der Analyse der existierenden Indikatoren Best-Practice-Richtlinien für einen neuen Vertrauensindex ableiten. Dieser sollte nach Möglichkeit die Vorteile der bestehenden Indikatoren kombinieren, um so – auch gegenüber den „Marktführern“ – ausreichend Relevanz zu entwickeln. Konkret bedeutet dies, dass ein neuer Indikator

  1. auf Basis einer repräsentativen Stichprobe gebildet werden,
  2. Vertrauen indirekt über eine Fragenbatterie messen,
  3. Fragen zu den Konsequenzen für Verhalten innerhalb und außerhalb der digitalen Welt beinhalten sollte,
  4. die zentralen Fragen im Zeitablauf konstant bleiben und
  5. die Erhebungen mindestens jährlich stattfinden sollten.

Nachteil an dieser Variante ist, dass, ebenso wie bei den bestehenden Indikatoren, keine Echtzeitmessung von Vertrauen möglich ist.