2.2 Wahlergebnis

Bei der Wahl zum 18. Deutschen Bundestag am 22. September 2013 waren insgesamt 61,8 Millionen1 Deutsche – davon 3 Millionen Erstwähler – wahlberechtigt und in 299 Wahlkreisen zum Urnengang aufgerufen. Zur Wahl waren 34 Parteien zugelassen. 30 Parteien nahmen mit Landeslisten teil, die Kandidaten von vier Parteien2 traten nur als Wahlkreis an. Fünf ursprünglich zugelassene Parteien traten weder mit Landeslisten noch mit Wahlkreiskandidaten an.3 Die Wahlbeteiligung war mit 71,5 % zwar geringfügig höher als bei der letzten Bundestagswahl 2009 (70,8 %)4 , jedoch deutlich niedriger als bei den vorausgegangenen Bundestagswahlen5 .

Tabelle 4: Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen seit 2002

Bundestagswahl Beteiligung(in % der Wahlberechtigten)
2013 71,5
2009 70,8
2005 77,7
2002 79,1

Nach amtlichem Endergebnis ging die CDU als stärkste Partei aus der Wahl hervor, zusammen mit der CSU bekam die Partei 41,5 % der Wählerstimmen. Zweitstärkste Partei war die SPD mit 25,7 %, die GRÜNEN und die LINKE erreichten 8,4 % bzw. 8,6 % der Stimmen. Die FDP scheiterte entgegen der letzten Umfragen6 mit einem Ergebnis von 4,8 % an der Fünf-Prozent-Hürde, die PIRATENPARTEI scheiterte ebenfalls, allerdings hatte sich das bereits im Vorfeld der Wahl abgezeichnet.

Tabelle 5: Wahlergebnisse nach Parteien 2013 und 2009

Partei Ergebnis 2013 Ergebnis 2009
CDU/CSU 34,1 27,3
SPD 25,7 23,0
Linke 8,6 11,9
Grüne 8,4 10,7
CSU 7,4 6,5
FDP 4,8 14,6
Piraten 2,2 2,0
sonstige 10,9 6,0

Aufgrund des Wahlergebnisses ergibt sich die folgende Sitzverteilung7 im 18. Deutschen Bundestag:

Abbildung 4: Sitzverteilung im 18. Deutschen Bundestag

Sitzverteilung im 18. Deutschen Bundestag

Mit der Einigung auf eine Große Koalition aus Union und SPD gehören 504 der insgesamt 631 Abgeordneten der Regierungskoalition an, 127 Abgeordnete der Opposition aus LINKE und GRÜNEN. Im Ergebnis zeigt sich somit, auch durch das Ausscheiden der FDP, im Vergleich zur vorangegangenen Legislaturperiode eine Schwächung der Opposition gegenüber einer numerisch starken Regierungskoalition.

Tabelle 6: Sitzverteilung im Bundestag, Vergleich 17. und 18. Legislaturperiode

Partei Sitze im 18. Bundestag Sitze im 17. Bundestag
CDU/CSU 311 239
SPD 193 146
Linke 64 76
Grüne 83 68
FDP 93

Die Parteien, die nach der Wahl nicht mehr im Bundestag vertreten sind, und jene, die nicht die Regierung bilden, spielen im Folgenden keine Rolle mehr. Sie können zwar netzpolitische Forderungen stellen, diese im Parlament aber nicht aus eigener Kraft durchsetzen.

  1. Die Zahlen sind gerundet, vgl. http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/presse/W13011_ Wahlteilnahme_ Parteien.html. []
  2. Diese vier sind: „B-Bergpartei, die ÜberPartei“; „BGD – Bund für Gesamtdeutschland“; „DKP – Deutsche Kommunistische Partei“ und „NEIN! – Nein!-Idee“; vgl. http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/presse/W13011_ Wahlteilnahme_Parteien.html. []
  3. Vgl. http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/presse/W13011_ Wahlteilnahme_Parteien.html. []
  4. Vgl. http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/presse/w13034_Endgueltiges_amtliches_ Ergebnis.html. []
  5. Mit wenigen Ausnahmen nimmt die Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen seit 1972 ab, vgl. http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/veroeffentlichungen/BTW2013_1_Bund.pdf. []
  6. Vgl. http://www.wahlrecht.de/umfragen/archiv/2013.htm. []
  7. Vgl. http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/presse/w13034_Endgueltiges_amtliches_ Ergebnis.html und http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/wahlen-in-deutschland/55578/ sitzverteilung-2009. []